Punktgewinn in Marksuhl !

Saison 2017 /18

1. Spieltag, Sonntag, der 6.8.2017

Marksuhler SV – Mosbacher SV

1:1 ( 0:1 )

Nach dem Zitat: Wie kommt die Jungfrau zum Kinde?. So kommt der Aufsteiger Marksuhl in der 89. Minute zum Ausgleich. Maßgeblichen Anteil hat, mann soll sicherlich mit solchen Aussagen immer vorsichtig umgehen – Schiri Bernhardt. Dazu später mehr.

Trainer Silko Fischer ( Detlef Ortlepp weilt im Ausland ) konnte nach langer, langer Zeit wieder auf eine gut besetzte Ersatzbank zurückgreifen. Christian Kött stand von Beginn an auf dem Feld, Philipp Peterhänsel rückte aus der zentralen Position auf Rechts hinaus und fühlte sich dort deutlich wohler. Julian Bindel kam über Links, zentral standen Fabian Brandau, sowie Stefan Zimmermann. Max Hirschel bildete mit Kevin Spittel das Angriffsduo. Christian Lemmer, Thomas Brandau und Thomas Kehr bildeten den direkten Abwehrverbund. Keeper Christian Haaß hütete das Tor.

 Die 92 Mitgereisten MSV – Fans sahen einen sehr, sehr tief stehenden Gastgeber – der überließ dem MSV bis zur Mittellinie komplett die Räume. Die Gäste bekamen trotzdem Zugriff auf das Spielgeschehen, weil alle sich gut verschoben und Risikopässe absolut tabu waren. Schon nach 4 Minuten hatte Fabian Brandau den ersten Abschluss.  Stefan Zimmermann setzte Philipp Peterhänsel ein. Sein mustergültige Flanke konnte Venter gerade noch so vor Julian Bindel über die eigene Latte lenken ( 9. ). Marksuhl schlug lange Bälle, jedoch waren Christian Lemmer und Thomas Kehr die Chefs in den Luftduellen. Fabian Brandaus Balleroberung, mit anschließenden präzisen Zuspiel auf Kevin Spittel eröffnete die erste klare Möglichkeit, wenn nicht die Fahne oben gewesen wäre ( sehr, sehr knapp, aber dafür ist der Linienrichter da ). Marksuhl begann körperbetonter zu spielen, noch gerade vertretbar. Den Torschrei hatten die Gäste nach Max Hirschels Kopfballrakete aus 12 Meter Entfernung schon auf den Lippen, doch der Ball zischte am langen Pfosten vorbei ( 16. ). Die mehr als verdiente Führung gelang Kevin Spittel, der nach feinem Pass von Fabian seinem Bewacher entwischte und Geuß im Tor der Hausherren keine Chance lies ( 23. ). Nach 25 Minuten bekam Torhüter Haaß, nach Venters Freistoß, seine erste und bis zur Pause einzige Bewährungsprobe. Marksuhl ging noch härter zu Werke. Nach dem Libero Lemmer erneut Kopfballsieger war, setzte Fabian zum Konter an, jedoch nur 3 Meter. Die Sense von Hinten war angesagt, trotzdem kam der Ball zu Max Hirschel, der seinerseits auf und davon war – wenn nicht Venter 5 Meter lang an seinem Trikot hing. Schiri Berhardt ganz cool – Ruhe – ach so, ja Gelb für Venter wegen Trikothalten. Kapitän Kött verwies auf das rüde Foulspiel – nur Kopfschütteln vom Referee. Spätestens ab jetzt war Feuer unterm Dach. Mosbach steckte nicht zurück und das war auch gut so. Jeder Zweikampf wurde verbissen geführt – Markus Höhns Co – Trainer war mehr auf dem Platz, als in der Coaching – Zone. Fast hätte eine Kopie vom 1:0 erneut zum Erfolg geführt, jedoch setzt Kevin den Ball um Haaresbreite am langen Pfosten vorbei ( 41. ) und Max verzieht kurz darauf – nach erneut guter Vorarbeit von Fabian – den Ball.

Allgemeiner Tenor in der Pause: Wenn Schiri Bernhardt nicht entscheidend durchgreift – dann viel Spaß. Gleich nach Wiederanpfiff bringt Philipp eine mustergültige Flanke auf den langen Pfosten, wo Max schon zum Kopfball bereit steht – Torhüter Geuß bekommt noch den Zeigefinger an den Ball und Max fliegt ins Leere. Marksuhl schob sich deutlich weiter nach vorne, ohne spielerische Lösungen zu haben. So können Christian und Thomas immer wieder ohne größere Not die Bälle aus der Gefahrenzone halten. Einzig die Schaltpause von Kapitän Kött führt nach 50 Minuten zu Unordnung, als er einen Ball vor dem Strafraum verliert und Libero Lemmer den Kopf  in den Schuss hält und so Torhüter Haaß vor größeren Ärger bewahrt. Das Spielgeschehen verlagert sich immer mehr ins Mittelfeld, wo ein Zweikampf den anderen jagt und so kein vernünftigen Aufbau mehr zu Stande kommt. Wenn sich doch die Kontermöglichkeiten ergeben, dann fehlt das letzte Stück Genauigkeit, um Kevin in Position zu bringen. Fabian leitet die Endscheidung ein – seine Balleroberung mit Solo geht bis etwa 20 Meter vor das Tor – Verteidiger Heiderich hat nichts anderes in Sinn und schlägt von Hinten in die Beine. Wie Fabian überhaupt aus der Nummer herausgekommen ist – weis keiner so genau. Jetzt reagiert Bernhardt und hat keine andere Wahl- es kann nur Rot geben. Weit gefehlt – Gelb. Wenn noch nicht Alarm war – jetzt ist welcher. Rudelbildung. Mosbachs Fans auf 120 ! O – Ton Co – Trainer : Jawoll Männer, weiter so ! Der Schiri hat nochmal die verdammte Pflicht Spieler zu schützen. Tut er dies nicht- braucht er sich nicht zu wundern, wenn es auf dem Platz drunter und drüber geht. Die Spieler die “Maßgenommen” werden, erhalten prompt für Meckern die Gelbe Karte. Eine Unsportlichkeit- vom Schiri wohlgemerkt. Marksuhl hat ausgetestet wie weit sie gehen können – da keiner da war um Einhalt zu bieten – kommt dann so etwas dabei heraus. Fabian – angeschlagen – gibt noch sein bestes – kommt aber einen Schritt in der 89. Minute zu spät und kann den Schuss von Feustel nicht unterbinden. Torhüter Haaß ist im bedrohten Eck, der Ball springt zu Simon , der den Ball durch den Fünfer spielt, wo Venter am langen Pfosten einschiebt. Das Tor fällt zu einem Zeitpunkt, als die Hausherren in doppelter Unterzahl hätten spielen müssen und es war der einzige Schuss in der zweiten Hälfte, der überhaupt zentral auf Torhüter Haaß kam. Kleine Kritik :  Der MSV muss vor der Pause das Zweite machen !

Ein hochverdienter Punktgewinn beim Aufsteiger, wo sich alle nicht von der Gangart der Hausherren haben beeinflussen lassen und über die gesamten ersten 45 Minuten die deutlich bessere Elf war. Auch wenn 2 Minuten gefehlt haben – auf diese Leistung können alle stolz sein und den Schwung mit in die nächsten Aufgeben nehmen.

Das Aufgebot: Christian Haaß, Christian Lemmer, Thomas Brandau, Thomas Kehr, Christian Kött, Fabian Brandau, Stefan Zimmermann, Julian Bindel, Philipp Peterhänsel, Max Hirschel, Kevin Spittel.

Die Ersatzbank: Michael König, Max Bruder, Yannik Peterhänsel, Manuel Schlundt, Robin Bötticher, Andy von Roda.

Auswechslungen: Max Bruder für Julian Bindel ( 79. ), Michael König für Kevin Spittel ( 86. ).

Gelbe Karten: Thomas Brandau, Stefan Zimmermann,Max Hirschel , Fabian Brandau ( alle 1 ).

Tor: 1:0 Kevin Spittel ( 24 ), gesamt 1

Zuschauer:  200

Schiri: Oswin Berhardt

Assistenten: Michael Jendrusiak, Erich Richter.