Entscheidung zum Spielbetrieb im Mai ?

Entscheidung zum Spielbetrieb könnte am 5. Mai fallen

Die Thüringer Fußballer müssen erstmal weiter geduldig bleiben. In einer Videokonferenz des Thürunger Fußball-Verbandes besprachen die Verantwortlichen das Vorgehen in der Corona-Krise. Vor dem 5. Mai ist allerdings keine abschließende Entscheidung zu erwarten.

Am späten Dienstagnachmittag eröffnete der Präsident des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV), Dr. Wolfhardt Tomaschewski,  Sitzung des Vorstandes. Die fand so wie die Beratungen des erweiterten Präsidiums und die mit den neun Vorsitzenden der Kreis-Fußballausschüsse (KFA) in Zeiten der Corona-Krise wiederum als Video – und Telefonkonferenz statt.




Auf Vorschlag des Präsidiums verabschiedete die Runde einstimmig vier so genannte Vorratsbeschlüsse. Die betrafen Vorlagen zu Beanstandungen des Finanzamtes, die Änderung der Gemeinnützigkeit durch eSport, die Lizenzpflicht und redaktionelle Änderungen an der Satzung und den Ordnungen. Damit soll erreicht werden, dass der Vorstand durch den Verbandstag ermächtigt wird, die Änderungen vorzunehmen, ohne dass erneut ein Verbandstag einberufen werden muss.

Danach wurden die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) vor kurzem erarbeiteten Änderungen, die aufgrund der besonderen Situation zeitweise in der Spielordnung in Kraft treten, besprochen und abgestimmt. Die Vorlagen betrafen die Punkte „Vereine in Insolvenz“, „Status der Fußballspieler“, „Spielerlaubnis beim Vereinswechsel von Amateurspielern“ und „Spieljahr“ und wurden jeweils für den TFV einstimmig beschlossen.

Und da war da ja auch noch die Problematik, die an diesem Abend, so der TFV-Präsident, die wichtigste sei. Denn es ging um den Spielbetrieb. Dazu habe es in der letzten Zeit zahlreiche Videokonferenzen mit dem DFB gegeben. In denen seien unterschiedliche Auffassungen deutlich geworden, wobei mehrere Varianten im Gespräch seien. Heraus kristallisiert hätten sich zwei Tendenzen: die Fortführung des Spielbetrieb oder der Abbruch der Saison. Dr. Tomaschewski bezeichnete die Umfrage des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) in diesem Zusammenhang als unglücklich.

Danach übergab er an Sven Wenzel, den Vorsitzenden des Spielausschusses. Der charakterisierte zunächst Überlegungen, die Saison bis zum 30.06.20 abzuschließen, als Illusion. Auch Spiele ohne Zuschauer wären in den Amateurspielklassen keine Option, betonte er. Man beobachte auch genau, welche Gedanken zum Beispiel benachbarte Landesverbände zum Spielbetrieb entwickeln. Wichtig sei bei allen Überlegungen zur Saison 2019/20 auch, die von 2020/21 im Blick zu haben, sagte der Spielobmann. Sven Wenzel stellte eine Terminkette für mögliche Entscheidungen im TFV vor. Die sieht vor, zunächst die Abstimmung der Bundesregierung zu Sportveranstaltungen am 30.04. abzuwarten. Danach, am 2. und 3. Mai, könnten informelle Videokonferenzen mit allen Vereinen des Verbandes in drei Regionen oder auch in einer großen mit fast 1.000 Sportgemeinschaften stattfinden. Hier sollten die Vereine die Möglichkeit haben, zu Fragen des Spielbetriebs abzustimmen.

Ab 4. Mai könnten aktuelle Regelungen bei Lockerungen greifen, heißt es im Papier, das ein Vorschlag des Präsidiums sowie des Spiel- und Jugendausschusses ist, weiter. Der Vorstand könnte am Abend des 05.05.20 einen Beschluss zum Spielbetrieb fassen. „Die Vereine wollen wissen, wie es weitergeht“, begründete der TFV-Spielobmann seine Ausführungen. Es wurde umfangreich und teilweise emotional darüber diskutiert, ehe die verbliebenen Vorstandsmitglieder der von Sven Wenzel vorgeschlagenen Vorgehensweise zustimmten.