Kreisoberliga – Saison 2025/26
20. Spieltag, Sonntag, der 29.3.2026
Mosbacher SV 1911 – SG FSV Leimbach
1:1 (1:0)
Zuschauer: 140
Ernüchterung im Langetal – Mosbach lässt gegen Leimbach Punkte liegen
Eine Woche nach dem erkämpften Unentschieden in Unterzahl im Spitzenspiel beim SV Westring Gotha empfing der Mosbacher SV am Sonntag, den 29. März 2026, die SG FSV Leimbach im heimischen Langetal. Nach dem turbulenten Hinspiel, in dem man in der Nachspielzeit noch den 2:2-Ausgleich hinnehmen musste, hatte der MSV gegen den FSV noch eine offene Rechnung. Die Partie entwickelte sich jedoch zu einer insgesamt durchwachsenen Begegnung. Mosbach verzeichnete zwar über weite Strecken mehr Ballbesitz, konnte daraus jedoch zu selten klare Vorteile ziehen. In puncto hochkarätiger Torchancen begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. So ließ der MSV sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt, hatte auf der anderen Seite aber auch das nötige Glück, dass Leimbach seine Chancen nicht konsequent verwertete. Am Ende steht ein 1:1-Unentschieden, das für den Mosbacher SV eine Enttäuschung darstellt, gemessen am Spielverlauf jedoch als leistungsgerecht eingeordnet werden muss.
Mit dem Anpfiff war der Mosbacher SV bemüht, die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Leimbach machte es den Hausherren jedoch von Beginn an schwer, stand defensiv kompakt und konnte die Angriffsversuche des MSV immer wieder unterbinden. Die erste nennenswerte Gelegenheit für die Langetal-Elf bot sich Luca Lippold, nachdem Philipp Urban über die linke Seite in den Strafraum eindrang und den Ball in den Rückraum legte. Luca kam direkt zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp. Allerdings setzte auch Leimbach früh erste offensive Akzente. Nach einem Ballverlust in der Mosbacher Defensive spielte der Gegner den Ball von der linken Seite flach in den Fünfmeterraum. Der dort freistehende Leimbacher Angreifer kam zum Abschluss, doch Constantin Marx reagierte glänzend und verhinderte mit einer spektakulären Rettungstat den Gegentreffer. Viele Mosbacher Angriffe wurden von Leimbach immer wieder konsequent gestört. Die Hereingaben und Dribblings über die Außenbahnen in den Strafraum, fanden gar nicht erst den Weg in den Strafraum, wurden vom gut aufgelegten Gästetorwart abgefangen oder noch rechtzeitig geklärt. Die größte Gelegenheit hatte dann Maximilian Hirschel, der frei vor dem Tor auftauchte und abschließen konnte. Doch der Leimbacher Schlussmann war schnell zur Stelle, tauchte in die, aus einer Sicht, rechte Ecke ab und parierte den Versuch. Durch einige Ungenauigkeiten im eigenen Spiel sorgte der MSV selbst dafür, dass auch die Gäste gefährlich wurden. Kurz nach dieser Mosbacher Großchance hatten die Schwarz-Weißen großes Glück. Ein Leimbacher Spieler wurde freigespielt und lief aus rund 20 Metern von links auf das Mosbacher Tor zu. Unbedrängt versagten dem Angreifer jedoch die Nerven und der Ball rauschte, zur Erleichterung der Mosbacher Fangemeinde, am rechten Pfosten vorbei. In der 41. Minute fiel dann endlich der erlösende Führungstreffer. Nachdem sich Lucas Braun kurz vor dem Strafraum stark durchsetzte und nur durch ein Foul am rechten Strafraumeck gestoppt werden konnte, übernahm Andy von Roda den fälligen Freistoß. Mit viel Gefühl zirkelte er den Ball um die Mauer und versenkte ihn flach in der linken unteren Ecke zum 1:0. Mit dieser 1:0-Führung ging der MSV in die Halbzeitpause.
Doch direkt zu Beginn des zweiten Durchgangs wurden die Sorgenfalten angesichts der ohnehin schon langen Verletztenliste beim Mosbacher Sportverein noch größer. Yannik Peterhänsel musste verletzungsbedingt vom Platz und wurde durch Routinier Thomas Brandau ersetzt. Bleibt zu hoffen, dass sich die Verletzung als weniger schlimm herausstellt als zunächst befürchtet. Gute Besserung, Yannik!
Auch im zweiten Durchgang tat sich der MSV schwer, die Partie klar in die richtigen Bahnen zu lenken. Das Spiel der Langetal-Elf war immer wieder geprägt von Ungenauigkeiten, Fehlpässen und der letzten nötigen Durchschlagskraft vor dem Tor, um hier dominanter aufzutreten. Zudem hatte man erneut Glück, als Leimbach kurz nach Wiederbeginn nur den Pfosten des Mosbacher Tores traf. In der 72. Minute wurde der Mosbacher SV 1911 erneut vom Pech verfolgt. Mike Zimmermann wurde wiederholt rüde zu Fall gebracht, nachdem sein Gegenspieler aus Leimbach bereits mehrfach mit gelbwürdigen Fouls aufgefallen war und sich auch in dieser Szene klar jenseits des Erlaubten bewegte. Unverständlich, dass der Schiedsrichter hier nicht die fällige Gelb-Rote Karte zeigte. Besonders bitter war in dieser Szene zudem, dass Mike Zimmermann infolgedessen verletzt vom Platz musste. Gute Besserung, Mike! Ersetzt wurde er von Tim Möbius. In der 74. Minute gelang den Gästen dann der Ausgleich. Nachdem im Strafraum nicht konsequent genug verteidigt und der Ball nicht geklärt wurde, stand im Rückraum auch noch ein Leimbacher völlig frei, der das Zuspiel erhielt und problemlos zum 1:1 einschieben konnte. In der Schlussviertelstunde drängte der MSV zwar auf den erneuten Führungstreffer, doch wirklich zwingend wurde es nur selten. Dennoch ging noch einige Male ein Raunen durchs Langetal, etwa als Andy von Roda einen Distanzschuss abfeuerte, den der Gästetorwart mit einer Hand gerade noch über die Latte lenken konnte. Mit dem Abpfiff dieser Begegnung herrschte Einigkeit darüber, dass sich dieses Ergebnis für den Mosbacher SV mehr als enttäuschend anfühlt. Der Mannschaft kann man den nötigen Willen keinesfalls absprechen, doch an diesem Tag fehlten die letzte Überzeugung und das nötige Selbstvertrauen, um die Partie auf die eigene Seite zu ziehen.
Auch wenn der MSV trotz dieses Unentschiedens nach wie vor die Tabelle der Kreisoberliga als Tabellenerster anführt, muss die Mannschaft in den kommenden Auftritten auch spielerisch wieder deutlicher zeigen, dass sie der Ligaprimus ist. Hoffentlich kann zudem der eine oder andere der Verletzten in den nächsten Wochen zurückkehren ( Julian Bindel, Max Bruder, Dennis Voigt, Johann Steffan, Felix Helmuth, Tobias Kiesel, Fabian Brandau, Nils van den Brandt, Tamas Gerkö ), um mitzuhelfen, die Ziele dieser Saison zu realisieren.
Am kommenden Samstag, den 4. April 2026, um 15 Uhr steht für die Elf des Trainerduos Deubner und Lemmer ein echter Härtetest an. Im Kreispokal-Viertelfinale empfängt man im Langetal die SG VfB 1919 Vacha, gegen die man zum Rückrundenauftakt auswärts mit 2:1 unterlag. Die Mannschaft wird alles daran setzen, dem VfB einen echten Pokalfight zu liefern und hofft dabei auf zahlreiche Unterstützung der schwarz-weißen Fangemeinde, um gemeinsam den Einzug ins Pokalhalbfinale zu realisieren.
Das Aufgebot:
Constantin Marx, Mika Schade, Lucas Braun, Maximilian Hirschel, Mike Zimmermann, Philipp Urban, Yannik Peterhänsel, Marcus von Roda, Luca Lippold, Andy von Roda (41‘), Jonas Mäurer, Jonas Brandau, Thomas Brandau, Philipp Peterhänsel, Tim Möbius, Philipp Jung, Maik Hirschel
Die Wechsel:
Thomas Brandau für Yannik Peterhänsel (46‘), Jonas Brandau für Marcus von Roda (68‘),
Tim Möbius für Mike Zimmermann (72‘), Philipp Peterhänsel für Mika Schade (80‘)
Die Tore: 1:0 Andy von Roda (41.), gesamt 7, 1:1 Luca Elisa Blankenburg (74.).
Die Zuschauer: 140, macht bei 9 Heimspielen 1664, im Schnitt 185.
Das Kollektiv: Rene Gröbel, Maximilian Höhl, Paul Rehner.