MSV mit ersten Heimsieg !

Saison 2017 /18

10 Spieltag, Sonntag, der 22.10. 2017

Mosbacher SV – Eintracht Apfelstädt

3:2 ( 0:2 )

Zuschauer: 115

In einem temporeichen, rassigen und am Ende dramatischen Spiel biegt der MSV ein 0:2 Pausenstand noch in einen Dreier um !

Als Torhüter Christian Haaß nach 29 Minuten zunächst einen Freistoß von Leischner aus dem bedrohten Eck holt und den Nachschuss von Springer per Reflex entschärft, hat der Keeper das 0:3 verhindert – es sollte bis zum Schlusspfiff aber auch seine letzte Parade gewesen sein.

Erneut waren die Trainer gezwungen umzustellen: Fabian Brandau  ( 5 x Gelb ), sowie Michael König ( Gelb – Rot ) waren gesperrt. Fast die komplette Abwehrreihe ( Lemmer, Kehr, Kött u. M. Zimmermann ) fehlte immer noch. Erneute Knieprobleme zwangen Max Bruder zum Aussetzen. Yannik Peterhänsel und Thomas Brandau waren die Manndecker, Stefan Zimmermann gab den Libero, davor standen David Häuschen, Philipp Peterhänsel, Andy von Roda, Manuel Schlundt, sowie Julian Bindel. Kevin Spittel und Max Hirschel bildeten das Sturmduo. Die Gäste wollten sofort durch frühes Anlaufen die Hausherren unter Druck setzen, was aber nur bedingt Erfolg zeigte, weil der MSV eigentlich ein sicheres Passspiel zeigte – eigentlich – bis zur 13 Minute als David den Rückpass auf Stefan in die Füße von Springer spielte – der Angreifer in den Strafraum eindrang und Torhüter Haaß Springer von den Beinen holte. Elfmeter – war logisch – nur mit Rot für den Torhüter ?. Der MSV hätte sich nicht beklagen müssen, wenn Schiri Hahn auch so entschieden hätte. Er beließ es bei Gelb – Glück für den MSV. Den anschließenden Elfer verwandelte der Gefoulte sicher zur 1:0 Führung. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt sahen die Zuschauer rassige Zweikämpfe – wo beide sich nichts – aber auch garnichts schenkten. Eine Schaltpause im Mittelfeld brachte die Gäste erneut in die gefährliche Zone, wo der Ball nicht resolut herausgeschlagen wurde –  Springer war  zur Stelle ( 18. ) und es stand 0:2. Bis dahin nicht unverdient. Das erste Lebenszeichen des MSV setzte dann Andy mit seinem Freistoß 60 Sekunden später, den Keeper Wagner regelrecht aus den Winkel kratzte. Keeper Wagner sollte noch eine entscheidende Rolle spielen. Erneut war es Mosbachs Spielmacher der mit einem Solo ebenso an Wagner scheiterte ( 22. ), wie 3 Minuten später Max Hirschel. So langsam wurden die Zweikämpfe noch härter – einer davon führte zur Verletzung von Max Hirschel, der kurz nach der Pause vom Feld musste. Es war richtig Feuer auf dem Kessel – die Gäste kamen schon jetzt kaum noch in den Strafraum – auf der anderen Seite hatte die Abwehr alle Hände voll zu tun, um nicht vor der Pause noch den Anschluss zu bekommen, der nach Kevins Solo ( 40. ) – hier kommt Max am langen Pfosten Sekundenbruchteile zu spät – sowie David, der einen Abpraller nicht verwerten kann ( 41. ) – durchaus in der Luft lag.

Eines war nach dem Wechsel klar: Es musste , egal wie, der schnelle Anschluss her. Die Chance sollte ich gleich bieten: Bei einem langen Ball auf Kevin rutscht Gegenspieler Grau auf dem nassen Rasen weg, Kevin umkurvt noch den Libero – alles macht sich bereit zum Jubeln – Keeper Wagner hat etwas dagegen und hält mit einem Reflex seine Mannschaft auf der Siegerstraße ( 50. ). Der für Max Hirschel gekommene Philipp Oberender scheitert ebenfalls an Wagner ( 52. ) und als der Keeper erneut einen Freistoß von Andy irgendwie zur Ecke lenkt – schüttelt alles nur den Kopf – auch die Fans. Auf der anderen Seite hat die engere Abwehr des MSV kam noch Probleme mit den Angriffen der Gäste – weil jetzt hier das Durchsetzungsvermögen bzw. die Passgenauigkeit fehlt. So verlebt Torhüter Haaß absolut ruhige zweite Hälfte. Das endgültige Signal zum unbedingten Fight gibt Yannik Perterhänsel, der einen ” richtigen ” Zweikampf gewinnt und die Fans, wenn sie nicht schon hell wach waren, jetzt jede Aktion beklatschten. Der überfällige Anschlusstreffer resultiert – nach Meinung der Gäste aus einem Handspiel, welches keines war. Der Linienrichter hatte die Fahne oben. Andy von Roda legte sich erneut die Kugel parat – sicherlich auch schon mit etwas Frust ob der gehaltenen Freistöße. Von der rechten Strafraumkante knallte Andy das Leder in den Winkel – nun war auch Wagner geschlagen ( 60. ). Das war der Aufgalopp zu einer dramatischen Schlussoffensive der Hausherren. Eintracht wirkte angezählt, auch ließen die Kräfte nach. Zu allem Überfluss handeln sich die Gäste noch eine glatt Rote Karte ein, weil Graul dem enteilten Spittel einfach von hinten die Beine trat ( 66. ). Nur 180 Sekunden später hat David die große Möglichkeit seinen Patzer vor dem 0:1 wieder gut zu machen, setzt aber das Leder am langen Pfosten vorbei und als Torjäger Spittel, nach Vorarbeit von Manuel Schlundt,  den Pfosten anvisiert ( 71. ), beginnt das Haare raufen. 75 Minute : Andys Ecke verpasst David – 2 Meter vor dem Tor stehend. Alles reine Nervensache. Die Gäste versuchen auf Zeit zu spielen – ist ja ein legitimes Mittel in einer solchen Situation. Libero Stefan Zimmermann steht 10 Meter ( ! ) in der gegnerischen Hälfte – ein Angriff auf den Anderen sehen sich die Gäste ausgesetzt. Die Zeit läuft aber für Sie – bis zur 89 Minute. Erneut bekommen die Gäste den Ball nicht unter Kontrolle, das Nachsetzen von Andy führt zum Freistoß – diesmal ohne Proteste. Aus fast der selben Position wie dem Anschluss zieht Andy den Ball auf das Gehäuse, Koch hält den Fuß dazwischen und fälscht unhaltbar für Wagner ins eigene Netz ab. Hochverdienter Ausgleich für den MSV- Riesenjubel. Eigentlich sollte nun der Punkt über die Runden gebracht werden, jedoch war die Euphorie so groß – der MSV blieb einfach dran !. Nachspielzeit: Gut 30 Meter vor dem Kasten von Wagner nochmal Freistoß für den MSV. Andy legt sich die Murmel hin – für einen Linksbeiner ziemlich ungünstige Position – die Flugbahn des Balles war einfach von Wagner schwer einzuschätzen, weil der Ball auf den letzten Metern wie ein Stein ins lange Eck fällt ( 90 + 4 ). Auf dem Feld, sowie an der Grünen Hütte, gibt es kein Halten mehr!. Schiri Hahn pfiff auch nicht wieder an.

Auch wenn die Gäste nach Apfiff mit Schiri Hahn haderten, der Sieg geht – auf Grund der klaren Chancenvorteile – völlig in Ordnung – auch wenn die Nachspielzeit dafür herangezogen werden musste. Glückwunsch an Alle !!

Das Aufgebot: Christian Haaß, Stefan Zimmermann, Thomas Brandau, Yannik Peterhänsel, Philipp Peterhänsel, Manuel Schlundt, Andy von Roda, Julian Bindel, David Häuschen, Max Hirschel, Kevin Spittel.

Die Wechselbank: Nico Schumann, Robin Bötticher, Florian Morgenweck, Philipp Oberender, Andreas Obermeier.

Die Auswechslungen: Philipp Oberender für Max Hirschel ( 51. ), Robin Bötticher für Manuel Schlundt ( 87. ).

Die Tore: 1:2 / 3:2 Andy von Roda (60. / 90+4 ), gesamt 5, 2;2 Koch ( Apfelstädt 89. ET ).

Zuschauer:   115

Schiri: Thomas Hahn

Assistenten: Tim Lehmann, Stephan Schleicher.

 

Andy von Roda wird von seinen Mitspielern nach dem Siegtreffer fast erdrückt !

Riesenjubel nach dem Apfiff !