Männer mit bitterer Niederlage !

Kreisoberliga Westthüringen

9. Spieltag, Sonntag, der 28.10.2018

Grün / Weiß Gospenroda – Mosbacher SV

3:2 ( 1:1 )

Gleich vorweg: Auch wenn sich die Spieler dafür am Ende nichts kaufen können – für den klasse Auftritt beim Spitzenreiter – ein großes Lob an Alle. Diese Niederlage schmerzt um so mehr, da die Mannschaft, wie schon in Ifta und in Kaltennordheim, von ” höherer ” Gewalt nicht unterstützt wurde.

Nach langer, langer Zeit stand Trainer Detlef Ortlepp ( Silko Fischer hatte Dienst ) der komplette Kader zur Verfügung. Die Startformation – Durchschnittsalter 22,8 – sah: Keeper Christian Haaß, Andy von Roda, rechts Stefan Zimmermann, links Mika Schade, Yannik Peterhänsel, das Mittelfeld mit Philipp Urban ( rechts ), Mike Zimmermann, Lukas Braun ( links ), sowie Fabian Brandau, das Sturmduo Max Hirschel mit Kevin Spittel. Warum die Hausherren noch mit 10 Feldspielern in die Halbzeit gingen – aber der Reihe nach. Ein langes Abtasten gab es nicht, es ging gleich zur Sache, hüben – wie drüben. Schiri Matthias Böttger lies alles an der langen Leine laufen, an der sehr langen Leine. Zunächst neutralisierten sich die Teams, wobei beide Liberos Andy von Roda u. Glock die Abwehrreihen zusammen hielten. So dauerte es bis zur 13. Minute, ehe der erste Schuss überhaupt auf eines der beiden Gehäuse abgegeben wurde ( Fabian Brandau). Nach einem Einwurf bekam Andy den Ball vor die Füße, sofort zog der Libero ab und zwang Rinn zur ersten starken Parade ( 20. ), auf der Gegenseite bekam Gospenroda einen Freistoß zu gesprochen, den anschließend Mirtschnik an die Latte setzte ( 22. ). Kurz darauf stockte dem MSV der Atem, als Keeper Haaß beim Abschlag wegrutschte, den Ball nahm erneut Mirtschnik – verfehlte aber das Ziel. Die für viele MSV – Fans und auch die Neutralen entscheidende Szene für das gesamte Spiel folgte nach 27. Minuten. Fabian Brandau klasse Balleroberung an der Mittelinie wurde abprubt unterbrochen. Fabian hatte keine Chance sich gegen das brutale Einsteigen von Zarschler zu wehren, da der Angreifer von hinten mit beiden Beinen die Zange ansetzte. Sofort war Rudelbildung: Max Hirschel war direkt vor Ort, nahm sich verbal Zarschler vor – logische Reaktion vom Schiri – Gelb. In der Hektik übersieht Böttger aber die Tätlichkeit von Lorenz, der Andy von Roda per Würgegriff am Hals zu Boden drückt. Wer es aber sehen muss, ist Assistent Reiner Eichenberg, der das Ganze auf dem Platz stehend genau im Auge hat. Lorenz entfernt sich ganz ” clever ” vom Tatort und entkommt somit der gerechtfertigen Roten Karte. Zarschler erhält zum Entsetzen des MSV nur Gelb. War nicht schon Hektik genug – jetzt war aber Feuer unterm Dach. Gleich bei der nächsten  Aktion, die 120 Sekunden später folgt, die nächste klare Fehlentscheidung. Lukas Braun erobert sich in der eigenen Hälfte den Ball und setzt zum Konter an. Lukas ist einen Meter vor Stark. Dem sieht man an was er vor hat: Nicht der Ball steht im Mittelpunkt, sondern die Beine von Lukas. Ebenfalls von hinten kommt die Grätsche – jetzt ist Attacke auf und neben dem Platz. Schiri Böttger wird doch nicht schon wieder – doch schon wieder – nur Gelb. Ein geregelter Punktspielbetrieb ist nun mal nur mit den Schiris überhaupt möglich. Spieltag für Spieltag stehen sie auf dem Platz und können es nicht allen Recht machen. Wenn bei den Tagungen der Männer in Schwarz nur darauf Wert gelegt wird, das Ruhe auf dem Platz ist – sonst ist sofort mit Karten zu arbeiten, dabei aber die Gesundheit der Spieler den höheren Stellenwert besitzt, dann läuft hier etwas gewaltig schief. Die Schiris haben nochmal die verdammte Pflicht die Akteure zu schützen. Für die die nicht vor Ort waren, was jetzt los war, ohne Worte. Stefan Zimmermann passt dann einen Moment nicht auf und Zarschler dringt in den Strafraum ein. Stefan bringt den Angreifer zu Fall – klarer Elfer – Schiri Böttger zeigt an, Ball gespielt. Die Reaktionen der Hausherren sind bekannt. Die Führung für Gospenroda fällt nach 37. Minuten, weil ein abgefälschter Schuss von Mirtschnik sich für Keeper Haaß unhaltbar ins lange Eck senkt. Vom Anstoß weg setzt Lukas Braun zum Solo an, kommt in den Strafraum und bringt den Ball aufs Tor Rinn lässt prallen, Max und Kevin sind zur Stelle. Beim “Gestocher ” ist am Ende des Leder 50 cm hinter der Linie. Assistent Eichenberg lässt aber die Fahne unten. So steht es beim nicht gegebenen Elfer und dieser Situation 1:1. Nun hat Lorenz seinen nächsten Auftritt und nimmt Philipp Urban maß. Jetzt ist Gelb fällig ( 41. ). Dann versämmelt Rinn seinen Abschlag. Kevin reagiert sofort, bringt aber auch die Kugel nicht im Kasten unter. Stefan Zimmermann leitet mit seinem gewonnen Zweikampf und Pass auf Fabian Brandau den Ausgleich ein. Fabian setzt sich von Luski ab, auf der linken Seite läuft Lukas auf und davon. Fabians Diagonalball – genau im richtigen Moment gespielt – nimmt der Angreifer perfekt mit und lässt Rinn null Chance ( 44. ). Völlig verdient. Nochmal zum Anfang: Warum die Hausherren noch komplett in die Pause gehen …..

Nach der Pause bringt Max Hirschel Fehlpass die Defensive in die Bredouille. Rothes Schuss hält Christian per Reflex, ebenso Luskis Kopfball nach Ecke ( 47. / 48. ). Die Gäste schlugen eiskalt zu. Andy von Roda hämmerte die Kugel aus 40 Meter auf den Kasten, Rinn lies prallen und Lukas Braun war erneut zur Stelle. 2:1 für den MSV ( 54. ). Die Hausherren reagierten und wechselten unter anderem Stark aus,  der schon lange nicht mehr auf dem Feld sein sollte. Gospenroda mit weiten Schlägen, Libero Andy hatte so wenig Mühe. Mike Zimmermann und Fabian Brandau setzten per Doppelpass zum Konter an. Philipp Urban sah genau die Lücke auf Lukas , jedoch steht Lukas um Zentimeter im Abseits ( 59. ). Freistoß für die Gäste. Fabain zirkelt auf seinen Bruder, der verpasst das Leder um Haaresbreite ( 66. ), erneut ist Fabain der Vorbereiter, als er den Neet auf die Reise schickt, jedoch rutscht dem Angreifer der Ball in aussichtsreicher Position über den Schlappen ( 70. ). Freistoß für Gospenroda. Glock läuft an, die Mauer fälscht den Ball so unglücklich ab, das Christian Haaß das Leder nur noch an die Latte lenken kann. Der  Abpraller sieht gleich 3 Hausherren vor dem Keeper, ausgerechnet Lorenz – gefühlt eine Ewigkeit nicht mehr auf dem Platz – erzielt der Kopf den Ausgleich ( 72. ). Weiter auf beiden Seiten Abnutzungskampf. Mika Schade kann sich gegen Mirtschnik nur mit Halten behelfen. Mirtschnik fährt den Ellenbogen aus und erwischt Mika unter dem Auge. Mika erhält Gelb, völlig ok. Der Angreifer weis genau was er gemacht hat und beschwört gegen Schiri Böttger seine Unschuld, was ihm auch gelingt. Den Freistoß bringt der Angreifer in den Strafraum, der MSV gewinnt das Kopfballduell, jedoch fällt der Ball genau vor die Füße von Zarschler. Christian im Tor kann den Einschlag nicht verhindern ( 82. ). Mosbach will es nicht war haben. Libero Andy von Roda gibt seinen Posten auf. Andy verschaftt sich Freifraum an der Mittellinie, was Lorenz überhaupt nicht passt und Andy foult. Lorenz kann nun endlich duschen gehen ( 87. ). Die Gäste werfen alles nach vorne. Fabians Ecke sieht Philipp Urban völlig frei, jedoch segelt der Ball am Pfosten vorbei ( 89. ). Wieder Foulspiel. Gut 35 Meter vor dem Kasten von Rinn. Andy trifft die Kugel perfekt. Wie Rinn die Fingerspitzen da noch hinbekommt, jedenfalls alles zum Haareraufen ( 90. ). Schiri Böttger pfeifft ab – nur noch kollektives Kopfschütteln bei den Gästen.

Eine bittere Pille die der MSV schlucken muss. Nun gilt es sich zu schütteln und das Augenmerk auf das erste Heimspiel seit dem 1.10. zu lenken. Der Gegner im Langetal heist dann Geisa.

Das Aufgebot: Christian Haaß, Andy von Roda (C), Mika Schade, Stefan Zimmermann, Yannik Peterhänsel, Philipp Urban, Fabian Brandau, Mike Zimmermann, Lukas Braun, Kevin Spittel, Max Hirschel.

Die Wechselbank: Max Bruder, Julian Bindel, Philipp Peterhänsel, Robert Fischer, Philipp Oberender, Phillip Raber, Chris Deubner.

Die Wechsel: Max Bruder für Yannik Peterhänsel ( 72. ), Philipp Peterhänsel für Mike Zimmermann ( 83. ).

Die Tore: 1:1 / 2:1 Lukas Braun ( 44./ 53. ), gesamt 5.

Die Zuschauer: 100 davon 32 Gäste – Fans

Der Schiri: Matthias Böttger

Die Assistenten: Reiner Eichenberg, Maik Dittrich.