Sieg gegen Borsch II !!

Kreis – Oberliga – Saison 2021/22

23. Spieltag, Samstag, der 4.6.2022

Mosbacher SV – SG Borsch II

4:3 (3:0)

Zuschauer: 79

Last Minute Heimsieg über die SG Borsch II
Der Mosbacher SV konnte das vorletzte Heimspiel der Saison gegen die Reserve der SG Borsch mit 4:3 (3:0) gewinnen. 48 Stunden vor dem mit Spannung erwarteten Pokalfinale sahen die 79 zahlenden Zuschauer 2 völlig unterschiedliche Halbzeiten. Während der MSV im ersten Durchgang spielbestimmend war und auch in dieser Höhe verdient mit 3:0 führte, trumpften die couragierten Gäste in Halbzeit 2 auf, verdienten sich den Ausgleich alle mal. Als alle schon mit einem Unentschieden rechneten schlug Kevin Spittel, nach Traumpass von Andy von Roda, zu und machte damit den Dreier perfekt.
Die Sorgenfalten wurden im Vorfeld der Partie immer größer. Detlef Ortlepp (Silko Fischer war urlaubsbedingt verhindert) stand nur ein Minikader von 14 Leuten zur Verfügung, darunter mit Robin Bötticher ein Alte Herren Spieler – Vielen Dank, Robbe! Neben den Ausfällen von Mika Schade, Max Bruder (beide verletzt), Justin Ludwig (Rotsperre) fehlten auch Moritz Wilhelm und Julian Bindel. Man war also gezwungen einige Umstellungen vorzunehmen. Christian Haaß kehrte nach Krankheit wieder zwischen die Pfosten. Zudem rückten Thomas Brandau, Mike Zimmermann und Max Hirschel neu in die Startelf. Neben Robin Bötticher nahmen noch Philipp Oberender und Maik Hirschel auf der Bank Platz.
Die Devise war: Eine gute Leistung zeigen, Selbstvertrauen für den kommenden Montag tanken und keine weiteren Verletzungen. Letzteres traf glücklicherweise ein. Die ersten beiden Punkte zumindest bis zur Halbzeit.
Die Gäste aus Borsch kamen etwas besser in die Partie. Vor allem Linksaußen Marius Bittorf wurde immer wieder gesucht. Der schnelle Flügelspieler war über die kompletten 90 Minuten an fast allen Angriffen beteiligt. Der MSV brauchte ein paar Minuten um die Ordnung zu finden, konnte sich dann aber nach immer mehr befreien und hatte durch Kevin Spittel auch die erste große Chance – Adrian Wiegand hielt klasse (11.). Wenig später unterband Thomas Brandau an der Mittellinie einen Konterversuch der Gäste per Kopf und leitete damit die Führung ein. Mike Zimmermann hob den Ball über die Abwehr genau in den Lauf von Lucas Braun, der den Ball im zweiten Versuch gefühlvoll über den Keeper ins Tor lupfte. 1:0 (14.). Die Landesklassenreserve versuchte zu antworten. Ein ums andere Mal kombinierten sie sich gut Richtung Tor von Christian Haaß. In Halbzeit eins war jedoch meist am Strafraum Endstation. Der MSV agierte da offensiv deutlich zielstrebiger. Sehenswert vor allem das 2:0. Nach kurzer Ballstafette im Mittelfeld kam der Ball zu Fabian Brandau. Der Spielmacher zog 2 Leute auf sich und spielte dann den „tödlichen Pass“ genau in den Lauf von Philipp Urban. Der Linksfuß behielt vor dem Tor die Übersicht und legte quer auf Kevin Spittel, der dann keine Mühe mehr hatte und das 2:0 erzielte (26.). Die Hausherren blieben nun dran. Nach feinem Doppelpass zwischen Philipp Urban und Mike Zimmermann drang Erstgenannter in den Strafraum ein und wurde beim Schussversuch gefoult. Schiedsrichter Jörg Tischer, kam übrigens ohne Gelbe Karte aus, übersah dies jedoch und ließ weiterlaufen (28.). Dann nahm Andy von Roda per Freistoß Maß, verfehlte das Tor aber denkbar knapp (31.). Beim MSV klappte auch im ersten Durchgang bei weitem nicht alles, aber gerade die Umschaltmomente wurden immer wieder versucht auszuspielen. Auch das 3:0 war ein Beispiel dafür. Ein Einwurf der Gäste am MSV-Strafraum konnte geklärt werden. Max Hirschel machte den Ball gut fest und spielte dann einen schönen Pass genau in den Lauf von Kevin Spittel. Der Torjäger war schneller als sein Gegenspieler und verwandelte cool zum 3:0 (37.). Um ein Harr wäre sogar noch das 4:0 gefallen. Andy von Rodas tückischer Freistoß-Aufsetzer landete aber nur am Pfosten. (39.). So blieb es beim 3:0 zur Pause. Detlef Ortlepp konnte mit der Leistung durchaus zufrieden mahnte aber an, genauso konzentriert weiterzuspielen. Das sollte dem MSV allerdings nicht gelingen. Der Spannungsabfall war deutlich spürbar. Im Hinblick auf das Pokalfinale irgendwo auch verständlich, aber trotzdem sehr ärgerlich. Die Gäste kamen mit neuem Mut aus der Pause und konnten gleich mit der ersten Aktion das 3:1 erzielen. Marius Bittorf setzte über die linke Seite zum Solo an und bediente den gerade eingewechselten Tim Barnewald. Der verschaffte sich mit 2 Haken Platz und ließ Christian Haaß keine Abwehrchance (46.). Der MSV versuchte darauf gleich zu antworten. Max Hirschel setzte sich gut durch und nahm aus 15 Metern Maß. Sein Geschoss aus halbrechter Position flog jedoch nur gegen den Pfosten (52.). Wenn da das 4:1 fällt, wäre es wohl ein deutlich ruhigerer Nachmittag geworden. Aber so blieben die Gäste im Spiel und hatten auch in der Folge Oberwasser. Beim MSV stimmten die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen nicht mehr. Zudem wurden vorne die Bälle viel zu schnell verloren. Die 3:2 durch einen schönen Lupfer von Marius Bittorf war letztendlich die logische Folge (57.). Wie schwer es ist, den Hebel wieder umzulegen, war in den verbleibenden 30 Minuten deutlich zu sehen. Die Innenverteidigung um Yannik Peterhänsel und Andy von Roda bekam deutlich mehr zu tun, als ihnen lieb war. Jonas Brandau und Thomas Brandau hatten auf ihrer Außenverteidigerposition ebenfalls Schwerstarbeit zu verrichten. Detlef Ortlepp tauschte in 70. Minute das erste Mal. Philipp Oberender kam für Mike Zimmermann neu in die Partie, wenig später ersetzte Maik Hirschel Jonas Brandau (78.). Zu diesem Zeitpunkt stand es bereite 3:3. Bei einer Ecke stimmte die Zuordnung überhaupt nicht und Jonas Kimpel köpfte freistehend ein (73.). Das Spiel drohte nun gänzlich zu kippen. Christian Haaß rettete mit 2 sehenswerten Paraden gegen Reimund Seng und Marius Bittorf das 3:3 (75./79.). Die Schlussphase verlief dann aber doch wieder ausgeglichener. Lucas Braun und Fabian Brandau konnten sich in der Zentrale ein ums andere Mal gut befreien und sorgten so für Entlastung. In der 85. Minute hatte Kevin Spittel die Riesenchance zum 4:3. Anstatt gleich abzuschließen verlor er aber das 1 gegen 1 gegen Keeper Adrian Wiegand. Besser machte er es 4 Minuten später. Nach Andy von Rodas Traumpass aus über 40 Metern schob er aus halbrechter Position flach ein, machte damit seinen Dreierpack perfekt und sorgte so für die Entscheidung.
Nun sind also alle Augen auf Montag gerichtet. Für das anstehende Pokalfinale konnte sich der MSV zumindest in der ersten Halbzeit Selbstvertrauen holen. Allerdings gilt der 2. Durchgang gleichzeitig als Warnung. Positiv, wie eingangs bereits erwähnt: Keine weiteren Verletzungen.
Auf geht’s Jungs!
Tore: 1:0 Lucas Braun (14.), gesamt 12, 2:0/3:0/4:3 Kevin Spittel (26./37./89.), gesamt 15, 3:1 Tim Barnewald (46.), 3:2 Marius Bittorf (55.), 3:3 Jonas Kimpel (73.). 
Schiedsrichter: Jörg Tischer
 
Zuschauer: 79, macht bei 11 Heimspielen 1915 – im Schnitt 175
 
MSV: Christian Haaß; Jonas Brandau (Maik Hirschel/78.), Yannik Peterhänsel, Andy von Roda (c), Thomas Brandau, Mike Zimmermann (Philipp Oberender/70.), Fabian Brandau, Lucas Braun, Philipp Urban, Max Hirschel, Kevin Spittel