MSV feiert höchsten Derby – Sieg !

Kreisoberliga – Saison 2021/22

18 Spieltag, Sonntag, der 8.5.2022

Mosbacher SV – SG EFC Ruhla/ Wutha – Farnroda

6:0 (2:0)

Zuschauer: 333

Viel besser hätte man sich den gestrigen Sonntag aus MSV-Sicht nicht erträumen können. Mit 6:0 (2:0) konnte man das im Vorfeld mit Spannung erwartete Derby gegen die SG Ruhla/Wutha I für sich entscheiden. Bestes Fußballwetter, eine stimmungsvolle und lautstarke Kulisse von 333 Zuschauern im Langetal und ein am Ende auch in dieser Höhe verdienter Sieg.
Im Vergleich zum Vacha-Spiel tauschten Detlef Ortlepp und Silko Fischer zweimal. Kapitän Andy von Roda (nach Gelbsperre) und Max Bruder rückten für Routinier Thomas Kehr (Urlaub) und Julian Bindel in die Startelf, bildeten auch gemeinsam die Doppelsechs. Vor Keeper Christian Haaß begann Yannik Peterhänsel wieder auf seiner angestammten Position in der Viererkette, die von Nebenmann Mika Schade, sowie den beiden Außen Jonas – und Thomas Brandau komplettiert wurde. Hinter Torjäger Kevin Spittel, der erneut die einzige Sturmspitze bildete, agierte Lucas Braun als Spielmacher sowie den beiden Flügelspielern Moritz Wilhelm und Philipp Urban.
Zum Spiel:
Wie eingangs bereits erwähnt. Die Rahmenbedingungen fürs Derby waren nahezu ideal. 20 Grad in der Sonne und eine großartige Kulisse. Die „Mosbacher Jungs“ sorgten über die gesamten 90 Minuten für einen überragenden Support. Riesen-Dank dafür. Ich denke, dass auch einige höherklassige Teams von solch einer Unterstützung nur träumen können.
Die Anfangsphase verlief ausgeglichen. Beide Teams versteckten sich nicht, es wog und her. Die Gäste machten dabei den Anfang. Janne Gebstedt kam nach Flanke von Steve Fuchs zum Abschluss, verfehlte das Tor aber um einige Meter (3.). Auf der Gegenseite wurde Philipp Urbans Schuss gerade noch zur Ecke geblockt. Diese zog Andy von Roda direkt aufs Gehäuse, der Ball flog aber knapp am langen Pfosten vorbei (5.). In der 10. Minute kombinierte sich der EFC gut durchs Mittelfeld. Am Ende bediente Younes El Antaki mit einem schönen Pass Steve Fuchs. Der Stürmer tauchte aus halbrechter Position frei vor Christian Haaß auf, doch der Keeper behielt die Oberhand und verhinderte mit einer guten Fußabwehr das 0:1. Wenig später ließ Kevin Spittel das erste Mal aufhorchen. Einen zu kurz abgewehrten Ball nahm der Torjäger aus 15 Metern direkt und verzog knapp. (14.). Den Torschrei auf den Lippen hatten die MSV-Anhänger erstmals nach 21 Minuten, als Andy von Roda aus über 30 Metern einen Freistoß-Aufsetzer an den Außenpfosten zimmerte. Aber auch die Gäste setzten in der ersten halben Stunde immer wieder Achtungszeichen. Beispiel gefällig: Younes El Antaki wurde halbrechts Strafraum freigespielt. Christian Haaß im Tor war aber erneut sehr aufmerksam, drängte den EFC Kapitän gut nach außen ab, sodass er am Ende nur die Möglichkeit zur Flanke hatte. Diese konnte Jonas Brandau mit cleverem Stellungsspiel klären (25.). Langsam, aber sicher erarbeitete sich der MSV ein leichtes Übergewicht im Mittelfeld. Gerade Max Bruder erwies sich in den direkten Duellen als sehr zweikampfstark. Eine seiner Ballgewinne leitete dann auch die vermeintliche Führung ein. Philipp Urban flankte aus dem Halbfeld in Richtung langer Pfosten und Moritz Wilhelm köpfte ein (29.). Allerdings stand der Flügelspieler dabei denkbar knapp im Abseits. Korrekt entschieden vom Schiedsrichtergespann um Dirk Honnef, welches sich über die kompletten 90 Minuten Bestnoten verdiente. Mosbach blieb nun am Drücker. Lucas Braun versuchte es 14 Metern aufs kurze Eck. Sören Lämmerhirt im EFC-Gehäuse parierte klasse und ließ sich auch bei der nachfolgenden Ecke nicht überraschen (31.). In der 34. Minute dann für viele der Knackpunkt der Partie: Janne Gebstedt, erst 2 Minuten zuvor mit Gelb verwarnt, kam im Zweikampf mit Andy von Roda deutlich zu spät. Dirk Honnef hatte keine andere Wahl und schickte den Flügelspieler, bis dato einer der Aktivposten beim EFC, mit Gelb-Rot vom Platz. Die Gäste zogen sich daraufhin etwas zurück, machten aber größere Fehler in der Defensive, die der MSV sofort ausnutzte. Kevin Spittel bediente mit einem schönen Pass über die Abwehr Andy von Roda. Der Kapitän war einen Tick früher als Sören Lämmerhirt am Ball und hob die Kugel gefühlvoll zum 1:0 ins Tor (39.). Riesenjubel im Langetal! Und es sollte noch besser kommen: Nur 4 Minuten später angelte sich Kevin Spittel einen Fehlpass der Gäste und zog unnachahmlich davon. Weder Innenverteidiger Iskander Ezzine, noch Keeper Sören Lämmerhirt konnten den Stürmer halten und es stand 2:0 (43.), gleichzeitig der Halbzeitstand.
Trotz Unterzahl erwischten die Spielgemeinschaft den besseren Start in den 2. Durchgang. Nach Flanke von Steve Fuchs setzte Hamid Mohammdi technisch sehenswert zum Fallrückzieher an. Doch nicht minder schön war die Parade von Christian Haaß, der den Ball aus dem langen Eck fischte (50.). Ansonsten verlebte die Abwehr um Yanik Peterhänsel und Mika Schade eine ruhige 2. Halbzeit, denn in der Folge übernahm der MSV wieder das Zepter, ließ nun Ball und Gegner laufen. Die endgültige Entscheidung sahen die Zuschauer dann bereits nach 61 Minuten. Lucas Braun hechtete in einen Freistoß von Andy von Roda und erzielte per Kopf das 3:0. Davon erholte sich der Gast nicht mehr. Bereits 3 Minuten später legte Kevin Spittel das 4:0 nach. Thomas Brandaus Ballgewinn war der Ausgangspunkt. Philipp Urban spielte Andy von Roda frei. Bei dessen Flanke musste der Kreisoberliga-Torschützenkönig von 2018 nur noch den Fuß hinhalten (64.). Beim EFC wurden die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen nun immer größer, was die Elf aus dem Langetal immer wieder für sich ausnutzte. Die Zuschauer sahen nun einige gelungene Kombinationen in Richtung des Gehäuses von Sören Lämmerhirt. Eingeleitet vom eingewechselten Julian Bindel tauchte Lucas Braun frei vorm Tor auf, wurde aber im letzten Moment noch geblockt (66.). 1 Minute später zog Philipp Urban nach Steilpass von Andy von Roda auf und davon. Der Linksfuß versuchte es per Lupfer, setzte diesen aber etwas zu hoch an. Die Gäste bekamen in der 68. Minute nochmal einen gefährlichen Freistoß. Christoph Eisenberg fand aber aus 18 Metern seinen Meister in Christian Haaß. Besser machte es auf der Gegenseite dann Andy von Roda. Einmal zeigte sich hier auch die Cleverness des MSV-Kapitäns. Während die SG noch dabei war, die Mauer zu formieren, führte der 32-jährige den Freistoß schnell aus und markierte das 5:0 (76.). Übrigens auch hier eine korrekte Regelauslegung von Schiedsrichter Dirk Honnef. Dieses Tor stand aus Gästesicht wohl sinnbildlich für einen gebrauchten Tag. Auch der Ehrentreffer sollte dem EFC nicht mehr gelingen Nico Fuchs konnte die gute Vorlage vom eingewechselten Routinier Dominic Henning, der nach langer Verletzungspause vor einigen Wochen sein Comeback gab, nicht nutzen (84.). Im Gegenteil, der MSV machte noch das halbe Dutzend voll. Lucas Braun bediente mit einem herrlichen Schnittstellenpass Justin Ludwig, der ebenso wie Philipp Oberender und Maik Hirschel eingewechselt wurde. Der junge Stürmer ließ Sören Lämmerhirt abermals keine Abwehrchance und vollendete gekonnt per Außenrist – 6:0 (90.). Der Schlusspunkt im Langetal, denn Dirk Honnef pfiff gar nicht mehr an. Ein am Ende auch in dieser Höhe verdienter Derbysieg, welchen Spieler und Fans des MSV zusammen bis in die späten Abendstunden auch gebührend feierten. Herzlichen Glückwunsch an Mannschaft und Trainer!
Mit einer Doppelschicht geht es am kommenden Wochenende bereits weiter. Freitagabend gastiert man in Friedrichroda gegen den FSV Reinhardsbrunn (18:30 Uhr). Sonntag steht das Pokalhalbfinale beim FSV Barchfeld an.
Anpfiff ist 15:00 Uhr.
 
Das Aufgebot: Christian Haaß, Jonas Brandau, Mika Schade, Yannik Peterhänsel, Thomas Brandau, Max Bruder, Lucas – Andreas Braun, Andy von Roda, Moritz Wilhelm, Philipp Urban, Kevin Spittel.
 
Die Wechselbank: Julian Bindel, Justin Ludwig, Maik Hirschel, Philipp Oberender.
 
Die Wechsel: Julian Bindel für Moritz Wilhelm (63.), Justin Ludwig für Kevin Spittel (72.), Philipp Oberender für Philipp Urban (79.), Maik Hirschel für Thomas Brandau (83.).
 
Die Tore: 1:0/5:0 Andy von Roda (39./76.), gesamt 23,  2:0/4:0 Kevin Spittel (43./64.), gesamt 6, 3:0 Lucas Braun (61.), gesamt 7, 6:0 Justin Ludwig (90.), gesamt 2. 
 
Die Zuschauer: 333, macht bei 9 Heimspielen gesamt 1649 – im Schnitt 183
 
Der Schiri: Dirk Honnef
 
Die Assistenten: Paul Drößler, Jonas Scheffel.