Männer mit erneuten Kantersieg !

Kreis – Oberliga – Saison 2021/22

9. Spieltag, Sonntag, der 10.10.2021

SG Marksuhler SV – Mosbacher SV

1:7 ( 0:6 )

Zuschauer : 170, davon 71 MSV – Anhänger

Wie der MSV die seit Monaten anhaltente Verletztenmisere immer wieder kompensieren kann, davor muss man einfach den Hut ziehen, ob man nun MSV Anhänger ist oder nicht. Nach den Ausfällen der Langzeitverletzten Maik u. Stefan Zimmermann, Moritz Wilhelm Julian Bindel ( starke Dehnung des Leistenansatzes ) fehlte am Sonntag der komplette etatmäßige Sturm. Max Hirschel krank, sowie Kevin Spittel mit Köchelverletzung aus dem Spiel gegen Reihardsbrunn, die sich zu allen Überfluss als dreifacher Bänderriss herausgestellt hat und eine OP unumgänglich macht ( Alles Gute Kevin und schnelle Genesung ), Justin Ludwig und Lukas – Andreas Braun arbeitsbedingt, wobei Lukas zur zweiten Hälfte parat stand,  ebenfalls von der Arbeit kam Thomas Brandau unmittelbar vor Anpfiff aus Nordhausen.

 

Zunächst freute sich aber die Mannschaft über die Nachricht, das Lukas und seine Frau Sarah unter der Woche die Geburt ihrer Tochter bekannt gaben. Der jungen Familie alles erdenklich Gute, auch von dieser Stelle.

Zum Spiel: Was also tun, wenn offensiv die Personalnot angesagt ist ?. Die Flucht nach vorne antreten ! Man stelle die beiden Routiniers Matthias Regensburg und Thomas Kehr, neben Thomas Brandau bzw. Mika Schade,  in die Viererkette und zieht Fabian Brandau in den Zentrale, sichert das Ganze mit Yannik Perterhänsel und Max Bruder ab. Andy von Roda gibt die Sturmspitze, unterstützt von Jonas Brandau und Philipp Urban. Nach gespielten 11 (!!!!) Minuten war die Partie entschieden. Eine überforderte Defensive der Hausherren – dies soll nicht überheblich klingen – war zum Zuschauen verurteilt. Viel zu schnell waren die Doppelpässe speziell zwischen Andy von Roda und seinem Bruder Fabian. Dabei legte der Kapitän einen lupenreinen Hattrick hin und Philipp Urban rundete mit dem 4:0 nach besagten 11 Minuten die furiose Anfangsphase ab. Der Reihe nach: Jonas Brandaus Ballgewinn nach Anstoß sieht Fabian mit Andy im ersten Doppelpass, den Andy mit dem perfekten Heber über Keeper Morgenweck zur Führung (2.) abschließt, anschließend gewinnt Fabian den Zweikampf in Marksuhls Hälfte, zieht sofort ab, Morgenweck kann nur klatschen lassen und Andy verwandelt eiskalt per Abstauber zum 2:0 nach 6 Minuten. Selbes Strickmuster : Doppelpass zwischen den bekannten Akteuren, der Philipp Urban findet, Philipp wird unmittelbar am Strafraum zu Fall gebracht, den fälligen Freistoß zirkelt der Kapitän in die Torwartecke zum 3:0 (9.). Dann bedient Jonas Brandau Andy, der so lange wartet, bis Philipp Urban den Schritt schneller ist als sein Gegenspieler. Den genauen Pass schiebt Philipp zum 4:0 nach 11 Minuten ins Tor. Riesen Freude auf und neben dem Platz, sofern man Anhänger der Gäste ist. Um mehr Stabilität in die Defensive zu bekommen, wechselt Marksuhl zweimal frühzeitig. Offensiv geht erst mal nichts auf das MSV Gehäuse, so verleben die beiden ” Oldies ” in der Abwehr eine ruhige erste Hälfte. Thomas Kehr langer Pass sieht Philipp Urban im Strafraum auf und davon, jedoch zögert Philipp eine Tick zu lang und wird noch gestört (24.), dann wird Philipp erneut zu Fall gebracht. Andy von Roda – alles konzentriert sich auf einen direkten Schuss auf das Tor – jedoch findet seine Hereingabe den völlig blank stehenden Fabian Brandau, der volley zum 5:0 einnetzt (32.). 120 Sekunden später hat Andy erneut zugeschlagen, als Fabian den Ball durchsteckt, der Torschütze mit einer Drehung völlig alleine steht und Keeper Morgenweck   beim 6:0 keine Chance zum Eingreifen gibt. Dann muss Christian Haaß das erste Mal eingreifen, als er den Schuss von Arnold pariert (40.). 

Unmittelbar nach Wideranpfiff – Marksuhl hätte eigentlich gewarnt sein müssen – spielen die beiden Brüder einen dreifachen (!!) Doppelpass, den am Ende Fabian zum 7:0 einschiebt (47.). Lukas- Andreas Braun kommt für den immer noch unter seiner starken Rippenprellung spielenden Philipp Urban. Lukas sollte dann noch im ” Mittelpunkt ” stehen. Mika Schade muss nach 51 Minuten auf der Linie klären und verhindert so das 1:7. Fortan, warum auch immer bei diesem Spielstand, gehen die Hausherren in die Zweikämpfe, als stände es 0:0. Leitragender war speziell hier der frisch gebackene Papa. Um die Spieler zu schützen, hätte Schiri Frank Stein sofort reagieren müssen und Ruhe wäre wieder eingekehrt. Max Bruder spielt Andy frei, dessen Schuss klatscht an den Pfosten (60.). Eine Ecke der SG segelt in den Strafraum, der MSV etwas unkonzentriert, bekommt den Ball nicht weg und Ricardo Weber erzielt das 1:7 (63.). Die Gäste, völlig verständlich, gehen nur noch in den nötigen Zweikampf, wenn es sein muss. Dennoch bleiben die brenzligen Situationen im Marksuhler Strafraum. Keeper Morgenweck hält gegen Andy von Roda überragend, die anschließende Ecke setzt Yannik Perterhänsel im Fallen an die Latte (75.). Warum sich Marksuhl bei einem Einwurf in der 89 Minute so in Rage bringt, das Schiri Stein wieder Gelb ziehen muss, bleibt ein Geheimnis. Dann ist aber auch Schluss.

Und wenn die schlechten Nachrichten noch nicht genug sind : Keeper Christian Haaß muss diese Woche zur Knie – OP und fällt ebenso für Monate aus. Selbstverständlich auch an  ” Haaßi “, die besten Wünsche zur Genesung !!

Die Trainer haben es wieder verstanden, die Mannschaft so einzustellen, das der Sieg völlig zu Recht an den MSV geht. Dabei haben alle , Betonung alle, Spieler erneut ihr Vermögen unter Beweis gestellt, sich den personellen Aderlass entgegen zu stemmen. Dies geht nur mit einen funktionierenden Kollektiv. Wie dann die nächsten Wochen aussehen werden, steht dabei auf einen ganz anderen Blatt. Jedenfalls Glückwunsch zum Sieg und der Tabellenführung, die die Mannschaft gemeinsam mit den Fans ausgiebig feierte !

Das Aufgebot:  Christian Haaß, Thomas Brandau, Mika Schade, Thomas Kehr, Matthias Regensburg, Yannik Perterhänsel, Max Bruder, Fabian Brandau, Andy von Rod (C), Philipp Urban, Jonas Brandau.

Die Ersatzbank: Maik Hirschel, Robin Bötticher, Lukas – Andreas Braun.

Die Wechsel: Lukas – Andreas Braun für Philipp Urban (51.), Maik Hirschel für Thomas Kehr (62.), Robin Bötticher für Fabian Brandau (80.).

Die Tore:  1:0/2:0/3:0/6:0 Andy von Roda ( 2./6./9./ 34.), gesamt 11,  4:0 Philipp Urban (11.), gesamt 2,   5:0/7:0  Fabian Brandau (32./47.), gesamt 2

Die Zuschauer: 170

Der Schiri: Frank Stein

Die Assistenten: Jürgen Hartung, Benjamin Bojens.