Erneuter Derby – Sieg !

Kreisoberliga – Saison 2018/19

2. Spieltag – Samstag, der 25.8.2018

SG EFC Ruhla 08 – Mosbacher SV

1:2 ( 0:1 )

Zuschauer: 210

Nach Abpfiff der 90 Minuten jubelt der MSV erneut über seinen Derby-Sieg, obwohl die Mannschaft nach der Gelb/ Roten Karte gegen Fabian Brandau, 34 Minuten in Unterzahl spielen musste.

Nur eine Veränderung gab es gegenüber zur vergangenen Woche: Für den sich im Urlaub befindlichen Julian Bindel gab Philipp Urban ( 17 ) sein Startelf- Debüt. In Hälfte Eins war kaum etwas von Derby – Stimmung auf dem Platz zu sehen, was sich in Hälfte Zwei aber noch deutlich ändern sollte. Aber der Reihe nach. Um nicht gleich in Rückstand zu geraten, agierten beide Mannschaften zunächst abwartend, wobei die Gastgeber leichte optische Vorteile hatten. So dauerte es bis zur 10. Minute ehe der erste Aufreger zu sehen war. Libero Andy von Roda unterband einen Angriff des EFC. Sein weiter Ball verlängerte Max Hirschel gekonnt per Kopf in den Lauf von Kevin Spittel. Neet lief alleine auf Trabert zu, scheiterte jedoch mit seinem Versuch den Ball über den Keeper zu heben. Weiterhin gab es wenig Strafraumszenen zu sehen, weil sich im Mittelfeld neutralisiert wurde und aus Gästesicht zu diesem Zeitpunkt, Kevin und Lukas zu Nahe beieinander standen und so sie sich die Räume nahmen. 2 Halbchancen durch Fabian Brandau und Max Hirschel ( 19. / 20. ) waren nun zu notieren. Auf der Gegenseite setzte Leinhos Grabow in Szene. Yannik Peterhänsel im Verbund mit Keeper Nico Schumann verhinderten schlimmeres ( 23. ). Schiri Tischer meinte es besonders gut und wollte keine Hektik aufkommen lassen ( es war bis dahin eine absolut faire Partie ) und pfiff so jede, aber auch jede Kleinigkeit. Ok, dann aber bitte auf beiden Seiten und nicht so, daß das Freistoßverhältniss 70 zu 30 gegen den MSV ausfiel. Zumindest hörte man die MSV – Trainerbank schon mal verbal. Leinhos bediente erneut Grabow, der am gut reagierenten Schumann scheitert ( 30. ). Derweil fing sich Fabian Gelb ein. Die Gäste befanden sich vor dem gegnerischen Strafraum – ihr Ball wurde abgefangen und Ruhla wollte Kontern. Mike Zimmermann unterband dies mit guten Stellungsspiel und passte sofort auf den sich absetztenten Kevin. Libero Nositschka kam zu spät, Trabert wurde noch um spielt und Kevin vollendet sicher zur Führung ( 37. ). Bis zur Pause änderte sich nichts am Spielstand.

Minute 52: Bei Mike Zimmermanns langen Ball, verschätzt sich Nositschka einen Moment. Lukas Braun erkennt sofort den Raum, dringt in den Strafraum ein und passt auf den herbeieilenten Neet ( Gegenspieler Amann schaltet zu spät ) und der Torjäger schiebt aus 1 Meter Entfernung zum 2:0 ein. 180 Sekunden später geht Fabian an der Aussenlinie in der Zweikampf. Schiri Tischer meint Foul ( Fabian spielt klar den Ball ). Anstatt sich vom ” Tatort ” zu entfernen, begibt sich Fabian in den Disput mit den Assistenten – der seinerseits die Fahne hebt. Das Ende ist bekannt : Gelb / Rot. Dann erhält der EFC einen Freistoß vor dem Strafraum zugesprochen. Libero Andy geht ebenfalls ins Gespräch mit Schiri Tischer. Unnötig, Schirientscheidung. Keeper Nico stellt die Mauer etwas zu weit nach innen und Leinhos dreht den Ball um sie herum zum Anschlusstreffer ( 56. ). Jetzt war Derby. Der MSV zog sich zurück. Die Trainer reagierten und brachten für Max Hirschel mit Mika Schade ( 18 ) den nächsten Youngster ins Spiel. Mika ging auf die linke Abwehrseite und Stefan Zimmermann spielte neben Mike, die zweite Sechs, was sich dann am Ende als goldrichitig erweisen sollte. Leinhos und Nositschka kurbelten an – der Libero prüft Nico, der im Nachfassen hält ( 59. ). Schrecksekunde für die Gäste: Nico nimmt den Ball das Zweitemal auf, gleichbedeutend: indirekter Freistoß – das Ganze 8 Meter vor dem Tor. Nur gut das Schütze Leinhos diesemal viel zu hoch ziehlt und das Leder weit über das Gebälk feuert ( 60. ). Schiri Tischer steht dann erneut im Mittelpunkt: Mike Zimmermanns perfekter Ball, setzt Kevin kurz hinter der Mittelinie in Bewegung. In seiner typischen Art läuft der Neet auf und davon. Nur Nositschka kann noch eingreifen – was auch geschieht. Warum jedoch hier die Pfeife von Tischer stumm bleibt und es nicht Elfmeter gibt, das weis der Schiri nur alleine ( 64. ). Richtig Derby !. Welche gute Arbeit Trainer und Mannschaft in den zurückliegenden Wochen vor Saisonstart geleistet haben, zahlte sich gestern schon aus: Keiner, auch die Wechsler nicht, hatten konditionelle Nachteile. Ja, die Beine wurden schwerer, aber auch die der Hausherren gingen am Limit. Daraus ergab sich, das Libero Andy kaum noch im Strafraum ernsthaft gefordert wurde. Der EFC versuchte es so aus der Distanz, wobei Nico Fuchs noch am genauesten ziehlte und Keeper Nico im Kasten mit Pravour den Ball zur Ecke lenkte ( 75. ). Max Bruder kam für den Torschützen ( 84. ) und brachte sofort Entlastung für die Defensive, als sein Solo über den halben Platz erst vor dem Strafraum unterbunden wurde. Ruhla öffnete komplett – logisch. Lukas bekam nochmal die Möglichkeit zur Entscheidung, jedoch blieb sein Drehschuss in den Beinen der Abwehr hängen ( 88. ). Dann spielten die Gäste das Ganze recht clever zu Ende, die Eckfahne in der EFC Hälfte wurde zum gefragten “Anlaufpunkt “.

Dann war Schluss und der MSV hatte das nächste Derby für sich entschieden, weil die sich bietenden Chancen besser genutzt wurden – und die Moral, sowie Einstellung aller Spieler auf und neben dem Platz, völlig in Takt sind. Glückwunsch für den Dreier !

Das Aufgebot: Nico Schumann, Andy von Roda (C.), Yannik Peterhänsel, Philipp Peterhänsel, Stefan Zimmermann, Mike Zimmermann, Fabian Brandau, Philipp Urban, Max Hirschel, Kevin Spittel, Lukas Braun.

Die Ersatzbank: Christian Haaß ( TW), Max Bruder, Mika Schade, Robert Fischer, Chris Deubner, Florian Morgenweck, Philipp Oberender, Phillip Raber.

Die Auswechslungen: Mika Schade für Max Hirschel ( 63. ), Max Bruder für Kevin Spittel ( 84. ), Robert Fischer für Philipp Urban ( 90+3).

Die Tore: 1:0 / 2:0 Kevin Spittel ( 37. / 52. ), gesamt 4

Die Zuschauer: 210

Der Schiri:  Jörg Tischer

Die Assistenten : Lars Engelmamm, Robert Schreeg.