MSV mit Heimsieg !

10 Spieltag, Sonntag, der 23.10.2016

Zuschauer: 146

In Abwandlung eines berühmten Satzes: Wer nicht pünktlich zum Anpfiff da war, der verpasst eine turbulente Startphase !

Es waren genau 49 Sekunden gespielt, da zeigt Schiri Specht auf den Punkt. Was war passiert ?. Die Gäste setzen sofort den MSV bei eigenem Anstoß unter Druck. Die vierte Ballberührung durch Mike Zimmermann brachte Max Bruder unter Druck – dessen Ballverlust spielten die Gäste auf Göricke – Mathias Dinnebier war gedanklich nicht da und lief dem Angreifer in Hacken – Elfmeter. Hub nahm sich den Ball und schickte Torhüter Haaß in die andere Ecke ( 1. ). Weitere 180 Sekunden später hatten die Gastgeber das 0:2 vor Augen, als nach einem erneuten Aussetzer von Mathias, Libero Lemmer gegen Fiedler volles Risiko gehen musste und promt dafür mit einem erneuten Strafstoß ( und der fünften Gelben ) bestraft wurde. Routinier Hub schnappte sich das Leder- doch diesmal parierte Haaß den wahrlich gut getretenen Elfer in großer Manier ( 3. ). Fällt hier das 2:0 – der MSV wird mit großer Wahrscheinlichkeit den Platz nicht als Sieger verlassen. Die Gäste versuchten weiter über den verunsicherten Dinnebier zu spielen und brachten den MSV zu schwimmen. Diese Verunsicherung übertrug sich auf das gesamte Team und mit zum Teil abenteuerlichen Abwehrversuchen überstand der MSV irgendwie diese Phase.

Um Mathias zu erlösen, wechselten die Trainer nach 18 Minuten Max Hirschel ein, der eigentlich eine Denkpause erhalten sollte. Gerade als so etwas wie Ruhe einkehren wollte, holte sich die Mannschaft den nächsten Schwerverletzten ” ab “. Thomas Kehr musste nach einem Pressschlag vom Platz ( Diagnose steht noch aus ). Für ihn kam nach sechswöchiger Pause Philipp Peterhänsel auf das Feld ( 23. ). Stefan Zimmermann rückte nach rechts, Max Bruder kümmerte sich fortan um Fiedler und Philipp stand auf der ungewohnten Sechserposition. Man merkte der Mannschaft diese Umstellungen an, dennoch bleibt es dabei – die Moral stimmt im Team. Nur einmal hatte der MSV bis dahin für Gefahr im Gästestrafraum sorgen können, als nach einer Eingabe von Mike, Thomas Kehr noch geblockt werden konnte ( 10. ). Mike war es, der nach seinem Patzer vor dem 1:0, den Ausgleich einläutete. Sein Solo aus dem zentralen Mittelfeld war für die Hintermannschaft zu schnell – Torhüter Güth kam zu spät und Schiri Specht zeigte zum dritten mal auf den Punkt. Max Hirschel legte sich den Ball bereit ( trotz seines verschossenen Elfer von Bischofroda ) und verwandelte sicher zum 1:1 nach 28 Minuten. Jetzt waren die Hausherren da und als Michael König eine Flanke von Manuel Schlundt per Direktabnahme  zum 2:1 einnetzt, hat der MSV das Spiel gedreht ( 34. ). Im direkten Gegenzug hat Torhüter Haaß glück, als ein Schuss von Heidel an den Außenposten klatscht. Mit der Führung geht es in die Pause.

Die  “Grüne Hütte ” erwies sich als Hellseher. ” Das untere Tor erlebt genau so eine Anfangsphase , wie zu Spielbeginn ! ” Recht sollte sie haben! Keine 3 Minuten nach Wiederbeginn knallt Max Hirschel den Ball aus gut 22 Metern unter die Latte ( Torhüter Güth sieht nicht so glücklich aus ) und die Hausherren führen mit 3:1. Julian Bindel setzt zu einem großen Solo auf der rechten Außenbahn an und bringt die Hereingabe mustergültig auf Michael, der scheitert zunächst am mittlerweile eingewechselten Torhüter Schrein ( Güth verletze sich beim 3:1 ). Der Ball trudelt zum langen Pfosten , Michael reagiert am schnellsten und erzielt per Hacke ( ! ) das Vorentscheidende 4:1 ( 52. ). Die Gäste versuchen über die starken Hub und Dittmann zurück ins Spiel zukommen und haben auch ein leichtes Übergewicht, jedoch enden die Angriffe an der jetzt besser postierten MSV Abwehr, auch wenn Torhüter Haaß einen Schuss von Fiedler nach 63 Minuten über die Latte lenken muss. Der nächste Kulminationspunkt sollte nicht lange auf sich warten lassen. Stefan Zimmermann steht auf der Außenbahn schlecht und Max Bruder läuft hinter dem schellen Göricke in den Strafraum – Elfmeter Nr. 4 nach 75 Minuten. Wer sonst als Hub legt sich das Leder parat – jedoch sieht man Marcels Unbehagen vor der Ausführung an. Die Folge: Torhüter Haaß ist erneut in der richtigen Ecke und kann den Ball sogar noch sicher unter sich begraben. Ob es nochmal spannend geworden wäre – schwer zu sagen. Jedenfalls war es für den MSV das Signal schlecht hin. Die endgültige Entscheidung bereitet Stefan mit seinem Freistoß in den Strafraum vor. Michael hinter läuft Sust und spitzelt den Ball zum 5:1 nach 83 Minuten ins Tor. Nach 86 Minuten muss Kapitän Lemmer per Kopf nach einer Ecke das 6:1 machen, jedoch steht Torhüter Schrein im Weg. Florian Morgenweck kam nach 89 Minuten für Michael König. Mit einer ersten richtigen Ballberührung, nach Pass von Philipp Peterhänsel, dreht sich Florian um seine eigene Achse und nagelt die Kugel aus 16 Metern ins lange Eck zum Endstand von 6:1 ( 90. ). Somit erzielt Florian sein erstes Tor im Männerbereich ( Glückwunsch ! ).

 Fazit: Der MSV biegt dank seiner Moral und seines Kampfgeistes eine turbulentes Spiel zu seinen Gunsten um und gewinnt deshalb, wenn auch 1 bis 2 Tore zu hoch, völlig verdient.

Natürlich bleibt nach der Verletzung  von Thomas Kehr und der fünften Gelben Karte von Christian Lemmer die Frage, wer nun am kommenden Samstag in Stedtfeld gegen den FC Eisenach II auflaufen soll.

Das Aufgebot: Christian Haaß, Christian Lemmer ( C. ), Mathias Dinnebier, Stefan Zimmermann, Max Bruder, Mike Zimmermann, Manuel Schlundt, Florian Sauerbrei, Thomas Kehr, Michael König, Julian Bindel.

Die Ersatzbank: Nico Schumann ( ETW ), Max Hirschel, Philipp Peterhänsel, Florian Morgenweck, Robin Bötticher.

Auswechslungen: Max Hirschel für Mathias Dinnebier (18. ), Philipp Perterhänsel für Thomas Kehr (23. ), Florian Morgenweck für Michael König ( 89. ).

Gelbe Karten: Christian Lemmer ( gesamt 5 ), Mathias Dinnebier ( gesamt 4 ), Max Hirschel ( gesamt 2 ), Florian Sauerbrei ( gesamt 2 ).

Tore: Michael König ( 2:1, 4:1, 5:1, gesamt 4 ), Max Hirschel (1:1, 3:1 , gesamt 4 ), Florian Morgenweck (6:1, gesamt 1 ).

Zuschauer: 146, gesamt zu Hause 870, Im Schnitt nach 5 Heimspielen: 174 ( ! ).

Schiri: Lutz Specht

Assistenten: Christian Beck, Alexander Dressel.