Damen – turbolentes Spitzenspiel !

Mit dem Abpfiff wussten unsere Damen nicht so richtig – haben wir einen Punkt gewonnen oder nach einer 4:1 Führung gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter 2 Punkte verschenkt? Dabei war die Rollenverteilung klar: Die SG Walldorf als klarer Primus der Staffel gegen das mit Abstand jüngste Team der Landesklasse. Gleich nach 60 Sekunden hatte Torhüterin Manuela Zander Glück, als der Ball an den Pfosten klatschte und als Söffner nach 12 Minuten die Führung für Walldorf erzielte, schien alles für den Gast in die gewohnte Richtung zu gehen.

Weit gefehlt. Die Gastgeberinnen erspielten sich ein klares Übergewicht und begannen sich eine Chance nach der anderen heraus zu spielen. Zunächst scheiterte Jennifer Schwabe noch an der stark reagierenden Engelke im Walldorfer Kasten, jedoch war sie beim Ausgleich durch Jennifer nach 25 Minuten machtlos. Und es sollte noch besser kommen. Nur 2 Minuten später erahnte Mosbachs Torjägerin einen Querpass in der Walldorfer Hintermannschaft und der MSV führte mit 2:1. Den Gästen gelang in dieser Phase fast kein gefährlicher Angriff mehr, auch weil Alexandra Arnold die Torschützin vom Dienst, Portz, aus dem Spiel nahm. Der beste Spielzug, leitete in der 45 Minute das 3:1  ein. Lisa John eroberte sich den Ball im Mittelfeld und spielte zu Julia Fichtel. Deren Pass genau in die Schnittstelle der Abwehr schickte die schnelle Nicole Vogl auf Reisen. Nicoles Rückpass schnappte sich erneut Schwabe und mit einem platziertem Schuss ließ sie Engelke keine Abwehrmöglichkeit.

Gleich nach Wiederbeginn entwischte Jennifer erneut der Abwehr und es stand 4:1 ( 48. ). Ja, was ist denn hier los? Beide Fanlager schüttelten ungläubig den Kopf. Die Einen wegen der Führung, die Anderen wegen des Rückstandes. Jedoch schlugen die Walldorferinnen gleich zurück. Einen Freistoß köpfte Kurth schulbuchmäßig zum 2:4 ein ( 51. ) und nach 56 Minuten verkürzte Torjägerin Portz nach einem Abwehrschnitzer auf 3:4. Walldorf war zurück und man musste um das junge Team von Co-Trainer Kornhass (Trainer Obermeier weilte arbeitsbedingt in Jena) doch fürchten. Jedoch verlagerte sich die Partie wieder mehr in die gegnerische Hälfte, ohne das sich die SG nochmal klare Chancen erspielen konnte, auch weil Schwabe jetzt besser unter Kontrolle stand. Dem hohen Tempo aus Hälfte Eins zollte das Team mit zunehmender Spieldauer immer mehr Tribut, jedoch hielt das Ergebnis bis 3 Minuten vor Schluss. Leider wurde dann Schiri Runknagel zur Hauptfigur des Geschehens. Einen Schuss aus Nahdistanz blockte Sabrina Meinhardt, dabei hatte sie demonstrativ die Arme vor der Brust verschrenkt, jedoch sah der Schiri dies als Handspiel. Ok, kann man so sehen, aber das Ganze war klar außerhalb des Strafraumes und nicht innerhalb und somit auch kein Strafstoß, welchen Portz anschließend zum Endstand von 4:4 verwandelte.

Am Ende sicherlich eine gerechte Punkteteilung, bei der aber für die SG Mosbach / Tabarz ein Sieg im Bereich des Möglichen war. Welches Potential in diesem jungen Team steckt, konnte man gestern über weite Strecken der Partie beobachten.

Auf diesem Wege möchten wir der schwer verletzten Pauline Potratz ( Walldorf ) die besten Genesungswünsche mit auf den Weg geben. Sie musste nach einem Zweikampf mit Verdacht auf Bänderriss ins Krankenhaus transportiert werden.

Das Aufgebot:   Manuela Zander, Lydia Liebergeld, Sabrina Meinhardt, Celine Dulsky, Lisa John, Alexandra Arnold, Julia Fichtel, Soraya Stephan, Nicole Vogl, Swantje Bischoff, Jennifer Schwabe.

Die Ersatzbank:  Vanessa Dollinger,  Anne – Marie Bartko, Lisa Hermann.

Auswechslungen:  Anne – Marie Bartko für Swantje Bischoff ( 85. )

Tore:   1:1 / 2:1 / 3:1 / 4:1  Jennifer Schwabe  (25, 27, 45, 48. )

Zuschauer:    34