Nach vielversprechendem Auftakt folgt die kalte Dusche – Mosbach verliert gegen Hönebach deutlich
So richtig erklären konnte sich am Sonntag, dem 12. Juli 2026, wohl niemand, wie der Mosbacher SV nach einem vielversprechenden Start und einer verdienten Führung am Ende so deutlich mit 1:8 gegen den ESV Hönebach, der in der neuen Saison in der Kreisoberliga Nord in Hessen antreten wird, unter die Räder geraten konnte. Während die Langetal-Elf in der Anfangsphase noch überzeugte und die Partie offen gestaltete, verlor sie nach dem eigenen Führungstreffer zunehmend den Zugriff auf das Spiel. Spätestens in der zweiten Halbzeit übernahm Hönebach endgültig das Kommando und nutzte die lange Mosbacher Schwächephase konsequent aus, sodass am Ende eine deutliche Niederlage zu Buche stand.
Nachdem man unter der Woche bereits beim SV 09 Arnstadt in Ichtershausen einen anspruchsvollen Test absolviert hatte, wartete mit dem ESV Hönebach im dritten Vorbereitungsspiel ein weiterer ambitionierter Gegner auf den Mosbacher SV. Die Partie fand aufgrund der Platzarbeiten im Langetal erneut auf dem Sportplatz in Wutha-Farnroda statt, wo 134 Zuschauer im Vergleich zu den vergangenen Testspielen einen deutlich besseren Beginn der MSV-Elf sahen. Mosbach begann mutig, baute das Spiel ruhig aus der Defensive auf und konnte immer wieder durch frühe Ballgewinne in aussichtsreiche Situationen kommen. Mit zunehmender Spieldauer erspielte sich die Langetal-Elf immer bessere Möglichkeiten und setzte die Gäste zunehmend unter Druck. Nach rund 25 Minuten bot sich dann die große Chance zur Führung. Tobias Kiesel setzte sich im Laufduell gegen seinen Gegenspieler durch und lief alleine auf das Hönebacher Tor zu. Der herauseilende Schlussmann konnte zwar nicht mehr eingreifen, doch Tobias‘ flacher Abschluss strich knapp am rechten Pfosten vorbei. Auch in der Folge blieb Mosbach die aktivere Mannschaft und verstand es immer wieder, die Gäste mit gefährlichen Angriffen vor Probleme zu stellen. Besonders Guido Kehr, der an diesem Tag als Zehner auflief, sorgte mit seiner Präsenz im Zentrum regelmäßig für Gefahr. Immer wieder konnte er Bälle vor dem Strafraum festmachen, weiterleiten oder geschickt verlängern und damit Angriffe einleiten, die die Langetal-Elf gefährlich nah an das gegnerische Tor brachten. In der 35. Spielminute belohnte Luca Lippold die starke Anfangsphase der Mosbacher mit der Führung. Zuvor hatte Tobias Kiesel einen Ball aus der Luft direkt genommen und wuchtig auf das Hönebacher Tor abgeschlossen. Sein Schuss traf jedoch den im Strafraum stehenden Luca Lippold, von dessen Bein der Ball eine entscheidende Richtungsänderung erhielt und anschließend unhaltbar in das Tor der Gäste trudelte. Obwohl Mosbach mit dem Führungstreffer im Rücken eigentlich hätte befreiter aufspielen können, trat ab diesem Moment genau das Gegenteil ein. Die Langetal-Elf verlor zunehmend den Faden, fand kaum noch Zugriff auf die Partie und ließ die zuvor gezeigte Sicherheit vermissen. Nur vier Minuten nach dem Führungstreffer reichte den Gästen ein Pass in die Spitze, um die Mosbacher Defensive auszuhebeln. Der Hönebacher Angreifer blieb frei vor dem Tor eiskalt und ließ sich die Möglichkeit zum 1:1 Ausgleich nicht nehmen. In der 41. Spielminute kippte die Partie dann vollständig. Nahe der eigenen Eckfahne gelang es dem MSV nicht, den Ball konsequent zu klären, sodass sich der Gegenspieler aufdrehen und von der linken Seite in Richtung Strafraum ziehen konnte. Der anschließende Abschluss war für den ESV nur noch Formsache, wodurch die Gäste innerhalb weniger Minuten aus einem Rückstand eine Führung machten. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Hönebach sogar noch auf 1:3. Erneut verteidigte Mosbach vor dem eigenen Strafraum zu luftig und gewährte den Gästen zu viel Raum. Der Angreifer nutzte dies aus und konnte von der Strafraumkante nahezu unbedrängt abschließen, sodass der ESV mit einer Zwei-Tore-Führung in die Halbzeitpause ging.
Die Zielsetzung für den zweiten Durchgang war klar definiert. Der MSV wollte irgendwie wieder einen Fuß in diese Partie bekommen und zurück ins Spiel finden. Dieses Vorhaben erhielt jedoch bereits kurz nach dem Wiederanpfiff einen herben Dämpfer. Nur zwei Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit musste Mosbach den nächsten Gegentreffer hinnehmen und sah sich fortan mit einem deutlichen 1:4-Rückstand konfrontiert. Von diesem Zeitpunkt an spielte nahezu ausschließlich der ESV Hönebach. Während die Gäste immer wieder gefährlich vor das Tor kamen und die Partie zunehmend bestimmten, fand der MSV kaum noch Entlastung. Dabei hatte Mosbach die Gäste bis zur 35. Spielminute noch weitestgehend vom eigenen Tor fernhalten können. In der 68. Spielminute, als Mosbach mittlerweile dauerhaft unter Druck stand, bekam Jonas Brandau den Ball im eigenen Strafraum an die Hand, sodass der Schiedsrichter folgerichtig auf Strafstoß entschied. Sören Lämmerhirt, der an diesem Tag aufgrund des urlaubsbedingten Fehlens von Constantin Marx sowie der verletzungsbedingten Ausfälle von Christian Haaß und Philipp Jung zwischen den Pfosten stand, parierte den fälligen Elfmeter zunächst stark. Der Abpraller landete jedoch vor den Füßen eines Hönebacher Spielers, der im Nachsetzen den Ball doch noch über die Linie brachte und damit auf 1:5 erhöhte. Mosbach bemühte sich anschließend darum, wieder mehr Ruhe in die Partie zu bekommen, doch ein wirklicher Spielfluss wollte nicht mehr entstehen. Zu viele frühe Ballverluste verhinderten eine Entlastung, während Hönebach weiterhin konzentriert und konsequent agierte. Die Gäste nutzten die sich bietenden Räume souverän aus und belohnten sich in der Schlussphase noch mehrfach. In der 79., 86. und 87. Spielminute erzielte der ESV innerhalb von nur acht Minuten drei weitere Treffer und schraubte das Ergebnis letztlich auf 1:8 in die Höhe. Wenige Augenblicke danach ertönte der erlösende Abpfiff auf dem Sportplatz in Wutha-Farnroda.Vor allem im zweiten Durchgang gelang es der Langetal-Elf kaum noch, aktiv am Spielgeschehen teilzunehmen, sodass man den Gästen über weite Strecken nur noch hinterherlief.
Mit der dritten Niederlage im dritten Testspiel dieser Vorbereitung wurde dem MSV erneut aufgezeigt, an welchen Stellschrauben in den kommenden Wochen noch intensiv gearbeitet werden muss, bevor am 2. August mit dem Heimspiel gegen den SV Bad Salzungen im Langetal der Start in die Landesklasse bevorsteht. Trotz der deutlichen Niederlage gilt es nun, die Köpfe nicht hängen zu lassen, den Blick nach vorne zu richten und mit der nötigen Ruhe, aber auch der erforderlichen Entschlossenheit weiter auf die neue Herausforderung hinzuarbeiten.
Dass dem Mosbacher SV eine anspruchsvolle sowie schwierige Saison in der Landesklasse bevorstehen wird, war allen Beteiligten von Beginn an bewusst. Umso wichtiger wird es sein, noch enger zusammenzurücken. Als Verein, als Mannschaft und gemeinsam mit der treuen Fangemeinde des MSV. Bereits am kommenden Mittwoch bietet sich die nächste Gelegenheit, ein anderes Gesicht zu zeigen. Gegen den FC Erfurt Nord, der in der Landesklasse Staffel 2 beheimatet ist, möchte die Langetal-Elf wieder positive Ansätze zeigen. Anstoß auf dem Sportplatz in Wutha-Farnroda ist um 19 Uhr.
Die Startaufstellung:
Sören Lämmerhirt, Maximilian Bruder, Mika Schade, Fabian Brandau, Tomislav Renic, Guido Kehr, Tobias Kiesel, Luca Lippold (35‘), Dennis Voigt, Dominik Stöber, Jonas Mäurer
Die Ersatzbank:
Jonas Brandau, Niklas Räsner, Philipp Urban, Philipp Peterhänsel, Marcus von Roda, Tim Möbius, Maik Hirschel
Die Wechsel: *Die Wechsel werden erst mit Beginn der Pflichtspiele hier aufgeführt, da in Testspielen die Möglichkeit besteht, dass Spieler mehrfach ein- und ausgewechselt werden können.
Zuschauer: 134
