Männer mit Sieg im Derby !

Kreisoberliga Westthüringen – Saison 2019/20

2. Spieltag, Sonntag, der 1.9.2019

Mosbacher SV – SG EFC Ruhla / Wutha – Farnroda

5:2 ( 3:2 )

Zuschauer :  288

Nach Abpfiff vom guten Schiri Johannes Drößler ( Gotha ) konnten die Hausherren den nächsten Derbysieg bejubeln, der Dank einer klaren Steigerung in den zweiten 45 Minuten völlig verdient war.

Zuvor sahen die vielen Zuschauer speziell in Hälfte Eins, ein turbulentes Spiel ( was immer fair verlief ) mit reichlich Chacen, sowie Toren auf beiden Seiten. Der Sekundenzeiger hatte drei Runden gedreht, da lagen die Hausherren schon in Front. Kevin Spittel setzte aus dem Mittelfeld heraus zum Solo an und wurde per Foul gestoppt. 23 Meter vor dem Tor, perfekt für einen Linksbeiner, lag der Ball parat. Kapitän und Libero Andy von Roda kam zum Tatort. Gästekeeper Maik Trabert hatte Sekunden später, als der Ball im Winkel einschlug, das nächste Deja -vu – Erlebnis, denn zum wiederholten Mal musste der Keeper nach einen von Roda Freistoß den Ball aus dem Netz holen. Der MSV ging etwas verändert in die Partie, für Yannik Peterhänsel stand Max Bruder auf dem Feld. Die Gäste zeigten sich nicht geschockt, versuchten gleich zu antworten. So war es Tobias Wollenhaupt,  von der MSV – Abwehr in der ersten Hälfte kaum zu stoppen, der mit seinem Drehschuss Keeper Christian Haaß auf die Probe stellt ( 11. ). Als die SG sich den ersten Ballverlust leistete, ging es ganz schnell. Fabian Brandau  setzte Kevin Spittel ein, Lukas Braun wurde von ihm genau in die Schnittstelle geschickt, jedoch war Keeper Trabert Sekundenbruchteile früher am Ball ( 15. ). Ruhla war in dieser Phase nicht nur optisch überlegen. Als der MSV zu tief stand und völlig vergaß herauszurücken, konnte Steve Fuchs in aller Ruhe, kurz hinter der Mittellinie, den Ball in den Sechzehner schlagen. Am Ende fällt das Leder Younes El Antaki vor den Fuss und schiebt aus kurzer Entfernung zum Ausgleich ein ( 19. ). Schon zum diesem frühen Zeitpunkt standen die Gäste mit ihrer Viererkette ziemlich hoch. Als der MSV in der eigenen Hälfte einen Freistoß durch Andy von Roda ausführte, war Kevin Spittel auf und davon. Der Torjäger lies Maik Trabert keine Chance und er MSV führt mit 2:1 (23.). Nur 4 Minuten später war es ein erneuter Ballverlust, der schon die Vorentscheidung hätte bedeuten können. Wieder geht Kevin Spittel, eingesetzt von Fabian Brandau, auf die Reise, jedoch hält Trabert diesemal stark. Die Gäste bleiben nichts schuldig, haben etwas Übergewicht. El Antaki versuchte es im Drippling, konnte jedoch ein – zweimal mit vereinten Kräften gestoppt werden. Christian Haaß`s etwas verünglückter Abschlag wird zum Bummerang. Die MSV – Abwehr bekommt am Ende nicht mehr den nötigen Zugriff und Tobias Wollenhaupt vollendet, unhaltbar für Christian ins lange Eck, zum 2:2 Ausgleich (34.). Erneut stehen die Gäste bei eigenem Angriff schlecht gestaffelt. Es ist halt die Crux im moderen Fußball: arbeitet die gesamte Mannschaft, bei Spielweise mit Viererkette, schlecht in der Defensive, dann sieht die letzte Reihe halt immer schlecht aus. Kommen auf der anderen Seite die Angreifer mit Tempo in die Räume, brennt es lichterloh. So auch vor der erneuten Führung des MSV, als Philipp Peterhänsel genau den Zweikampf gewinnt der Ruhla in Verlegenheit bringt. Jedenfalls gelangt der Ball über Philipp zu Thomas Brandau, der schon viel Zeit hat – Lukas Braun läuft genau in den Raum den die Viererkette anbietet und wird perfekt in Szene gesetzt. 30 (!!) Meter vor dem Tor nimmt der Angreifer das Leder mit – läuft alleine auf Keeper Trabert zu und schiebt gekonnt ins kurze Eck zur erneuten Führung (38.) ein. Trublente erste 45 Minuten sind vorbei !

Nach dem Wechsel standen die Mittelfeldspieler, sowie die Manndecker der Hausherren sofort enger, aber auch besser gestaffelt. Schon vorweg: So konnte sich die SG bis zum Schlusspfiff aus dem Spiel heraus, keine einzige klare Chance erarbeiten. Tobias Wollenhaupt war, je länger die Partie dauerte, fast nur noch auf sich gestellt und rieb sich bis zu seiner Auswechslung immer mehr in Zweikämpfe auf. Andy von Roda leitete mit seinem Anspiel auf Kevin Spittel die nächste große Möglichkeit ein. Der Neet findet Max Hirschel – Max setzt seinen Drehschuss etwas zu hoch an und verfehlt den Winkel nur knapp (48.). Eine deutliche Spielverlagerung in die Hälfte der Gäste war nun zu erkennen, Fabian Brandau stand nun viel Zentraler im Mittelfeld, Julian Bindel und sein Pondon auf der anderen Seite, Lukas Braun machten Meter um Meter. Die Vorentscheidung leitet erneut der Kapitän ein, nachdem die Gäste ihren Angriff nicht ausgespielt hatten und der Ball ins Leere ging. Über die Stationen Andy von Roda – Lukas Braun und Fabian Brandau ( alle hatten Zeit und viel Platz ), wird Kevin Spittel in die Gasse schickt. Kevin scheitert am Pfosten, jedoch steht Max Hirschel da, wo halt der Mittelstürmer stehen muss und drückt das Leder zum 4:2 über die Linie (58.). Weitere 180 Sekunden später gewinnt der Torschütze seinen Zweikampf und sieht Lukas Braun im Rücken der Abwehr starten. Lukas Schuss zischt am langen Pfosten vorbei ins Aus. Die Gäste erhalten einen Freistoß in aussichtsreicher Position zugesprochen. Younes El Antaki zirkelt den Ball über die Mauer – Keeper Haaß lenkt den selbigen an die Latte – den Abpraller schlägt die Abwehr konsequent aus der Gefahrenzone (65.). Auf der anderen Seite läuft Andy von Roda zum Freistoß an. Maik Trabert stellt Steve Fuchs direkt neben den Pfosten, was auch gut so für den Keeper war, denn genau dahin donnert Andy den Ball und Fuchs klärt per Kopf (68.). Erneutes Duell El Antaki vs Haaß. Wieder setzt Ruhlas Neuzugang den Ball gut an, wieder hält Christian stark und lenkt zur Ecke (70.). Und wieder die andere Seite: Andy von Rodas Solo über den gesamten Platz wird per Foul unterbunden. Diesesmal nimmt Max Hirschel Maß – Keeper Trabert lenkt ebenfalls zur Ecke (75.). Der endgültige K.o. für die Gäste kommt genau 60 Sekunden später. Der Ball kommt erneut zu Max Hirschel, Max setzt zum Solo an, bleibt hängen bekommt aber, weil er erneut Nachsetzt, des Leder zurück  und zieht aus 10 Meter ab und es steht 5:2. Ruhla hat verständlicher Weise nichts mehr entgegen zu setzten und hat noch Glück, als Keeper Trabert einen erneuten Freistoß von Andy von Roda am Winkel ” vorbei schaut ” (89.).

So behält der MSV völlig verdient die Punkte im Langetal, weil wieder einmal Moral und Leidenschaft im Langetal die Oberhand hatten, auch wenn es spielerisch nicht alles nach Wunsch lief – entscheident sind die Punkte!.

Bereits am Freitag, den 6.9. ab 18.30 Uhr kommt mit Ifta der nächste Brocken ins Langetal. Schon jetzt ist klar das die Hausherren nicht in Bestbestzung antreten können.

Das Aufgebot: Christian Haaß, Andy von Roda (C), Thomas Brandau, Max Bruder, Stefan Zimmermann, Philipp Peterhänsel, Fabin Brandau, Lukas Braun, Julian Bindel, Max Hirschel, Kevin Spittel.

Die Wechselbank: Marcel Schade, David Häuschen, Philipp Urban, Yannik Peterhänsel, Mika Schade.

Die Wechsel: David Häuschen für Max Bruder (76.), Philipp Urban für Max Hirschel (87.).

Die Tore: 1:0, Andy von Roda (3.), gesamt 1, 2:1, Kevin Spittel (23.), gesamt 1, 3:2, Lukas Braun ( 38.), gesamt 1, 4:2/5:2, Max Hirschel (58./78.), gesamt 3.

Die Zuschauer: 288 – macht bei einem Heimspiel im Schnitt 288.

Der Schiri: Johannes Drößler ( Wacker Gotha )

Die Assistenten: Paul Drößler, Sven Grundl.