MSV biegt Heimspiel zu seinen Gunsten !

23. Spieltag, Montag, der 21.5.2018

Mosbacher SV – Kali Unterbreizbach

4 : 3 ( 0 : 2 )

Zuschauer: 130

Der MSV kommt nach zweimaligen 2 – Torerückstand zurück und behält Dank der Gala der Brüder Andy, sowie Fabian, am Ende eines verrückten Spieles gegen Unterbreizbach, die Oberhand. Eigentlich sollten die Hausherren aus seiner sicheren Abwehr heraus die Partie bestreiten – eigentlich. Über fast die gesamten 90 Minuten wackelte der MSV in der Abwehr mehr als nur bedenklich. Viel zu offensiv wurde schon in den ersten Minuten agiert, anstatt erst einmal Sicherheit in die Reihen zu bringen. Die abstiegsbedrohten Gäste spielten agressiv im Pressing, was gleich Fabian Brandau im ersten Zweikampf zu spüren bekam. Der agile Sauerbrei war für die Abwehr über die gesamte Spielzeit ein ständiger Unruheherd, auch weil Philipp Oberender sich viel zu oft im Vorwärtsgang befand. 2 Halbchancen des MSV sahen die Fans zu nächst: Andys Abschluss nach selbst initiierten Konter  ( 8. ) und bei Fabians Flanke verlängert Julian Bindel den Ball per Kopf auf Kevin Spittel, der an Torhüter Philipp Jäger scheitert (11.), jener Jäger, der sonst als Sturmspitze dem MSV schon manches Ei in den Kasten gelegt hat. Die Führung der Gäste entsteht durch krasse Stellungsfehler im Mittelfeld – am Ende der Fehlerkette kann die Abwehr den Querpass auf Sauerbrei nicht mehr unterbinden. Sauerbrei schiebt in aller Ruhe zum 0:1 ein (13.). Als der Torschütze nur 6 Minuten später erneut ohne Gegenwehr vor Torhüter Christian Haaß auftaucht und zum Glück verzieht, stellt sich der Defensivverbund erneut keine guten Noten aus. Die Fans sehen Julian Bindels energisches Durchsetzen über die rechte Seite, sein Ball findet Kevin, der an Jäger nicht vorbei kommt ( 19. ). Was sich die Abwehr beim 0:2 gedacht hat – das wird wohl ihr Geheimniss bleiben. Bei einem simplen Einwurf sprigt der aufsetzte Ball über 2 Abwehrspieler und Berger, verdutzt über diese Möglichkeit, lässt sich nicht zweimal bitten ( 25. ). Jetzt, nach der Hälfte der ersten 45 Minuten, scheint Teilen der Mannschaft ein Licht aufzugehen – hier muss ganz anders agiert werden. Für die verbleibende Spielzeit vor der Pause kommen die Hausherren besser in das Geschehen. Den möglichen Anschlusstreffer nach Andys Fackel, verhindert die Latte und den Abpraller setzt Max Bruder am langen Pfosten ins Aus ( 31. ). Yannik Peterhänsel ziehlt nach Ecke von Fabian einen Tick zu hoch ( 41. ) und Julians gute Vorarbeit kann dann erneut Torjäger Spittel nicht nutzen ( 44. ). Schon seit längeren Zeitraum versuchen die Trainer Einfluss auf die Partie zu nehmen, doch vor der Pause werden ihre Ansagen nicht war genommen. So gibt es deutlichen Redebedarf in der Kabine.

Die Trainer reagieren nicht nur verbal, sondern auch personell. Thomas Kehr kommt für Thomas Brandau und geht auf den Libero, dafür rückt Stefan Zimmermann nach rechts, Philipp Peterhänsel kommt für Kevin Spittel und spielt vor Stefan. Andy geht in die Spitze, neben Julian. P. Oberender setzt mit seinem Solo das Signal zur Aufholjagd. Jäger pariert per Reflex ( 48. ). Dann bringt die individuelle Klasse von Andy und Fabian den Anschlusstreffer. Auf engsten Raum spielen beide Doppelpass miteinander – den Einschlag des Balles – Absender Andy – bekommt Jäger garnicht mit ( 53. ). Neue Hoffnung im Langetal. Sie hält genau 3 Minuten, weil ein völliger Blackout der Defensive, gleich 5 ( !!! ) MSV Spieler bekommen Angreifer Leder nicht unter Kontrolle, zum erneuten 2 Tore – Abstand führt. Torhüter Haaß kann dem Ball nur noch hinterher schauen. Normalerweise der Ko – Schlag. Was jedoch dann im Langetal geschieht und das nicht zum ersten Mal – die Hausherren geben sich nicht auf – auch weil Trainer Silko Fischer permanent  die Mannschaft animiert – weiter Männer, weiter. Fabian übernimmt immer mehr die Hoheit im Mittelfeld. Sein Solo kann nur regelwiedrig unterbunden werden. Den fälligen Freistoß jagt Andy aus perfekter Position zum erneuten Anschluss in die Maschen ( 68. ). Genau im Gegenzug vereitelt Torhüter Haaß mit einer Glanztat den nächsten Schok für den MSV , als er Sauerbreis Schuss um den Pfosten lenkt. Wie gesagt, die Defensive am gestrigen Tag. Die Offensive hatte dann aber alles im Griff und ersparte so der Hintermannschaft noch mehr Schweißperlen auf der Strin. Nach einer Ecke können die Gäste das Spielgerät nicht aus der Gefahrenzone befördern, Julians entscheidenter Pressschlag, setzt den Ball in der Luft in Rotation. Torhüter Jäger unterschätzt die Flugkurve und legt unfreiwillig den Ball Andy vor die Füsse, der nur noch ins leere Tor schieben brauch ( 78. ). Anstoß am Mittelpunkt – die Gäste vertendeln – Fabian schnappt sich das Leder und läuft fast ohne Gegenwehr bis weit in den Strafraum. Jäger ist innerhalb von 72 Sekunden zum zweitenmal geschlagen und der MSV führt mit 4:3. Unterbreizbach versucht es nochmal, doch jetzt, erst jetzt, behält die Defensive die Kontrolle über die Angreifer.

Erneut kann der MSV sich zu Hause aus einer fast aussichtlos erscheinenden Situation retten. Auch wenn Fußball eine Mannschaftssportart ist – alle wissen bei welchen Spielern sie sich zu bedanken haben – wohl wissend – nicht immer geht es noch so positiv aus.

Das Aufgebot: Christian Haaß, Stefan Zimmermann, Thomas Brandau ( C. ), Yannik Peterhänsel, Philipp Oberender, Mike Zimmermann, Fabian Brandau, Julian Bindel, Max Bruder, Andy von Roda, Kevin Spittel.

Die Wechselbank: Thomas Kehr, Philipp Peterhänsel, Christian Kött, Florian Morgenweck.

Die Auswechslungen: Thomas Kehr für Thomas Brandau ( 46. ), Philipp Peterhänsel für Kevin Spittel ( 46. ), Christian Kött für Philipp Oberender ( 63. ).

Die Tore: 1:2 / 2:2 / 3:2, Andy von Roda ( 53. / 68. / 78. ), gesamt 16,  4:3, Fabian Brandau ( 79. ), gesamt 5.

Die Zuschauer: 130 , gesamt zu Hause in 12 Spielen, 1984 – im Schnitt 165.

Der Schiri: Chris Hollandt

Die Asisstenten: Christian Krech, Christian Möller