Unentschieden zu Hause !

Kreisoberliga – Saison 2025/26

7. Spieltag, Sonntag, der 28.9.2025

Mosbacher SV 1911 – TSV Sundhausen 1869

1:1 (1:0)

Zuschauer: 167

Nächster Dämpfer für den MSV – Mosbach lässt gegen Sundhausen erneut Punkte liegen
 
Nachdem der Mosbacher SV am vergangenen Wochenende wegen des Nichtantritts der SG FSV Leimbach in der zweiten Kreispokalrunde unfreiwillig pausieren musste, empfing er am 28. September 2025, also zwei Wochen nach dem letzten Pflichtspiel, den TSV Sundhausen 1869 im Langetal. Die letzten beiden Aufeinandertreffen mit dem TSV Sundhausen im Langetal waren für den MSV eine klare Angelegenheit. Mit 8:1 und 6:1 gingen die Schwarz-Weißen jeweils als deutliche Sieger vom Platz. Auch diesmal war die Zielsetzung klar. Der MSV wollte möglichst früh die Weichen für einen weiteren überzeugenden Heimsieg stellen. Obwohl Mosbach vielversprechend in die Partie startete, entwickelte sich im weiteren Verlauf ein zähes Duell. Die harte Gangart der Gäste, zu viele eigene Fehler sowie fehlende Ideen und Durchschlagskraft in der Offensive verhinderten einen Sieg. So musste sich Mosbach trotz spielbestimmender Rolle mit einem Unentschieden zufriedengeben.
Vor 167 Zuschauern erwischte der MSV den besseren Start und bestimmte zunächst das Geschehen. In den ersten zehn Minuten verzeichneten die Schwarz-Weißen auch einige Annäherungen an das Gästetor, wirklich zwingend wurde es jedoch selten. Entweder fehlte der richtige Moment für den Abschluss oder die TSV-Defensive klärte energisch. Früh war zu erkennen, dass Sundhausen auf eine kompakte Defensive setzte und versuchte, die MSV-Hintermannschaft mit langen Bällen der Innenverteidiger in Bedrängnis zu bringen. In der 13. Minute brachte Maximilian Hirschel den MSV in Front. Nach einem entschlossenen Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Gastgeber schnell um, verlagerten das Spiel auf die linke Außenbahn und leiteten so den Angriff ein, den Mosbachs Stürmer zur verdienten 1:0-Führung abschloss. In den folgenden Minuten bemühte sich Mosbach, die Führung auszubauen, doch klare Torchancen blieben Mangelware. Wirklich gefährlich wurde es nur gelegentlich durch schnelle Kombinationen über die Außenbahnen oder durch kontrolliertes Kurzpassspiel am Sechszehner der Gäste. Auch wenn Sundhausen in der ersten Halbzeit offensiv kaum Akzente setzen konnte, war Mosbachs Defensive immer wieder durch die bereits erwähnten langen Bälle gefordert. Innenverteidiger Maximilian Bruder und Thomas Brandau dominierten zahlreiche Zweikämpfe und Kopfballduelle, sodass die Angriffe des TSV wirkungslos blieben. Gegen Ende der ersten Halbzeit hatte Mosbach Schwierigkeiten, den Druck aufrechtzuerhalten. Die Abstände zwischen Angriff und Mittelfeld waren zu groß, sodass Sundhausen die dadurch entstandenen Räume mühelos nutzen konnte. Zum Entsetzen der MSV-Anhänger blieb etwa zehn Minuten vor der Pause ein klarer Handelfmeter unbestraft. Ein Sundhausener Verteidiger hatte den Ball mit dem Arm am Körper eingeklemmt, doch das Schiedsrichtergespann griff nicht ein. Am Ende der ersten Halbzeit durfte der MSV trotz einiger Schwierigkeiten mit einer nicht unverdienten 1:0-Führung in die Kabine gehen.
 
Für den zweiten Durchgang war die Zielsetzung eindeutig. Die langen Bälle von Sundhausens Innenverteidigern sollten unterbunden werden und vor dem gegnerischen Tor wollte Mosbach effektiver agieren, um das Spiel möglichst schnell zu entscheiden. Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte sich zunächst das gleiche Bild wie im ersten Durchgang. Der MSV hatte deutlich mehr Ballbesitz und kam immer wieder in Tornähe, doch es fehlten die klaren Ideen, um daraus Kapital schlagen zu können. Zudem sah man sich weiterhin den Bemühungen der Gastmannschaft gegenüber, da die Defensive des TSV nicht konsequent genug am Spielaufbau gehindert wurde. Gelangen dem MSV Vorstöße in Richtung Sundhausener Tor, wurden diese, wie schon häufig im ersten Durchgang, oft auch jenseits des Erlaubten von den Gästen gestoppt. In der 65. Spielminute zappelte das Netz. Aus Mosbacher Sicht allerdings auf der falschen Seite. Ein gut getretener Freistoß von Sundhausen senkte sich unter die Latte und landete im Tor, das Sören Lämmerhirt hütete. Er vertrat erneut den verletzungsbedingt fehlenden Philipp Jung sowie den im Urlaub abwesenden Constantin Marx. Der Ausgleich zum 1:1 verlieh den Gästen sichtlich Auftrieb. Die Zweikampfintensität nahm zu und die TSV-Abwehr zog sich weiter zurück, sodass Mosbach kaum Raum fand, um sich in den Strafraum zu kombinieren. In der 76. Minute sorgte eine überfällige Gelb-Rote Karte für Sundhausen für den nächsten Aufreger der Partie. Nur vier Minuten später musste Thomas Brandau, der seine aktive Zeit beim MSV eigentlich im Sommer beendet hatte, an diesem Tag aber dankenswerterweise aushalf, wegen einer Kopfverletzung vom Feld. An dieser Stelle wünscht der MSV Thomas Brandau gute Besserung! Mehrfach tauchte Mosbach noch gefährlich vor dem Tor der Gäste auf. Weder der Schuss des eingewechselten Johann Steffan, der vom linken Strafraumeck aus spitzem Winkel knapp am rechten Pfosten vorbeiging, noch Felix Hellmuth, der nach einer Ecke eine aussichtsreiche Chance nur etwa einen Meter vor der Torlinie vergab, brachten den MSV an diesem Tag auf die Siegerstraße.
 
Als der Abpfiff ertönte, herrschte wie schon zwei Wochen zuvor in Leimbach Enttäuschung bei Spielern und Fans. Mosbach versäumte es, das Spiel klar zu dominieren und so blieb am Ende nur ein Unentschieden. Dennoch bleibt die Langetal-Elf weiterhin Tabellenführer der Kreisoberliga und ungeschlagen im bisherigen Saisonverlauf. Die beiden jüngsten Punkteteilungen zeigen allerdings, dass Mosbach in den kommenden Spielen vor allem in Sachen Effizienz und Konsequenz nachlegen muss, um die Spitzenposition zu behaupten.
 
An dieser Stelle spricht der MSV einen besonderen Dank an Mannschaftsbetreuer Sören Lämmerhirt aus, der erneut für das aktuell fehlende Torwartduo Philipp Jung und Constantin Marx eingesprungen ist. Außerdem bedankt sich der Verein bei Thomas Brandau, der die Mosbacher Defensive an diesem Tag trotz seines eigentlichen ‚Fußballruhestands‘ tatkräftig unterstützte.
Nach zwei Unentschieden in Folge hat der MSV bereits am kommenden Wochenende die Chance auf Wiedergutmachung. Am 05.10.2025 um 14 Uhr trifft die Mannschaft im Achtelfinale des Kreispokals auswärts auf den Kreisligisten FSV Waltershausen II. Der Mosbacher SV hofft dabei auf zahlreiche Unterstützung seiner Fans, um gemeinsam für den Einzug in das Viertelfinale zu kämpfen.
 
Das Aufgebot: Sören Lämmerhirt, Jonas Brandau, Thomas Brandau, Maximilian Bruder (C), Andy von Roda, Philipp Urban, Mike Zimmermann, Lucas Andreas Braun, Nils van den Brandt, Jonas Mäurer, Maximilian Hirschel.
 
Die Wechselbank: Johann Steffan, Tim Möbius, Philipp Peterhänsel, Felix Hellmuth, Maik Hirschel, Marcus von Roda.
 
Die Wechsel: Marcus von Roda für Mike Zimmermann (56.), Johann Steffan für Jonas Brandau (56.), Tim Möbius für Nils van den Brandt (68.), Felix Hellmuth für Maximilian Hirschel (77.), Philipp Peterhänsel für Thomas Brandau (80.).
 
Die Tore: 1:0 Maximilian Hirschel (13.), gesamt 2, 1:1 Christopher Zick (65.).
 
Die Zuschauer: 167, macht bei 4 Heimpartien 769 – im Schnitt 192
 
Der Schiri: Colin Joel Reisig