Landesklassen – Saison 2026/27
7. Spieltag, Samstag, der 19.9.2026
FC Schweina- Gumpelstadt – Mosbacher SV 1911
2:3 (1:3)
Zuschauer: 223
Sensationssieg in Schweina – Mosbach triumphiert beim amtierenden Meister
Die zahlreich mitgereisten Mosbacher Fans dürften die Reise in die Glücksbrunn Arena an diesem Samstag, den 19. September 2026, auf keinen Fall bereut haben. Nachdem der MSV in den vergangenen fünf Spielen trotz guter Leistungen jeweils als Verlierer vom Platz gegangen war, hat es an diesem Wochenende endlich mit dem zweiten Saisonsieg geklappt. In einer aufregenden und spektakulären Partie stellte der Mosbacher SV den FC Schweina-Gumpelstadt von Beginn an vor große Probleme. Dank großer Effizienz vor dem Tor und einer disziplinierten Defensivleistung konnte die Elf aus dem Langetal zur Pause eine verdiente 1:3-Führung bejubeln. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich die Partie dann zu einem echten Abnutzungskampf. Mosbach verteidigte mit hoher Intensität und großer Leidenschaft und stemmte sich gegen die Angriffsbemühungen der Gastgeber. Im teilweise hitzigen zweiten Durchgang musste der Mosbacher Sportverein zwar noch den Anschlusstreffer hinnehmen, doch mit Abpfiff der Begegnung herrschte dann pure Erleichterung mit der Gewissheit, dass die drei Punkte an diesem Tag ins Langetal entführt werden konnten.
Die Rollen vor dieser Begegnung waren klar verteilt. Der FC Schweina-Gumpelstadt war als amtierender Meister der Landesklasse der klare Favorit. Doch mit dem Anpfiff zeigte sich schnell, dass der Mosbacher SV, wie schon so oft in dieser Saison, keinerlei Probleme mit der Rolle als Underdog hatte. Die Schwarz-Weißen präsentierten sich mutig und hielten von Beginn an dagegen. Es dauerte nicht lange, da setzte Fabian Brandau das erste große Ausrufezeichen der Partie. Einige Meter vor dem gegnerischen Strafraum schnappte sich Fabi den Ball. Sein anschließender Schuss flog mit enormer Geschwindigkeit und wie an der Schnur gezogen in Richtung Schweinaer Tor und ließ die Latte erzittern. Die Hausherren suchten im ersten Durchgang immer wieder den Weg über ihre linke Seite, sodass Rechtsverteidiger Bastian Stieler dort dauerhaft gefordert war. Doch Basti zeigte eine überragende Leistung, war stets hellwach und ließ seinen Gegenspielern keinen Raum und keine Zeit zur Entfaltung. Mit kompromisslosem Einsatz und starkem Stellungsspiel meldete er seine Gegenspieler praktisch allesamt ab. In der 22. Spielminute nahm Felix Hellmuth auf der linken Außenbahn Fahrt auf und ließ gleich mehrere Schweinaer Verteidiger stehen. Mit höchstem Tempo zog er in den Strafraum und jagte den Ball aus spitzer Position unhaltbar in den rechten oberen Torwinkel. Ein geniales Tor, was für die umjubelte 0:1-Führung sorgte. Die Langetal-Elf präsentierte sich weiterhin hellwach und aufmerksam und zeigte sich im Vergleich zu den vergangenen Wochen auch im Abschluss äußerst effizient. So konnte Niklas Räsner nur zwei Minuten nach der Führung direkt nachlegen. Durchsetzungsstark behauptete er sich gegen gleich zwei Verteidiger und überspielte mit einem fast schon bogenlampenartigen Abschluss auch den herausstürmenden Torhüter des Schweinaer Fußballclubs. Zunächst sah es so aus, als würde der Ball hoch und weit neben das Tor fliegen, doch Niklas‘ Abschluss hatte noch so entscheidenden Effet, dass sich der Ball Richtung Tor drehte, einmal davor aufsetzte und anschließend unter der Latte im Netz einschlug. Der Jubel auf Seiten des MSV, allen voran natürlich bei Niklas Räsner, kannte anschließend keine Grenzen. Für den Neuzugang aus Behringen war es schließlich der erste Pflichtspieltreffer im Trikot seines neuen Vereins, und was für einer! Mosbachs Matchplan ging voll auf. Aus einer eher zurückhaltenden und defensiven Grundordnung heraus stellte die Langetal-Elf die Gastgeber vor große Probleme. Man ließ nur sehr wenig zu und setzte in der Offensive immer wieder die richtigen Nadelstiche, die dank einer beeindruckenden Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor auch entsprechend belohnt wurden. In der 30. Spielminute legte Niklas Räsner dann sogar noch einmal nach. Jonas Mäurer lief auf der rechten Außenbahn allen davon und brachte den Ball scharf in den Fünfmeterraum, wo Niklas bereits lauerte. Die Vorlage von Mäu brachte Niklas per Direktabnahme zum 0:3 im gegnerischen Gehäuse unter. Nur zwei Minuten später zeigte die Schiedsrichterin nach einem Foul im Mosbacher Strafraum auf den Elfmeterpunkt. Der Schweinaer Schütze blieb cool und verwandelte den Strafstoß souverän. Constantin Marx, der nach mehrwöchiger Verletzungspause wieder das Mosbacher Tor hütete, war dabei chancenlos. Auch wenn der FC Schweina-Gumpelstadt in den verbleibenden Minuten vor der Halbzeit noch einmal den Druck erhöhte, verteidigte der MSV die komfortable 1:3-Führung und brachte sie sicher in die Pause.
Die zweiten 45 Minuten begannen, wie die erste Halbzeit aufgehört hatte. Schweina bäumte sich auf, Schweina machte Druck. Doch immer wieder biss sich der Gastgeber an der leidenschaftlich verteidigenden Mosbacher Mannschaft die Zähne aus. In der 54. Minute musste der MSV dann jedoch einen deutlichen Nackenschlag hinnehmen. Nach einem durchaus fragwürdigen Pfiff zeigte die Schiedsrichterin ein weiteres Mal an diesem Tag auf den Elfmeterpunkt. Der Schütze des FC Schweina-Gumpelstadts blieb auch diesmal eiskalt und verwandelte zum 2:3-Anschlusstreffer. Das Spiel entwickelte sich mehr und mehr zu einer echten Abwehrschlacht, die Mosbach jedoch zu meistern wusste. Während die Schwarz-Weißen mit vereinten Kräften um jeden Ball kämpften, avancierte Constantin Marx an diesem Nachmittag zum überragenden Mann auf dem Platz. Ein ums andere Mal bewahrte er seinen MSV mit sensationellen Paraden immer wieder vor dem Ausgleich. Ob vermeintlich unhaltbare Schüsse oder Abschlüsse aus kürzester Distanz, Consti war immer wieder zur Stelle. Exemplarisch dafür war ein Freistoß in etwa der 69. Spielminute, der eigentlich perfekt getreten war und sich gefährlich in Richtung Tor senkte. Doch Consti war auf dem Posten und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über das eigene Tor. Eine Parade, die sinnbildlich für seine überragende Leistung an diesem Tag stand. Als um 16:50 Uhr schließlich der fast schon erlösende Schlusspfiff ertönte, brach auf Seiten des Mosbacher SV grenzenloser Jubel aus. Auch wenn die Schwarz-Weißen im zweiten Durchgang offensiv deutlich weniger in Erscheinung traten als noch vor der Pause, gelang es ihnen, den großen Favoriten letztlich zu bezwingen.
Mit einer leidenschaftlichen und disziplinierten Mannschaftsleistung, sorgten alle Akteure auf Mosbacher Seite dafür, dass Schweina aus dem laufenden Spiel heraus kaum zur Entfaltung kam. So konnte am Ende ein hart erkämpfter, aber dafür umso süßerer 2:3-Auswärtssieg frenetisch gefeiert werden.
Mit dem nun zweiten Saisonsieg konnte sich der Mosbacher SV endlich auch für die starken Leistungen der vergangenen Wochen belohnen. Einziger Wermutstropfen an diesem rundum gelungenen Nachmittag waren die verletzungsbedingten Auswechslungen von Felix Hellmuth und Tomislav Renic. An dieser Stelle wünschen wir beiden gute Besserung und vor allem eine schnelle Genesung.
Was der MSV an diesem Nachmittag geleistet hat, war absolut sensationell. Die Mannschaft hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie sich auch vor den großen Teams dieser Liga nicht verstecken muss. Doch das Abenteuer ist noch lange nicht vorbei! Bereits am Freitag, den 25. September, reist Mosbach ins Volksparkstadion nach Gotha. Auch dort wird die Langetal-Elf wieder alles geben, um zu zeigen, dass sie in der Landesklasse jeden Gegner ordentlich ärgern kann.
Die Startelf:
Constantin Marx, Fabian Brandau, Lucas Braun, Guido Kehr, Niklas Räsner (24‘/30‘), Philipp Urban, Dennis Voigt, Dominik Stöber, Bastian Stieler, Jonas Mäurer, Felix Hellmuth (22‘)
Die Ersatzbank:
Mika Schade, Jonas Brandau, Tomislav Renic, Yannik Peterhänsel, Nils van den Brandt, Luca Lippold, Sören Lämmerhirt
Die Wechsel:
Luca Lippold für Felix Hellmuth (46‘),
Tomislav Renic für Niklas Räsner (58‘),
Yannik Peterhänsel für Bastian Stieler (81‘),
Mika Schade für Jonas Mäurer (86‘),
Jonas Brandau für Tomislav Renic (87‘)
Die Tore: 0:1, Felix Hellmuth (22.), gesamt 3, 0:2/0:3 Niklas Räsner (24./30.), gesamt 2, 1:3/2:3 Kilian Pfaff ( 32.EF/54.EF)
Zuschauer: 223
Das Kollektiv: Lara Sophie Abeßer, Christpoher Wittler, Ronny Otto.
