Pokal – Viertelfinale
Samstag, 4.4. 2026
Mosbacher SV 1911 – Sg VfB Vacha
0:4 (0:3)
Zuschauer: 181
Pokaltraum geplatzt – Mosbach unterliegt Vacha im Kreispokal-Viertelfinale deutlich
Große Enttäuschung lag am Ostersamstag über dem Langetal. Mit 0:4 musste sich der Mosbacher SV sehr deutlich im Kreispokal-Viertelfinale der SG VfB 1919 Vacha geschlagen geben. Das Spiel begann alles andere als optimal für die Mosbacher. Eine Reihe individueller Fehler führte früh zu einem 0:2-Rückstand. Der MSV brauchte lange, um überhaupt ins Spiel zu finden. Mit zunehmender Spieldauer konnte man zwar einige Chancen verzeichnen und agierte stabiler, doch an diesem Tag war Mosbach den Gästen aus Vacha in vielen Bereichen unterlegen. So musste man sich am Ende mit einer verdienten 0:4 Niederlage aus dem diesjährigen Kreispokal verabschieden.
Vacha erwischte den deutlich besseren Start in diesem Viertelfinale. Bereits nach sieben Minuten musste Torhüter Constantin Marx das erste Mal hinter sich greifen. Vorausgegangen war ein Fehlpass im Mosbacher Aufbauspiel, der direkt in die Füße des gegnerischen Angreifers gespielt wurde. Dieser konnte sofort Tempo aufnehmen und frei Richtung Strafraum laufen. Yannik Peterhänsel konnte das Tempo zwar noch bis an die Strafraumkante aufnehmen, doch weder er noch Constantin Marx konnten den darauf folgenden gut platzierten Abschluss in die linke Ecke verhindern. Mit diesem 0:1 hatte Vacha den MSV kalt erwischt. Dem MSV fiel es danach sichtlich schwer, ins Spiel zu finden. Individuelle Fehler und Fehlpässe häuften sich auf Mosbacher Seite, sodass man Vacha immer wieder zu Torchancen einlud. In der 13. Spielminute gab es das erste Lebenszeichen der Mosbacher Mannschaft. Andy von Roda brachte den Ball per Freistoß zwar zu zentral auf das Tor, doch sein wuchtiger Schuss konnte vom Vachaer Schlussmann nur unzureichend nach vorne abgewehrt werden. Lucas Braun reagierte schnell, lief auf den Ball zu und kam frei, nur wenige Meter vor dem Tor, zum Abschluss. Sein Schuss segelte allerdings deutlich über das Tor hinaus. Vacha zeigte sich davon unbeeindruckt. In der 16. Minute rauschte ein weiterer Angriff der Gäste Richtung Mosbacher Strafraum. Vacha gelang es den Ball von der rechten Strafraumseite aus spitzem Winkel Richtung Tor zu bringen. Eigentlich deutlich am Tor vorbeigehend, wurde der Ball von Mosbach selbst abgefälscht, sodass dieser unglücklich ins Gehäuse der Schwarz-Weißen trudelte. Mosbach gab sich trotz dieser Rückschläge nicht auf. Zwar wollte an diesem Tag nicht viel zusammenlaufen, doch die Mannschaft stand geschlossen zusammen und zeigte den Willen, hier nochmal einen Fuß in die Tür zu bekommen. Dass dieser Wille nicht immer belohnt wird, zeigte sich Mitte der ersten Halbzeit. In einer unübersichtlichen und engen Strafraumszene nahm sich Tobias Kiesel ein Herz und brachte den Ball mit einem kräftigen Abschluss aufs Tor. Sein Schuss verfehlte das Ziel nur knapp und traf leider nur das rechte Lattenkreuz. Trotz aller Bemühungen war Vacha an diesem Tag die bessere Mannschaft. Die Gäste aus der Rhön agierten diszipliniert und geduldig, während Mosbach nur wenig dagegenzusetzen hatte. In der 42. Spielminute drang ein Vachaer Angreifer in den Strafraum ein und wurde nicht konsequent genug gestört, sodass er den Ball zum 0:3-Halbzeitstand unterbringen konnte. Mit dem 0:3 war im Grunde schon eine Vorentscheidung in diesem Kreispokal-Viertelfinale gefallen. Dennoch war es keineswegs das Ansinnen der Mannschaft, sich kampflos aufzugeben.
Mosbach präsentierte sich in der zweiten Halbzeit stabiler. Vacha schaltete, auch aufgrund des Spielstands, ein oder zwei Gänge zurück, blieb dabei jedoch defensiv konsequent, diszipliniert und immer wieder engagiert in der Vorwärtsbewegung. In der 65. Minute mussten dann auch die größten Optimisten einsehen, dass Mosbach an diesem Tag als Verlierer den Platz verlassen würde. Eine Vachaer Flanke von der linken Seite fand den Weg an den zweiten Pfosten, wo ein Mitspieler bereitstand und zum 0:4 einschieben konnte. Viel passierte danach nicht mehr. Vacha brachte diesen Spielstand souverän ins Ziel und hatte noch einige Möglichkeiten, die jedoch von Mosbach vereitelt wurden. Die Versuche der Langetal-Elf, noch Ergebniskosmetik zu betreiben, scheiterten ein ums andere Mal. Phasenweise fehlte dem Team dabei auch ein Stück weit das nötige Spielglück. Mit dem Abpfiff war klar, was sich bereits in der ersten Halbzeit abzeichnete. Mosbach scheidet mit einer herben 0:4-Niederlage im Kreispokal-Viertelfinale aus. Der Traum vom Pokalsieg ist damit in diesem Jahr geplatzt.
Trotz einer durchwachsenen Leistung bewiesen die Schwarz-Weißen Einsatz und Willen. Diese Tugenden müssen auch in den kommenden Spielen wieder abgerufen werden, um dort dann auch spielerisch wieder an die gewohnte Form anzuknüpfen.
Eine erfreuliche Nachricht gab es an diesem Tag dennoch. Johann Steffan konnte nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback feiern und entspannt damit zumindest etwas die vielen verletzungsbedingten Personalsorgen beim MSV.
Dahingehend noch ein Nachtrag zur vergangenen Woche: Auch Mika Schade wird dem Mosbacher SV eine Weile fehlen, da er sich im Spiel gegen Leimbach eine Rippenkontusion zugezogen hat. Gute Besserung, Mika!
Viel Zeit, über diese Niederlage gegen Vacha nachzudenken, bleibt allerdings nicht. Bereits morgen ist unsere Mannschaft wieder in der Kreisoberliga gefordert, wenn sie um 14 Uhr im Langetal die zweite Mannschaft von Wacker Gotha empfängt.
Das Aufgebot:
Constantin Marx, Maximilian Bruder, Lucas Braun, Mike Zimmermann, Philipp Urban, Tobias Kiesel, Yannik Peterhänsel, Marcus von Roda, Luca Lippold, Andy von Roda, Jonas Mäurer, Jonas Brandau, Johann Steffan, Maximilian Hirschel, Thomas Brandau, Philipp Peterhänsel, Christian Lemmer, Philipp Jung
Die Wechsel:
Johann Steffan für Mike Zimmermann (59‘),
Maximilian Hirschel für Luca Lippold (60‘),
Jonas Brandau für Yannik Peterhänsel (66‘)
Zuschauer: 184