MSV im Halbfinale !

Unter dem Motto: Egal wie, aber am Ende verdient spring der MSV durch ein 2:0 über den Gastgeber FSV Leimbach ins Pokal – Halbfinale. Zwei Tage nach der Spielabsage in Ifta konnte der MSV zumidest wieder elf Spieler auf das Feld schicken. Dazu kamen noch drei Wechselspieler. Der Kapitän Andy von Roda war durch seine zwei Gelben – Karten zum zuschauen verurteilt. Lucas Braun ging mit dick badagierten Knöchel in die Partie, Julian Bindel stand nach langer Verletzungspause wieder in der Startformation. Vor der Führung des MSV entwickelten sich über weite Strecken der Begegnung, kaum unmittelbare Torraumszenen. Großen Anteil daran hatte der miserable Zustand der “ Spielfläche „. Die Hausherren die diesen Fakt gewohnt sind, arbeiteten mit langen Schlägen auf die robusten Angreifer. Die engere Abwehr der Gäste brauchte gut 20 Minuten um sich darauf einzustellen, ohne das Keeper Christian Haaß ernsthaft eingreifen musste, was bis zum Abpfiff durch den unsicheren Schiri Lars Engelmann, sich nicht ändern sollte. Max Bruder gab lautstark Kommandos und hielt als erster in den Zweikämpfen dagegen.  Der MSV konnte seine technische Überlegenheit so gut wie überhaupt nicht auf das Feld bringen, musste immer wieder den Ball erst unter Kontrolle bringen und verschaffte Leimbach so die Zeit zum eingreifen. Nach gut 30 Minuten bekam der Gast mehr Zugriff, auch weil die Offensiven viel aggressiver die Abwehr anliefen. Prompt konnten Ballgewinne erzwungen werden, die aber zum Einen auf der Wiese nicht zum Mitspieler gebracht wurden, zum anderen verteidigte der FSV mit viel Leidenschaft. So dauerte es bis zur 40 Minute als über vier Stationen die gesamte Leimbacher Abwehr ausgehebelt wurde und Lucas Braun freie Schussbahn im Sechzehner hatte. Lucas trifft den Ball nicht richtig, weil dieser beim Aufsetzen im Sand versprang. Halbzeit.

Nach dem Wideranpfiff bietet sich kaum ein anderes Bild. Mit einer Ausnahme: die Hausherren fangen an und bekommen Konditionsprobleme. So haben die Gäste einen Tick mehr Platz und können mehr für die Offensive tun. Die engere MSV – Abwehr hatte sich die Devise ausgegeben: Im eigenen Strafraum, der mit viel Sand belegt war, nur keine Rück – bzw. Querpässe. So nahm Mika Schade das Leder auf den Spann, sein immer länger wertender Ball unterschätzt Leimbachs Abwehr und Kevin Spittel setzt nach. Unter Bedrängnis verliert Abwehrspieler Lipp die Orientierung und jagt die Kugel aus gut 18 Meter ins eigene Tor zur Führung für den MSV (57.). Wie gesagt, egal wie. Kurz darauf erwischt es Jonas Brandau, der durch Justin Ludwig ersetzt wird (60.). Leimbach versucht alles, vergisst aber auch, das zuerst der Ball gespielt werden sollte. Fortan gehen die Fouls deutlich über das erlaubte Maß hinaus. Schiri Engelmann lässt viel zu viel laufen und so kommt wie es kommen muss : Mosbachs Spieler kassieren für Meckern wieder die Gelben Karten und der FSV darf weiterhin zulangen. In der Folgezeit ergeben sich ein halbes Dutzend guter bis sehr guter Konterchancen, auch weil Fabian Brandau nun deutlich präsenter auf dem Platz ist, die allesamt nicht zum erwünschten Erfolg führen. Dann wird gegen Yannik Peterhänsel Foul gespielt und wird dabei verletzt. Den Freistoß erhalten zum Entsetzen der MSV – Fans die Hausherren, die aber kein Kapital daraus schlagen können. Yannik wird kurz vor Abpfiff durch Maik Hirschel ersetzt. Der eingewechselte Justin Ludwig führt mit seinem unwiderstehlichen Solo die Entscheidung herbei, als sein Pass durch den Strafraum Kevin Spittel findet. Der Angreifer schlägt nun eiskalt zu und der MSV führt nach 88 Minuten mit 2:0. Noch einmal wird es richtig Hitzig, als Max Bruder an der Außenlinie mehr als Rüde zu Fall gebracht, wieder einmal zeigt sich und dies zieht sich wie ein Roter Faden durch die Saison : Du gehst für zweimal Meckern mit Gelb – Rot vom Platz, bevor die Schiris glatt Rot zeigen, egal wie es steht, egal zu welchen Zeitpunkt.

Am Ende steht der MSV im Halbfinale, hat zwar erneut Verletzte zu beklagen, aber zunächst überwiegt die Freude über das Erreichte. Glückwunsch !!

Das Aufgebot:  Christian Haaß, Jonas Brandau, Mika Schade, Yannik Peterhänsel, Thomas Brandau (C), Fabian Brandau, Max Bruder, Moritz Wilhelm, Julian Bindel, Lucas – Andreas Braun, Kevin Spittel.

Die Wechselbank: Justin Ludwig, Maik Hirschel , Robin Bötticher. 

Die Wechsel: Justin Ludwig für Jonas Brandau (60.), Maik Hirschel für Yannik Peterhänsel (88.).

Die Tore: 0:1 Erik Lipp ( 57.ET), 0:2 Kevin Spittel (88.).

Die Zuschauer : 150

Der Schiri: Lars Engelmann

Die Assistenten: Stephan Schleicher, Alexander Dressel.