Kreisoberliga – Saison 2025/26
29. Spieltag, Samstag, der 6.6.2026
Mosbacher SV 1911 – FSV Waltershausen
2:2 (0:0)
Zuschauer: 120
Heimstärke als Markenzeichen – MSV bleibt im Langetal ungeschlagen
Exakt vier Jahre nach dem Gewinn des Kreispokals in Remstädt am 6. Juni 2022 empfing der Mosbacher SV 1911 am Samstag als frischgebackener Kreismeister den FSV Waltershausen im Langetal. Nachdem der Mannschaft in der Vorwoche mit dem Sieg gegen Hötzelsroda der Aufstieg in die Landesklasse gelungen war, stand nun das vorerst letzte Heimspiel in der Kreisoberliga auf dem Programm. Im Vorfeld dieser Partie wurde der Mannschaft durch einen Vertreter des KFA Westthüringen die Trophäe für die Kreismeisterschaft samt Preisgeld überreicht und auch der Bürgermeister der Gemeinde Wutha-Farnroda, Jörg Schlothauer, ließ es sich nicht nehmen persönliche Worte an die Mannschaft zu richten und zeigte sich ebenfalls mit einer finanziellen Zuwendung erkenntlich.
Gegen einen gut eingestellten Gegner tat sich der MSV spielerisch über weite Strecken schwer. Es gelang nur selten, die nötige Kontrolle über das Spiel zu erlangen und längere Ballbesitzphasen zielstrebig auszuspielen. So entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in der Waltershausen gleich zweimal in Führung gehen konnte.
Doch der MSV bewies Moral, Einsatzbereitschaft und mannschaftlichen Zusammenhalt. Zweimal kämpfte sich die Mannschaft zurück und ließ sich auch von den Rückständen nicht aus dem Konzept bringen. Nach 90 Minuten stand ein 2:2 zu Buche. Damit wurde das letzte Heimspiel dieser Saison zugleich zum Symbol einer starken Heimbilanz. Im Langetal setzte es somit in der gesamten Kreisoberligaspielzeit 2025/26 keine Niederlage.
Gleich zu Beginn der Partie zeichnete sich ab, dass dem MSV an diesem Tag ein hartes Stück Arbeit bevorstand. Der Mannschaft fehlte zunächst der nötige Spielfluss und die Klarheit in den Aktionen, sodass es schwerfiel, das Spiel zu kontrollieren und zu gestalten. Auch wenn es sportlich um nichts mehr ging, war es Mannschaft und Trainerteam dennoch ein großes Anliegen, sich im letzten Heimspiel dieser Saison vor heimischer Kulisse ordentlich zu präsentieren. Der FSV Waltershausen, der im vergangenen Jahr den Abstieg aus der Landesklasse hinnehmen musste und sich aktuell in der unteren Tabellenhälfte wiederfindet, schöpfte aus dem unsicheren Beginn der Hausherren zunehmend Selbstvertrauen. Zwar drängten die Gäste nicht dauerhaft auf die Führung, dennoch war deutlich zu erkennen, dass der FSV spürte, dass an diesem Tag gegen den Favoriten durchaus etwas möglich war. So hatte der MSV bereits im ersten Durchgang mehrfach Glück, dass Constantin Marx wie gewohnt souverän und aufmerksam agierte und einige gefährliche Szenen im Mosbacher Strafraum rechtzeitig entschärfen konnte. Fußballerisch war es insgesamt ein eher durchwachsenes Spiel, dennoch gaben die Mosbacher alles, um die Partie erfolgreich zu gestalten. So gelang es beispielsweise Maik Hirschel, sich mit einem Dribbling auf der rechten Seite freizuspielen und eine Flanke in den Sechzehner zu schlagen, die Lucas Braun beinahe hätte verwerten können. Kurz zuvor, etwa in der 20. Minute, scheiterte bereits Maximilian Hirschel mit einem Schuss von der Strafraumkante nur knapp. Sein wuchtiger Abschluss rauschte dabei nur wenige Zentimeter über das Tor. Mitte der ersten Halbzeit hatte der MSV durch Mika Schade eine weitere gute Gelegenheit, als dieser am kurzen Pfosten nach einer Ecke per Kopf gefährlich Richtung Tor verlängerte, den Ball jedoch nicht im Netz unterbringen konnte. Waltershausen versuchte immer wieder, mit langen Bällen hinter die Mosbacher Abwehrkette gefährlich zu werden. Dabei fehlte es jedoch regelmäßig an der nötigen Präzision, sodass sich daraus nur selten echte Gefahr für die Langetal-Elf entwickelte. Nach Ballverlusten der Schwarz-Weißen schalteten die Gäste allerdings schnell um und konnten sich mehrfach bis an den Mosbacher Strafraum durchspielen. Dort fanden sie jedoch häufig ihre Meister in einem stark agierenden Maximilian Bruder, der mit Übersicht, Ruhe und Intensität in den Zweikämpfen zahlreiche Angriffe der Gäste stoppte, oder in Constantin Marx, der sich mit zahlreichen Paraden auszeichnen konnte. Beim Stand von 0:0 ging es in die Halbzeitpause. Der MSV investierte viel, kämpfte und arbeitete, doch nach dem euphorischen vergangenen Wochenende fehlte diesmal ein Stück weit die sonst so sichtbare spielerische Leichtigkeit.
Neun Minuten nach Wiederanpfiff musste der Mosbacher SV, nach zuletzt drei Spielen in Folge ohne Gegentor, erstmals wieder einen Gegentreffer hinnehmen. Nach einem Fehlpass im Aufbauspiel nutzte Waltershausen diesen sofort aus und schaltete mit viel Tempo in Richtung Mosbacher Tor um. Diesmal war selbst Constantin Marx machtlos, sodass es nach 54 Minuten 0:1 für die Gäste aus Waltershausen stand. Der MSV zeigte sich vom Gegentreffer unbeeindruckt und fand schnell die passende Antwort. Die Mannschaft trat in den Minuten danach sogar noch entschlossener auf als zuvor. In der 62. Minute wurde Jonas Mäurer links außen mit einem langen Ball geschickt, zog in gewohnt hohem Tempo Richtung Strafraum und überwand den Torwart überlegt zum 1:1-Ausgleich. Zehn Minuten später gelang es dem MSV nicht, einen langen Ball der Gastmannschaft ausreichend zu klären, sodass Waltershausen erneut die Möglichkeit zum Abschluss bekam. Diese Chance nutzten die Gäste konsequent und stellten auf 1:2, womit sie den alten Abstand wiederherstellten. In den Minuten danach hatte der MSV erneut Glück, als Waltershausen sich frei vor das Tor spielte und unbedrängt auf Constantin Marx zulief. Dieser machte sich groß und bewahrte seine Mannschaft mit einer starken Aktion vor einem weiteren Gegentreffer.
Es entwickelte sich nun eine Partie, die von beiden Seiten deutlich offensiver geführt wurde als noch in den ersten 45 Minuten. Der MSV kam dabei immer wieder zu Möglichkeiten, hatte jedoch einige Male Pech. Etwa bei einem gut getretenen Abschluss von Lucas Braun, der nur den Pfosten traf oder in Person von Tim Möbius, der kurz vor seinem Abschluss aus kürzester Distanz im letzten Moment noch von einem Verteidiger gestört wurde. In der 90. Minute sorgte dann Mike Zimmermann, der an diesem Tag sein letztes Heimspiel für den Mosbacher SV absolvierte und nach dieser Saison seine Karriere im Langetal beenden wird, im Strafraum des FSV für Aufsehen. Mike, der aufgrund seiner großen Verdienste für den MSV an diesem Tag die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen durfte, drang rechts gefährlich in den Sechzehner ein und konnte nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Die Verantwortung für den fälligen Strafstoß übernahm Dennis Voigt, der den Ball zwar noch vom Waltershäuser Torwart berührt sah, letztlich jedoch nicht entscheidend gestoppt werden konnte. So durfte sich der Mosbacher SV kurz vor dem Ende der Partie über den 2:2-Ausgleich freuen, der zugleich auch den Endstand dieser Begegnung markierte.
In einem vergleichsweise durchwachsenen Spiel des Mosbacher SV gelang es der Mannschaft dennoch, den nötigen Willen und die nötige Entschlossenheit zu zeigen, um die Partie mit einem Unentschieden versöhnlich abzuschließen. Auch wenn die Saison mit dem Gewinn der Kreismeisterschaft bereits entschieden ist, zeigte das Team, dass es nicht daran denkt, diese Spielzeit einfach austrudeln zu lassen. Damit sicherte sich der MSV, wie eingangs erwähnt, eine beeindruckende Statistik. In der gesamten Kreisoberligasaison blieb man vor heimischer Kulisse ungeschlagen! Mit dem Spiel bei Lok Gotha, das am 14. Juni um 15 Uhr angepfiffen wird, erlebt die Saison 2025/26 nun endgültig ihr letztes Kapitel. Auch dort möchte sich die Mannschaft gebührend aus der Saison, der Kreisoberliga und vor allem von ihren Fans verabschieden. Die Mannschaft dürfte dabei noch einmal besonders motiviert sein, um Mike Zimmermann, Andy von Roda, Julian Bindel und Johann Steffan, die den MSV verlassen oder ihre aktive Zeit beenden, einen unvergesslichen Abschied zu ermöglichen.
Das Aufgebot:
Constantin Marx, Maximilian Bruder, Mika Schade, Jonas Brandau, Lucas Braun, Maximilian Hirschel, Mike Zimmermann, Luca Lippold, Dennis Voigt (90‘), Maik Hirschel, Jonas Mäurer (62‘), Tobias Kiesel, Yannik Peterhänsel, Philipp Peterhänsel, Marcus von Roda, Tim Möbius, Sören Lämmerhirt
Die Wechsel:
Marcus von Roda für Maik Hirschel (46‘),
Philipp Peterhänsel für Mika Schade (46‘),
Yannik Peterhänsel für Luca Lippold (46‘),
Tobias Kiesel für Maximilian Hirschel (64‘),
Tim Möbius für Jonas Brandau (69‘)
Die Tore: 0:1 Max Machleb (54.), 1:1 Jonas Mäurer (62.), gesamt 20, 1:2 Nikita Sell, 2:2 Dennis Voigt (90+2. EF), gesamt 10.
Zuschauer: 120, macht bei 15 Heimpartien 2793 – im Schnitt 186.
Das Kollektiv: Patrick Runknagel, Christopher Gippert, Florian Gärtner.
Im Bild darunter überreicht Dieter Hild den Pokal für den Kreismeister an Kapitän Lucas Andreas Braun. Begleitet durch den Bürgermeister Jörg Schlothauer.
