Kreisoberliga – Saison 2025/26
Vorgezogenes Spiel vom 30. Spieltag
Samstag, der 23.5.2025
SG Schweina Gumpelstadt II – Mosbacher SV 1911
0:0
Zuschauer: 62
Nullnummer in Gumpelstadt – Mosbach kommt gegen Schweina nicht über ein Remis hinaus
Etwas überraschend gastierte der Mosbacher SV am Samstag, den 23. Mai, in Gumpelstadt. Nachdem der KFA Westthüringen in der Vorwoche aufgrund des Schiedsrichterprotestes alle Spiele der Kreisoberliga, der Kreisliga und der Kreisklasse abgesagt hatte, wurde veranlasst, dass sich das Saisonende für die Kreisoberliga-Mannschaften um eine Woche verschiebt. Der ursprünglich für den 14. Juni angesetzte 30. Spieltag wurde daraufhin auf den 20. Juni verlegt, um zunächst die ausgefallenen Partien nachholen zu können. Da eine Verlängerung der Saison für beide Mannschaften organisatorisch nur schwer umsetzbar gewesen wäre, einigten sich der MSV und die zweite Mannschaft der SG FC Schweina-Gumpelstadt darauf, die Begegnung auf das Pfingstwochenende vorzuziehen. Am 14. Juni soll stattdessen das ausgefallene Spiel gegen Lok Gotha nachgeholt werden.
Bei sommerlichen Temperaturen begann der Mosbacher SV gegen den Tabellenletzten eher verhalten. Zwar hatte man über weite Strecken deutlich mehr Ballbesitz und bestimmte das Spielgeschehen, zwingende Torchancen blieben jedoch über die gesamten 90 Minuten hinweg Mangelware. Immer wieder näherte sich der MSV dem gegnerischen Tor an, doch die SG FC Schweina-Gumpelstadt II machte es den Mosbachern äußerst schwer, sodass sich früh ein intensiver Abnutzungskampf entwickelte.
Auch in der zweiten Halbzeit gelang es Mosbach nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Zwar tauchte man mehrfach gefährlich im Strafraum auf, verpasste es jedoch in den entscheidenden Situationen, die Führung zu erzielen. Schweina verteidigte kompakt und setzte selbst vereinzelt gefährliche Konter, bei denen Mosbach einige Male Glück hatte, dass man nicht in Rückstand geriet. Am Ende muss sich der Mosbacher SV mit einem Unentschieden zufriedengeben, das dem Spielverlauf aufgrund der Spielanteile und der Torchancenverteilung insgesamt entspricht.
Mit dem Anpfiff dieser Partie bestätigte sich schnell das, was im Vorfeld bereits zu erwarten war. Die Zweitvertretung der SG FC Schweina-Gumpelstadt erwies sich als unangenehm zu bespielender Gegner. Obwohl die Hausherren in dieser Spielzeit mit 81 Gegentoren und nur 21 erzielten Treffern sowohl die schwächste Defensive als auch die ungefährlichste Offensive der Liga stellen, verteidigte die junge Schweinaer Mannschaft von Beginn an sehr diszipliniert. Der Mosbacher SV hatte große Mühe, die letzte Kette der Heimmannschaft zu überspielen, wobei viel Geduld gefragt war, da Schweina sehr tief stand und dem MSV in der gegnerischen Hälfte nur wenig Raum zur Entfaltung bot. Wenn man sich dem Tor annäherte, wurden die Mosbacher Abschlüsse immer wieder geblockt oder verteidigt. Vereinzelt gelang es den Gastgebern zudem, gefährlich anmutende Angriffe durch konsequentes Abseitsstellen frühzeitig zu unterbinden. Nach 25 Minuten konnte Mosbach nach einer Ecke den zweiten Ball in Person von Dennis Voigt in Richtung Tor bringen. Sein Abschluss blieb letztlich jedoch zu ungefährlich und wurde vom aufmerksam agierenden Schweinaer Schlussmann souverän entschärft. Es entwickelte sich zunehmend ein Spiel, das hauptsächlich in Richtung des Schweinaer Tores lief. Mosbach ließ an der einen oder anderen Stelle jedoch das nötige Tempo im Spielaufbau vermissen, sodass nur selten wirklich freie Räume geschaffen werden konnten. Wenn sich die Außenspieler wie Luca Lippold, Jonas Mäurer oder auch der an diesem Tag stark aufspielende Julian Bindel durchsetzen konnten, fehlte es zudem häufig an einer guten Strafraumbesetzung, was dazu führte, dass vielversprechende Angriffe des MSV oftmals im Sand verliefen. Dennoch fehlte manchmal nur wenig zur Führung. So scheiterte Jonas Mäurer nach einer Flanke in die Spitze und seinem direkten Abschluss aus der Luft nur knapp am Schlussmann der Heimmannschaft, der gerade noch so an den Ball kam. Kurz vor dem Halbzeitpfiff setzte Schweina zu einem gefährlichen Konter an. Die weit aufgerückte Mosbacher Hintermannschaft bekam den Angreifer der Hausherren auf dem Weg Richtung Tor nicht mehr gestellt. Constantin Marx eilte aus seinem Kasten, machte sich groß und setzte den Schützen so unter Druck. Am Ende versagten dem frei vor dem Tor auftauchenden Spieler die Nerven, sodass der Ball knapp über die Latte ging und beide Mannschaften mit einem 0:0 den Gang in die Kabine antreten mussten.
Die zweite Halbzeit offenbarte ein ähnliches Bild wie bereits der erste Durchgang. Mosbach hatte weiterhin mehr vom Spiel, konnte daraus jedoch nur verhältnismäßig wenige wirklich gefährliche Torchancen kreieren. Schweina verteidigte weiterhin aufmerksam und setzte durch Konter immer wieder Nadelstiche. Um die 60. Minute herum bot sich nach einem Fehlpass der Hausherren Tobias Kiesel eine riesige Möglichkeit. Der verunglückte Pass aus dem Mittelfeld überspielte die gesamte Schweinaer Defensive. Tobias reagierte in dieser Situation blitzschnell und lief von rechts frei auf das Tor zu. Sein Abschluss war letztlich jedoch zu unplatziert, um die Führung für den MSV zu erzielen. Die Einwechslungen von Mike Zimmermann und Johann Steffan in der 60. Minute sorgten für frischen Wind in der Offensive. Mosbach versuchte weiterhin alles und trieb den Ball immer wieder Richtung Strafraum, fand jedoch gegen die kompakte Defensive Schweinas, die mit zunehmender Spieldauer fast mit zehn Mann verteidigte, nicht die richtigen Mittel, um echte Gefahr zu erzeugen. Aber auch Schweina blieb weiterhin aktiv, sobald sich Möglichkeiten ergaben. Ein weiterer gefährlicher Konter rollte auf das Tor von Constantin Marx zu, der den Abschluss frei vor seinem Tor im letzten Moment noch entscheidend an den Pfosten lenken konnte. In der Schlussphase drängte Mosbach auf die Führung, scheiterte jedoch immer wieder an der Defensive, am Torwart oder an zu unpräzisen Abschlüssen. Dennoch hatte der MSV selbst auch Glück, als er gegen Spielende ein bis zwei Angriffe der Schweinaer noch in höchster Not unterbinden konnte. Es war einer dieser Tage, an dem Mosbach sicherlich noch länger hätte spielen können und dennoch zu keinem Torerfolg gekommen wäre. Mit dem Abpfiff dieser Begegnung herrschte schließlich Gewissheit, dass lediglich ein Punkt aus der Moorgrundarena entführt werden konnte.
Der MSV hat trotz dieses enttäuschenden Ergebnisses viel investiert, blieb am Ende jedoch glücklos. In einer ansonsten fast schon märchenhaften Saison ist das jedoch kein Grund, lange deprimiert zu sein. Bereits am kommenden Freitag steht eines der großen Saisonhighlights an, wenn der Lokalrivale der SG EFC Ruhla 08 / FSV Wutha-Farnroda zum Derby im Langetal gastiert. Wenn dort um 18 Uhr der Anstoß erfolgt, wollen Mannschaft und Trainer alles daran setzen, die Partie erfolgreich für die schwarz-weißen Farben zu gestalten.
Das Aufgebot:
Constantin Marx, Maximilian Bruder, Fabian Brandau, Julian Bindel, Tobias Kiesel, Marcus von Roda, Tim Möbius, Luca Lippold, Dennis Voigt, Andy von Roda, Jonas Mäurer, Jonas Brandau, Johann Steffan, Mike Zimmermann, Philipp Urban, Sören Lämmerhirt
Die Wechsel:
Johann Steffan für Luca Lippold (60‘),
Mike Zimmermann für Tim Möbius (60‘)
Philipp Urban für Tobias Kiesel (68‘)
Jonas Brandau für Marcus von Roda (80‘)
Tore fehlanzeige
Zuschauer: 62
Das Kollektiv: Rene Gröbel, Rene Trott, Christian Beck.