Männer mit ersten Heimsieg 2019 !

Kreisoberliga – Saison 2018/19

20. Spieltag, Sonntag, der 5.5.2019

Mosbacher SV – SG FSV Lautertal Bischofroda

3:2 ( 0:1 )

Zuschauer: 177

Eins passiert beim Fußball im Langetal ganz selten: dass die Fans des MSV aus Nah und Fern einen langweiligen Tag erleben. Selbst die mitlerweile ergrauten ehemaligen Spieler konnten sich nicht erinnern, ein Spiel gesehen zu haben, was Mosbach innerhalb von 3 Minuten auf die Siegerstrasse bringt.

Wie prognostiziert mussten die Trainer eine Abwehr aufstellen, die in dieser Form noch nie zusammen gespielt hatte. Erneut stellte sich Florian Sauerbrei in den Kasten und löste seine Aufgabe mit Pravour, da Andy von Roda seinen Gelbsperre abbrummte, übernahm Max Bruder den Part des Libero. Mika Schade stand erneut rechts, Thomas Brandau links. Yannik Peterhänsel stand davor. Neben Andy von Roda fehlten: Stefan u. Mike Zimmermann, Keeper Christian Haaß, Philipp Urban, Chris Deubner, sowie Robert Fischer. So nahm neben Mortiz Wilhelm und Phillip Raber noch Thomas Kehr und Robin Bötticher platz. Beiden gilt, so wie auch Florian Sauerbrei, ein großer Dank, schließlich waren sie vor der Saison verabschiedet worden. Die Defensive machte über weite Stecken des Spieles, für ihre Verhältnisse, einen stabilen Eindruck – musste aber bei den Gegentoren wieder Lehrgeld zahlen. Die Hausherren brauchten bis etwa zur 25 Minute, ehe die Offensive sich in Szene setzen konnte. Bis dahin hatte die neue Formation doch ziemliche Abstimmungsprobleme. Die Gäste, gegen Bischofroda hatte der MSV noch kein Heimspiel gewonnen, hatten nicht nur optisch mehr vom Spiel. So musste Keeper Sauerbrei nach 6 Minuten nach Zarates Schuss zur Ecke klären. Die Führung fiel, als Max Bruder an der eigenen Aussenlinie vergas den Ball einfach zu schlagen, Dennis Voigt luchste ihm das Spielgerät ab – seine Hereingabe brauchte Daniel Hildebrandt nur noch einschieben ( 14. ). Erneut war Mosbachs Keeper gefordert, als er Voigts Freistoß per Fussabwehr zur Ecke lenkte ( 20. ). So langsam bekam das MSV – Mittelfeld mehr Zugriff auf die Partie. Gleich die erste richtig gute Chance sah den möglichen Ausgleich, als Max Hirschel den Ball an den Pfosten setzte und Philipp Peterhänsel den Nachschuss am langen Pfosten vorbei ins Aus buchssierte ( 30. ). Speziell Max Hirschel war es zu verdanken, das ein Ruck durch die Mannschaft ging und der Stürmer sich, bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung, zum besten Mosbacher aufschwang. Nach 3 Minuten stand dem Angreifer schon wieder das Aluminium im Weg – Neukapitän Fabian Brandau hatte den Freistoß genau auf dessen Kopf gebracht und als der Schuss von Kevin Spittel nur knapp sein Ziel verfehlte, waren die Hausherren im Spiel ( 38. ). Auf der Gegenseite hatte der eingewechselte Pascal Nowatzky die dicke Möglichkeit zum 2:0, verzog aber zum Glück recht deutlich ( 40. ). Bei der besten Ballstafette vor der Pause – eingeleitet von Thomas Brandau – setzte sich Lukas Braun energisch auf rechts durch und fand wieder Max Hirschel, der nun zum dritten Mal den Pfosten anvisierte – selbst Keeper Bärenklau musste schmunzeln ( 43. ).

Es folgte eine Hälfte Zwei, die absolut nichts für schwachen Nerven war, so mancher Herzschrittmacher dürfte wohl zusätzlich in Funktion gewesen sein. Der MSV schob kommplett mehr nach vorne, um früher in Ballbesitz zugelangen. Prommt ergab sich die klare Chance zum Ausgleich: über die Stationen Fabian Brandau – Max Hirschel – Philipp Peterhänsel, der die perfekte Flanke auf Lukas Braun schlug. Lukas setzt aus 4 Meter im Fallen das Leder über die Latte ( 52. ). Ein verunglückter Kopfball von Yannik Peterhänsel nutzen die Gäste zum 2:0, als Voigt dazwischen läuft und für Pascal Nowatzky auflegt ( 62. ). 120 Sekunden später erhalten die Gastgeber eine Ecke, die vom Kapitän hereingebracht wird, nach dem Luftduell zwischen Yannik Peterhänsel und Christian Kraemer fällt Max Hirschel der Ball vor die Füsse – bevor Keeper Bärenklau zur Stelle ist, steht es nur noch 1:2 aus MSV Sicht. Die Mannschaft wirkt wie aufgedreht – Max Hirschels Flankenlauf kann nicht unterbunden werden – Lukas Braun setzt sich ab und findet Fabian Brandau, der 68 Sekunden später Martin Bärenklau keine Chance zum eingreifen lässt, als sein Schuss im unteren Eck, zum 2:2 Ausgleich, einschlägt. Noch ist der Höhepunkt nicht erreicht. Weitere 120 Sekunden danach, erobert der Kapitän an der Mittelinie das Leder und schickt Kevin Spittel auf die Reise – Keeper Bärenklau eilt heraus, doch Kevin behält diesesmal die Nerven und schlenzt den Ball gekonnt zum viel umjubelten 3:2 in die Maschen. Verrückte 3 Minuten im Langetal !!. Die Gäste nur kurz geschockt, schlagen zurück, als Schlittig seinen Ball an den Aussenpfosten legte ( 73. ). Fortan lies die Defensive des MSV keine klare Chance der Gäste mehr zu, auch weil die Balance zwischen sicheren Pass und rigorosen Ballweckschlagen gefunden wurde.

Auch wenn es knapp war, auf Grund der besseren Chancen und einer deutlichen Steigerung in der zweiten Hälfte, geht das Ergebniss voll in Ordnung.

Das Aufgebot: Florian Sauerbrei, Max Bruder, Mika Schade, Thomas Brandau, Yannik Peterhänsel, Philipp Peterhänsel, Fabian Brandau (C), Julian Bindel, Max Hirschel, Lukas Braun, Kevin Spittel.

Die Wechselbank: Moritz Wilhelm, Pillip Raber, Thomas Kehr, Robin Bötticher.

Die Wechsel: Moritz Wilhelm für Max Hirschel ( 87. ).

Die Tore: 1:2, Max Hirschel ( 64. ), gesamt 6, 2:2, Fabian Brandau ( 65. ), gesamt 6, 3:2, Kevin Spittel ( 67. ), gesamt 20.

Die Zuschauer: 177, macht 1475 in 9 Heimspielen – im Schnitt 164 ( !! ).

Der Schiri: Daniel Vollmann

Die Assistenten: Reiner Eichenberg, Rene Trott.