MSV mit deutlicher Niederlage in Wutha !

Kreisoberliga – Saison 2020/21

3. Spieltag, Freitag, der 18.9.2020

SG EFC Ruhla / Wutha – Farnroda – Mosbacher SV

5:1 (2:1)

Zuschauer: 320

Spielbericht von Mike Zimmermann

1:5 Niederlage im Ortsderby

Der MSV musste am vergangenen Freitagabend eine herbe und vor allem unnötige 1:5 Niederlage im Ortsderby bei der SG EFC Ruhla I hinnehmen. Knackpunkt des Spiels, da waren sich nahezu alle Beobachter einig, waren die Minuten kurz vor und nach der Halbzeitpause, in der die Gastgeber binnen 10 Minuten mit 3 Toren auf 4:1 davonzogen und der MSV darauf keine Antworten mehr fand.

Zum Spiel:
Bei beiden Teams fehlten einige wichtige Akteure. Ruhla’s Trainer Dirk Kallenbach musste auf Florian Meinhardt, Steve und Nico Fuchs und Tobias Wollenhaupt verzichten. Beim MSV fiel neben Fabian Brandau und dem rotgesperrten Julian Bindel kurzfristig noch Stefan Zimmermann (Grippe) aus und vergrößerte damit die Not im ohnehin schon dünnen Kader.
Trotzdem entwickelte sich vor 200 Zuschauern (gefühlt waren es doppelt so viele) ein intensives und phasenweise gutklassiges Fußballspiel. Die Begegnung nahm auch sofort Fahrt auf. Bereits bei der ersten brenzligen Situation im MSV-Strafraum musste Schiedsrichter Martjuschew auf den Punkt zeigen, nachdem Keeper Christian Haaß Younes El Antaki zu ungestüm anging. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte zum frühen 1:0 (7.). Doch der MSV reagierte sofort und glich postwendend aus. Lucas Braun verschaffte sich aus 16 Metern mit einem Haken Platz und traf mit platzierten Fernschuss zum Ausgleich, läutete damit gleichzeitig die beste Phase seiner Mannschaft ein. Der MSV war nun zusehends am Drücker und erspielte sich einige gute Möglichkeiten. Gleich zweimal klärte EFC Keeper Maik Traberth, der neben den späteren Doppeltorschützen Sebastian Wichate sicherlich zu den Matchwinnern gehörte, aufmerksam gegen den durchgebrochenen Kevin Spittel (13./17.). Max Hirschel’s Abstaubertor fand aufgrund einer angeblichen Abseitsstellung (war von meiner Position nicht zu erkennen) keine Anerkennung, zudem scheiterte Kapitän Andy von Roda mit einem tückischen Freistoß am Torpfosten (28.). In dieser Phase lag die Führung für den gleich MSV mehrfach in der Luft und das Spiel hätte dann sicherlich auch eine Wendung genommen. Aber wie ein großer Star des deutschen Fußballs zu sagen pflegte: „Wäre, wäre – Fahrradkette“.
Die Gastgeber konnten sich gegen Ende der ersten Halbzeit wieder etwas befreien, setzten nun einige Nadelstiche, die im Endeffekt auch zum Erfolg führen sollten. Zwar vergab El Antaki nach 35 Minuten noch aussichtsreich, doch in der nächsten Szene wurde er im Strafraum beim Nachsetzen von Mika Schade mit hohem Bein im Gesicht getroffen. Rico Kirchner ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte den berichtigten Elfmeter zum sicherlich etwas glücklichen 2:1 Pausenstand.
Der Rückstand hatte beim MSV auch nach dem Seitenwechsel noch seine Spuren hinterlassen. Man verschlief die Anfangsphase des zweiten Durchgangs nahezu völlig und ließ sich vom kämpferisch starken Gastgeber regelrecht den Schneid abkaufen. Andreas Amann spielte seine im Strafraum seine Technik aus und bediente Sebastian Wichate, der freistehend am Fünfer zum 3:1 einschob (52.). Und es sollte aus MSV Sicht noch schlimmer kommen: 5 Minuten fälschte Yannik Peterhänsel Christoph Eisenbergs Fernschuss so unglücklich ab, dass dieser genau im Winkel einschlug (4:1/57.). Positiv aber, dass die Mannschaft um Andy von Roda sich nicht aufgab und stets um einen Anschluss bemüht war. Doch auch in dieser Phase war spätestens bei Maik Traberth Endstation, der vor allem bei Max Hirschel Kopfball nahezu überragend reagierte (61.). Die Gastgeber bekamen zudem in der Defensive vermehrt auch ein Bein dazwischen und warteten auf die sich bietenden Räume zum Kontern. Einen davon nutzte Sebastian Wichate nach Ablage von El Antaki zum 5:1 in der 75. Minute. Beim MSV kam im negativen Sinne vieles zusammen, denn in der Schlussphase musste zu allem Überfluss auch noch Andy von Roda mit schwerer Schulterprellung verletzt raus. Der Kapitän wird wohl aller Voraussicht nach, mehrere Wochen, fehlen. Gute Besserung an dieser Stelle. Da bereits 3-mal gewechselt, bestritten die Gäste die Schlussminuten zu zehnt, hatten aber durch den eingewechselten Mike Zimmermann zumindest noch die Chance auf Ergebniskosmetik. Doch auch er fand seinen Meister in EFC Keeper Traberth (87.).

Am Ende ein verdienter Sieg für die kämpferisch starke SG, der sicherlich um 2 Tore zu hoch ausfiel, was aber auf Seiten der Gastgeber keinen interessieren wird. An dieser Stelle trotzdem Glückwunsch nach Ruhla/Wutha.
Für den MSV gilt, dieses Spiel schnellstmöglich abzuhaken und den Blick auf die kommenden schweren Aufgaben richten.

Das Aufgebot: Christian Haaß, Yannik Peterhänsel, Thomas Brandau, Mika Schade, Andy von Roda (C), Max Bruder, Moritz Wilhelm, Philipp Urban, Lukas Braun, Max Hirschel, Kevin Spittel.

Die Wechselbank: Marcel Schade, Mike Zimmermann, David Häuschen, Philipp Peterhänsel, Stefan Zimmermann.

Die Wechsel: David Häuschen für Philipp Urban (60. ), Philipp Peterhänsel für Moritz Wilhelm ( 71.), Mike Zimmermann für Max Hirschel (75.).

Das Tor: 1:1, Lukas – Andreas Braun (8.), gesamt 3.