Männer mit Unentschieden gegen Aufstiegsfavoriten !

Kreisoberliga – Saison 2018/ 19

17. Spieltag, Sonntag, der 30.3.2019

Mosbacher SV – SG Ifta / Scherbda

1:1 ( 0:0 )

Zuschauer: 247

Dank eines Tores von Chris Deubner in der Nachspielzeit, rettet der MSV den hochverdienten Punktgewinn und der selbsternannte Aufstiegsaspirant aus Ifta kommt mit einem Blauen Auge davon !

Seit nun fünf Jahrzenten ( Ende der 1960 -ziger Jahre, in der damaligen 1. Kreisklasse ) kommt es zu den Aufeinandertreffen beider Mannschaften und die wenigsten – die allerwenigsten wurden durch spielerische Mittel entschieden – überwiegend waren es Abnutzungskämpfe. Wer von den 247 Zuschauern am vergangenen Sonntag dachte, es kommt anders, sah sich spätestens nach der Verletzung von Philipp Urban getäuscht.

Mika Schade stand für den verletzten Stefan Zimmermann in der Startformation, ebenso Mike Zimmermann. Nur wenige Minuten waren in die Partie gespielt als Philipp Urban an der Mittellinie gefoult wurde und verletzt ausschied ( 10.). Moritz Wilhelm kam aus Feld und musste seine Feuertaufe bestehen. Moritz setzte gleich eine Duftmarke, was auch gut so war, nur so konnte sich der junge Spieler Respekt verschaffen. Als dann 4 Minuten später Thomas Brandau mit Leistenzerrung vom Platz ging, waren die Gastgeber gezwungen, sich komplett neu zu ordnen. Max Bruder rücke auf die linke Abwehrseite und der eingewechselte Philipp Peterhänsel übernahm dessen Part. Bis dahin wurden die Strafräume kaum genutzt, Zweikämpfe waren angesagt, mal hart- mal darüber hinaus. Als Fabian Brandau auf Lukas Braun spielte, fand Lukas Torjäger Kevin Spittel, dessen Drehschuss verfehlte das Ziel um 1 Meter ( 16. ). Abwehrspieler Kebs langte zum ersten mal hin und bekam Gelb ( 19. ). 5 Minuten später kann er sich bei Schiri Martin Falk bedanken, nicht für sein rüdes Foul an Lukas Braun zum Duschen geschickt zu werden. Jedenfalls jagt Fabian Brandau den Freistoß auf die Torwartecke und Keeper Wallstein hält stark. Auf der Gegenseite versuchen die Gäste durch Konter in die Gefahrenzone zu kommen. Die fehlende Präzision beim letzen Pass, lässt den MSV durch Andy von Roda die meisten Situationen bereinigen oder die Hereingaben durch den Fünfer finden keinen Abnehmer. Die Intensität der Zweikämpfe nahm von Minute zu Minute zu, längere Ballstafetten fanden nicht statt. So mussten die Fans bis zur 43. Minute warten. Max Burder setzte zum Solo über den halben Platz an. Sein Schuss kurz vor der Strafraumgenze abgegeben, flog einen halben Meter über den Querbalken.

Gästecoach Stephan Koch lies Steve Kebs in der Kabine. Die Hausherren begannen ihre Schlagzahl zu erhöhen: Mike Zimmermanns Schuss wurde geblockt ( 49. ), Julian Bindel war nur mit Foul zu stoppen, den fälligen Freistoß knallt Andy von Roda an die Latte ( 52. ), dann hat nach Vorarbeit von Fabian Brandau Lukas Braun die Führung auf den Fuss – Keeper Wallstein verkürzt den Winkel und pariert erneut stark ( 54. ). Wieder steht Lukas im Mittelpunkt, als er völlig überrascht, nach einer von Andy von Roda flach getretennen Ecke, das Leder 3 Meter vor dem Tor nicht richig trifft ( 56. ). Die Gäste erhalten einen Freistoß zugesprochen. Damian Wallsteins langer Ball findet am Ende Tobias Leinhos, der für einen kurzen Moment zu viel Platz bekommt und auf lange Ecke zieht. Keeper Christian Haaß ist die Sicht komplett verdeckt und kann so das 0:1 nicht verhindern ( 57. ). Wie schon in Gotha hat Christian keine wirklich schwere Probe zu bestehen und muss das Leder aus dem Tor holen. In der Folgezeit nehmen die Zweikämpfe noch mehr an Intensität zu, auch verbal. Der MSV hat aber eines aus den vergangenen Partien gegen Ifta gelernt: willst du bestehen, dann halte dagegen. Die Reaktionen der Gästefans, weil auch einer ihrer Spieler nun zu Boden geht, zeigen dies mehr als deutlich. Erneutes Foul vor dem Gästestrafraum, Andy von Roda knallt den fälligen Freistoß, wie sein Bruder, auf die Torwartecke und Wallstein bekommt irgenwie die Hände noch nach oben und pariert wieder ( 72. ). Philipp Peterhänsel gewinnt seinen Zweikampf gegen Leon Raddau. Philipp ist vorbei – Raddau trifft seinen Gegenspieler am Fuss, der seinerseits sofort merkt – dass wars. Philipp will zwar weitermachen, es geht aber nicht. Chris Deubner kommt ( 75. ). Für die nächsten Wochen ist Philipp nun außer Gefecht und hätte sich gerne nach Spielende über eine Entschuldigung gefreut. Jedenfalls war es nun endgültig das Signal für die Grüne Hütte, wenn nicht schon vorher Alarm war – dann jetzt. Die Gäste spielten fortan auf Zeit, völlig ligetim, hatten aber vergessen das jede Minute nachgespielt wird. Den Hausherren rannte die Zeit davon, Ifta stand tief. Moritz Wilhelm entwischte über Rechts. Seine Flanke rutscht über den Senkel, Keeper Wallstein kommt heraus und unterschätzt die Flugbahn – im Rückwärtslaufen kann er mit den Fingerspitzen den Einschlag verhindern ( 87. ). Die Gäste versuchen zu Kontern, jetzt fehlt aber die nötige Genauigkeit – so verpuffen ihre Bemühungen. Fabain Brandau wird in zentraler Position zu Fall gebracht. Erneut legt Kapitän von Roda den Ball zu recht. Diesesmal zirkelt er den Freistoß als Aufsetzer über die Mauer – Wallstein lenkt im allerletzten Moment zur Ecke. Die hat dann Folgen. Andy bringt die Ecke, Iftas Abwehr bekommt das Spielgerät nicht richtig aus der Gefahrenzone, Chris Deubner sieht genau die Lücke und zirkelt den Schuss ins lange Eck zum umjubelten und so was von verdienten Ausgleich ( 90+4 ). Die Grüne Hütte ziegt an, noch 120 Sekunden. Es folgt das Herzschlagfinale. Kapitän von Roda blieb gleich in der Spitze, Mike Zimmermann findet Andy – dessen Ablage entblößt die komplette Iftaer Defensive. Kevin Spittel alleine auf Wallstein zu laufend, macht den Versuch den Keeper zu umspielen und bleibt hängen ( 90+6. ). Schiri Falk pfeifft erst gar nicht wieder an !!.

Erneut zeigt der MSV große Moral, weil alle, wirklich alle ihr bestes geben, auch wenn das spielerische Moment darunter leitet und verdaut seine nun immer länger werdente Verletzenliste mit Pravour.

In einen Spiel das nichts für schwache Nerven war, trennen sich die alten Rivalen 1:1, wobei die Gäste genau wissen bei wem sie sich zu bedanken hatten, ihrem mit Abstand besten, Keeper Björn Wallstein.

Unterdessen hat der MSV fristgerecht auf einen möglichen Auftsieg in die Landesklasse verzichtet, was aus fianziellen und sportlichen Gründen nur all zu verständlich ist. Hinzu kommen die räumlichen Gegebenheiten des Sozialgebäudes, was mit nur 2 kleinen Kabinen schon lange nicht mehr den moderen Anforderungen entspricht.

Das Aufgebot: Christian Haaß, Andy von Roda (C), Mika Schade, Thomas Brandau, Max Bruder, Mike Zimmermann, Julian Bindel, Fabian Brandau, Philipp Urban, Kevin Spittel, Lukas Braun.

Die Wechselbank: Philipp Peterhänsel, Moritz Wilhelm, Chris Deubner, Max Hirschel, Robert Fischer.

Die Wechsel: Moritz Wilhelm für Philipp Urban ( 10. ), Philipp Peterhänsel für Thomas Brandau ( 14. ), Chris Deubner für Philipp Peterhänsel ( 75. ).

Das Tor: 1:1, Chris Deubner ( 90+4 ), gesamt 1.

Die Zuschauer: 247, gesamt bei 8 Heimspielen: 1327 – ein Schnitt von 165 ( !! ).

Der Schiri: Martin Falk

Die Assistenten: Lars Engelmann, Pascal Dietsch.