Rückstand rüttelt den MSV wach !

Kreisoberliga – Saison 2025/26

25. Spieltag, Sonntag, der 10.5.2026

Mosbacher SV 1911 – SG SV Wandersleben 

5:1 (1:1)

Zuschauer: 143

 

Traumtor, Torrekord und Titelträume – Mosbach feiert nächsten Heimsieg
 
Dank der Hilfe des FC Eisenach, welcher der SG VfB 1919 Vacha am vergangenen Wochenende ein Unentschieden abrang, konnte der Mosbacher SV bereits in der Vorwoche den Vorsprung auf Platz zwei auf zehn Punkte ausbauen. Mit diesem komfortablen Polster und ordentlich Rückenwind durch vier Siege in Serie empfing der MSV am Sonntag, dem 10. Mai, um 15 Uhr den Tabellendreizehnten der Kreisoberliga Westthüringen. Mit der SG SV Wandersleben reiste dabei ein Gegner ins Langetal, den die Mosbacher im Hinspiel deutlich mit 1:7 besiegen konnten. Die Favoritenrolle lag somit klar beim Tabellenführer aus dem Langetal. Der Mosbacher SV startete mit einigen Schwierigkeiten in die Partie. Fehlpässe und fehlendes Tempo im Spielaufbau sorgten zunächst dafür, dass die Mannschaft nur schwer ihren Rhythmus fand. Auch wenn die Gäste offensiv über die gesamten 90 Minuten, abgesehen von wenigen Ausnahmen, kaum stattfanden, war es dennoch die SG SV Wandersleben, die nach 23 Minuten per Elfmeter erstmals jubeln durfte. Der MSV biss sich im Anschluss jedoch zunehmend in die Begegnung und konnte die Wanderslebener vor allem im zweiten Durchgang immer wieder sehenswert ausspielen. Aufgrund der deutlich höheren Spielanteile und der Vielzahl an Torchancen geht der 5:1-Erfolg letztlich auch in dieser Höhe verdient an die Mosbacher.
 
Gleich zu Beginn der Begegnung gab es die ersten Sorgenfalten auf Mosbacher Seite. Yannik Peterhänsel musste bereits nach zwölf Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden, nachdem er sich in einem Zweikampf eine muskuläre Verletzung zugezogen hatte. Gute Besserung an dieser Stelle, Yannik! Für ihn kam Mike Zimmermann, der sich sofort in die Partie kämpfte und im Verlauf des Spiels viele wichtige Duelle für sich entscheiden konnte. So richtig fand der Mosbacher SV in der Anfangsphase nicht ins Spiel. Der Ball lief phasenweise zu schleppend durch die eigenen Reihen und man verpasste es, zwingende Torchancen herauszuspielen. Dennoch näherten sich die Schwarz-Weißen dem gegnerischen Tor immer wieder an und erarbeiteten sich zahlreiche Eckbälle. Obwohl die SG SV Wandersleben bis dahin offensiv kaum in Erscheinung getreten war, gingen an diesem Nachmittag dennoch die Gäste in Führung. Constantin Marx geriet nach einem Rückpass unter Druck und konnte den Ball nicht sauber klären. Nach dem folgenden Pressschlag zwischen ihm und dem Wanderslebener Angreifer blieb der Ball schließlich zwischen beiden liegen. Beim anschließenden Rettungsversuch traf Consti den Gegenspieler, sodass der Schiedsrichter folgerichtig auf Elfmeter entschied. Diese Gelegenheit ließen sich die Gäste nicht entgehen und gingen nach 23 Minuten mit 0:1 in Führung. Wie bereits gegen Dermbach und Eisenach musste der Mosbacher SV damit auch im dritten Spiel in Folge einem Rückstand hinterherlaufen. Wenig später musste auch Philipp Urban den Platz verlassen, nachdem er sich in einem Laufduell ebenfalls eine muskuläre Verletzung zugezogen hatte. Gute Besserung, PU! Für ihn kam Mika Schade in die Partie, der nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause sein Comeback feierte und sofort für mehr Stabilität im Spiel des Mosbacher SV sorgte. In der 35. Spielminute konnte der Mosbacher SV schließlich auch Kapital aus den zahlreichen Eckbällen schlagen. Luca Lippold, der die Bälle an diesem Tag ein ums andere Mal gefährlich von der Eckfahne in den Strafraum brachte, fand mit seiner Hereingabe am zweiten Pfosten den perfekt einlaufenden Lucas Braun, der per Kopf zum verdienten Ausgleich traf. Mit diesem Zwischenstand gingen beide Mannschaften in die Halbzeitpause.
 
Direkt nach Wiederanpfiff machte die Langetal-Elf deutlich, dass sie den Platz an diesem Tag unbedingt als Sieger verlassen wollte. Jonas Mäurer initiierte im höchsten Tempo über die rechte Seite einen Angriff, der letztlich im Strafraum bei Luca Lippold endete. Dieser ließ gleich mehrere Verteidiger aussteigen und vollendete platziert zum 2:1 für den Mosbacher SV. In der 55. Spielminute erhöhte der Mosbacher SV im Stile eines Spitzenreiters kunstvoll auf 3:1. Julian Bindel nutzte eine hohe Hereingabe von der linken Seite perfekt aus, indem er den Ball kurz vor dem Fünfmeterraum aus der Luft direkt mit der Innenseite präzise in den rechten Winkel setzte. Der MSV hatte auch an diesem Tag in der zweiten Halbzeit, wie schon in den vergangenen Wochen, seine spielerische Leichtigkeit wiedergefunden. Wandersleben sah sich nun immer wieder mit weiteren Angriffswellen in Schwarz und Weiß konfrontiert. Luca Lippold, der an diesem Tag zahlreiche Torchancen initiierte und immer wieder als Spielantreiber aus dem Mittelfeld agierte, hätte links im Strafraum beinahe für einen ähnlichen Wow-Moment gesorgt wie zuvor Julian Bindel. Nach einem hohen Ball auf ihn entschied er sich ebenfalls für einen Volley direkt aufs Tor. Sein Abschluss kam gefährlich auf das Gehäuse, doch der glänzend reagierende Schlussmann der Gastmannschaft konnte den Gegentreffer gerade noch verhindern. Einige Augenblicke später setzte sich der stark aufspielende Kapitän Lucas Braun gut gegen seine Gegenspieler durch und kam an der Strafraumkante zum Abschluss. Sein wuchtiger Schuss prallte von der Unterkante der Latte wieder in Richtung Tor. Ob der Ball dabei die Linie vollständig überschritten hat, ließ sich jedoch nur schwer mit hundertprozentiger Gewissheit sagen. In der 89. Minute kam Lucas Braun dann doch noch zu seinem zweiten Treffer an diesem Tag. Wieder fand die Wanderslebener Defensive kein Mittel gegen Mosbachs Top-Torjäger, der mit seinem Abschluss auf 4:1 für seine Farben erhöhte und damit die Torschützenliste der Kreisoberliga Westthüringen mit nun 21 Treffern auf Platz eins anführt. Zwei Minuten später, die Nachspielzeit dieser Begegnung lief bereits, sorgte Maximilian Hirschel für einen echten Meilenstein. Nachdem er zuvor bereits einige Male gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufgetaucht war, steckte er nun seinen ganzen Willen und seine Überzeugung in einen Abschluss, der nicht nur den Endstand von 5:1 besiegelte, sondern auch das 100. Kreisoberligasaisontor für den Mosbacher SV bedeutete. In der zehnjährigen Kreisoberligahistorie des MSV konnten die Schwarz-Weißen noch nie mehr als 96 Treffer in einer Saison erzielen, sodass diese Marke von 100 Toren in einer Spielzeit in doppelter Hinsicht einen besonderen Stellenwert für unseren Verein hat.
Der Mosbacher SV kann somit bereits den fünften Sieg in Folge feiern und kommt dem Traum vom Kreismeistertitel immer näher. Für die kommenden Wochen steht erfreulicherweise auch Dennis Voigt wieder zur Verfügung, der der Mannschaft seit Mitte März aufgrund einer Operation gefehlt hat und an diesem Sonntag bereits über 90 Minuten mitwirkte.
Noch muss der MSV einige Schritte gehen, um am Ende tatsächlich feiern zu können. Dem großen Ziel könnte man jedoch bereits am kommenden Wochenende wieder ein gutes Stück näherkommen, wenn es auswärts gegen den Aufsteiger Lok Gotha geht. Anstoß ist am Samstag um 15 Uhr auf dem Sportplatz Kindermannstraße.
 
Das Aufgebot:
Constantin Marx, Maximilian Bruder, Fabian Brandau, Lucas Braun (35‘/89‘), Julian Bindel (55‘), Philipp Urban, Tobias Kiesel, Yannik Peterhänsel, Luca Lippold (46‘), Dennis Voigt, Jonas Mäurer, Mika Schade, Jonas Brandau, Maximilian Hirschel (90+1‘), Mike Zimmermann, Philipp Peterhänsel, Tim Möbius, Maik Hirschel
Die Wechsel:
Mike Zimmermann für Yannik Peterhänsel (12‘),
Mika Schade für Philipp Urban (25‘),
Maximilian Hirschel für Julian Bindel (56‘),
Tim Möbius für Luca Lippold (68‘),
Philipp Peterhänsel für Tobias Kiesel (71‘)
Die Tore: 0:1 Christian Schlupp (23. EF), 1:1/4:1 Lucas Andreas Braun (35./89.), gesamt 21, 2:1 Luca Lippold (46.), gesamt 4, 3:1 Julian Bindel (55.), gesamt 1, 5:1 Maximilian Hirschel (90+1), gesamt 11.
Zuschauer: 143, macht bei 13 Heimpartien 2322 – im Schnitt 179
Das Kollektiv: Jörg Tischer, Jeremy Micheels, David Buder.
 
 
 
Maximilian Hirschel freut sich nicht nur über sein Tor zum 5:1 Endstand, sondern auch über den hundertsten Treffer des MSV in dieser Saison !
 

Späte Entscheidung im Nachhole- Spiel !

Kreisoberliga – Saison 2025/26

23. Spieltag, Freitag, der 1.5.2026

Mosbacher SV 1911 – FC Eisenach

3:1 (0:1)

Zuschauer: 172

Vierter Sieg in Folge – Mosbach dreht Rückstand gegen den FC Eisenach
 
Zwei Wochen nachdem die Kreisoberligapartie zwischen dem Mosbacher SV und dem FC Eisenach aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes im Langetal buchstäblich ins Wasser gefallen war, bekamen die Zuschauer am 1. Mai 2026 um 14 Uhr die verspätete Austragung dieser Begegnung zu sehen. Die Wartburgstädter, die vor diesem Duell aus den letzten sieben Spielen fünf Siege holen konnten, präsentierten sich in der Rückrunde deutlich formstärker als noch in der Hinrunde. Der MSV, der das Hinspiel im Wartburgstadion souverän mit 1:6 für sich entschieden hatte, war also gewarnt. Die Partie begann jedoch, wie schon in der Vorwoche gegen Dermbach, alles andere als nach dem Geschmack der Mosbacher. Zu wenig Spieltempo und fehlende Durchschlagskraft sorgten dafür, dass die Schwarz-Weißen im ersten Durchgang keinen wirklichen Spielfluss fanden. Zu allem Überfluss nutzte Eisenach Mitte der ersten Halbzeit eine Nachlässigkeit des MSV zur Führung, die zugleich den Pausenstand bedeutete.
 
Im zweiten Durchgang präsentierte sich Mosbach dann deutlich aktiver, setzte Eisenach zunehmend unter Druck und drehte die Partie schließlich noch zu einem 3:1-Heimsieg.
Bei bestem Wetter sahen die 172 Zuschauer im Langetal einen zunächst zähen Beginn der Mosbacher Mannschaft. Der MSV fand nur schwer in die Partie und schaffte es nicht, dem Spiel früh seinen Stempel aufzudrücken. Stattdessen neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken der ersten Halbzeit im Mittelfeld, echte Torchancen blieben auf Mosbacher Seite zunächst aus. Nach 25 Minuten geriet die Langetal-Elf dann in Rückstand. Ein Eisenacher Dribbling zentral in Richtung Strafraum wurde nicht konsequent genug unterbunden, sodass der FCE schließlich zur 0:1-Führung einnetzen konnte. So richtig erholen konnten sich die Mosbacher von diesem Nackenschlag bis zur Pause nicht. Zwar gelang es, die Eisenacher Angriffe größtenteils früh zu unterbinden, allerdings verpasste man es, selbst gefährliche Offensivakzente zu setzen. Die eine oder andere Halbchance konnte auf Mosbacher Seite dennoch verbucht werden, wie etwa durch Maximilian Hirschel, der mit dem Rücken zum Tor den Ball nur knapp, letztlich aber ungefährlich neben den linken Pfosten setzte. Insgesamt blieb es im ersten Durchgang jedoch bei zu wenigen zwingenden Aktionen, sodass der MSV erst zum zweiten Mal in dieser Kreisoberliga-Saison 2025/26 mit einem Rückstand in die Halbzeitpause gehen musste.
 
Mit Beginn der zweiten 45 Minuten präsentierte sich Mosbach gefährlicher und zielstrebiger als noch zuvor. Die Annäherungen in Richtung Eisenacher Tor wurden nun wesentlich konkreter. In der 69. Spielminute wurde Andy von Roda nach einem Dribbling über links in den Strafraum nahe der Grundlinie zu Fall gebracht, was einen Strafstoß für seine Mannschaft zur Folge hatte. Andy selbst übernahm die Verantwortung und verwandelte gewohnt souverän zum 1:1-Ausgleich für den MSV. Mosbach hatte nun das Momentum auf seiner Seite, auch wenn Eisenach weiterhin konzentriert und energisch agierte und jederzeit in der Lage war, Gefahr auszustrahlen. Der MSV behielt jedoch in vielen wichtigen Zweikämpfen die Oberhand und kämpfte sich so mehr und mehr in die Partie. In der 80. Spielminute durfte dann im Langetal ausgelassen gejubelt werden. Lucas Braun brachte von rechts eine punktgenaue Flanke in Richtung Elfmeterpunkt, wo Johann Steffan goldrichtig stand und den Ball mit einem perfekt getroffenen Volley zum 2:1-Führungstreffer im Netz versenkte. Mosbach blieb weiter am Drücker und drängte auf die Entscheidung. In der letzten Minute der regulären Spielzeit erzwang der eingewechselte und extrem auffällige Luca Lippold, der nach seiner Einwechslung frischen Schwung brachte und sich sofort festbiss, auf der linken Seite kurz vor dem Sechzehner den Ballgewinn.
Mit viel Energie zog er anschließend Richtung Grundlinie, behielt im richtigen Moment den Überblick und legte mustergültig auf den mitgelaufenen Lucas Braun quer. Lucas ließ sich diese Chance nicht entgehen und schob zum 3:1-Endstand ein.
 
So konnten an diesem Tag doch wieder Jubelgesänge durch das Mosbacher Langetal schallen, auch wenn der MSV zwischenzeitlich weit davon entfernt war, den nun vierten Sieg in Folge einzufahren. Die Leistungssteigerung im zweiten Durchgang unterstreicht jedoch die Moral und den Kampfgeist der Mosbacher Mannschaft, die, zumindest bis zum Sonntag, wenn der FC Eisenach in Vacha zum nächsten Nachholspiel antritt, mit elf Punkten Vorsprung weiterhin die Tabelle der Kreisoberliga anführt. Heimspiele in der Kreisoberliga liegen dem Mosbacher SV dabei weiterhin besonders gut. Im Langetal ist man seit über einem Jahr ungeschlagen, die letzte Niederlage geht auf den 19.04.2025 gegen die SG SV Eintracht Ifta (1:2) zurück.
 
Auch in der kommenden Woche darf sich das Langetal wieder auf Fußball freuen, wenn der Mosbacher SV am 10. Mai 2026 um 15 Uhr auf die SG SV Wandersleben trifft. Auch in dieser Partie möchte der MSV wieder als Sieger vom Platz gehen, um dem großen Ziel dieser Spielzeit einen weiteren Schritt näherzukommen.
 
Das Aufgebot:
Constantin Marx, Fabian Brandau, Jonas Brandau, Lucas Braun (90‘), Johann Steffan (80‘), Julian Bindel, Maximilian Hirschel, Mike Zimmermann, Marcus von Roda, Andy von Roda (69‘ E.), Jonas Mäurer, Maximilian Bruder, Tobias Kiesel, Philipp Peterhänsel, Tim Möbius, Luca Lippold, Maik Hirschel, Felix Hellmuth
Die Wechsel:
Maximilian Bruder für Jonas Brandau (41‘), Luca Lippold für Mike Zimmermann (46‘), Tobias Kiesel für Maximilian Hirschel (48‘), Felix Hellmuth für Marcus von Roda (78‘),
Tim Möbius für Fabian Brandau (90‘)
Die Tore: 0:1 Erik Richard Joachim (25.), 1:1 Andy von Roda (69.EF), gesamt 8, 2:1 Johann Steffan (80.), gesamt 7, 3:1 Lucas Andreas Braun (90.), gesamt 19.
Zuschauer: 172, macht bei 12 Heimpartien 2179 – im Schnitt 182
Das Kollektiv: Hanna Dietrich, Alexander Gall, Thomas Schmidt.
 

Andy von Roda trifft per Elfmeter zum 1:1

 

 

Leistungssteigerung bringt Torflut !

Kreisoberliga – Saison 2025/26

24. Spieltag, Sonntag, der 26.4.2026

Mosbacher SV – SG SV Blau-Weiß Dermbach

8:1 (2:1)

Zuschauer: 159

Kopfballfestival“ und Hirschel-Dreierpack – Mosbach überrollt Dermbach mit 8:1
 
Nach der unfreiwilligen Zwangspause am 19. April, das Langetal blieb witterungsbedingt fußballfrei, rollte am Sonntag, den 26.04.2026, endlich wieder der Ball in Mosbach. Mit der SG SV Blau-Weiß Dermbach gastierte ein Team aus dem unteren Tabellendrittel der Kreisoberliga Westthüringen beim MSV. Für die Mosbacher bestand jedoch kein Anlass, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen, denn die vergangenen Duelle hatten gezeigt, dass die Blau-Weißen ein unangenehmer Gegner sein können. Die Gäste präsentierten sich überraschend aktiv, attackierten früh die Mosbacher Defensive und sorgten dafür, dass die Langetal-Elf in den ersten 20 bis 25 Minuten Probleme hatte, ihren Spielrhythmus zu finden. Diese Phase nutzte Dermbach aus und ging nach 15 Minuten in Führung. In der Folge fand der MSV jedoch immer besser ins Spiel und drehte die Partie noch vor dem Halbzeitpfiff auf 2:1. Nach dem Seitenwechsel agierten die Mosbacher dominant und abgeklärt und ließen den Gästen dadurch kaum Zeit zum Durchatmen. Insgesamt sechsmal musste der Dermbacher Schlussmann im zweiten Durchgang noch hinter sich greifen, sodass am Ende ein hochverdienter 8:1-Heimsieg für den Mosbacher SV zu Buche stand.
 
Bei bestem Fußballwetter sahen die 159 Zuschauer einen eher durchwachsenen Beginn der Hausherren. Die Mannschaft zeigte sich überrascht vom hohen Dermbacher Pressing und brauchte eine Weile, um sich darauf einzustellen. Auch die Angriffsversuche des MSV verliefen zunächst schleppend, da es im Vorwärtsgang noch an Bewegung und klaren Anspielstationen fehlte. Nach 15 Minuten bestrafte Dermbach diese Anfangsphase. Ein hoher Ball aus dem Mosbacher Aufbauspiel wurde abgefangen, zentral vor das Mosbacher Tor weitergeleitet und zum 0:1 vollendet. In den Minuten danach fand der MSV zunehmend besser ins Spiel, auch wenn es in der einen oder anderen Situation noch an der nötigen Zielstrebigkeit fehlte. In der 27. Minute gelang Mosbach der Ausgleichstreffer. Ein Angriff über die rechte Seite wurde zunächst fast von einem Dermbacher Verteidiger unterbunden, der den Ball weit klären wollte. Sein Klärungsversuch wurde jedoch geblockt und landete zentral vor dem Sechzehner, von wo aus Luca Lippold auf Maximilian Hirschel in den Strafraum ablegte. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte zum 1:1. Der Ausgleich gab dem MSV spürbar mehr Sicherheit, auch wenn noch nicht alles so lief, wie man es sich im Vorfeld dieser Partie vorgenommen hatte. In der 39. Spielminute drehte der Mosbacher SV die Partie dann komplett. Kapitän Lucas Braun ließ dem Dermbacher Torhüter nach Vorarbeit von Jonas Mäurer keine Chance und brachte seine Mannschaft mit seinem 18. Saisontor in Führung. Damit liegt er aktuell auf Platz zwei der Torjägerliste der Kreisoberliga Westthüringen. Mit dieser 2:1-Führung ging es für den MSV in die Halbzeitpause.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatte man das Spiel immer besser kontrolliert, ließ aber für den zweiten Durchgang noch Luft nach oben.
Vier Minuten nach Wiederanpfiff zeigte Torhüter Constantin Marx, wie schon zwei Wochen zuvor in Sundhausen, seine ganze Klasse, als er einen perfekt getretenen Freistoß kurz vor der Strafraumkante mit einer überragenden Parade aus seiner rechten Torecke fischte und zur Ecke klärte. In der 51. Minute erhöhte Jonas Mäurer auf 3:1, nachdem er eine hervorragend getretene Ecke von Fabian Brandau per Kopf im gegnerischen Tor unterbrachte. Der MSV spielte sich nun in einen regelrechten Torrausch. Nur drei Minuten später zappelte erneut das Netz der Dermbacher. Maximilian Hirschel stellte nach Vorarbeit von Mike Zimmermann per Kopf auf 4:1. Die Gäste waren sichtlich überfordert mit dem Offensivdruck der Mosbacher im zweiten Durchgang. Das hohe Pressing in der ersten Halbzeit hatte den Blau-Weißen sichtlich Kraft gekostet, sodass sie kaum noch für Entlastung sorgen konnten. In der 56. Spielminute jubelte die Mosbacher Fangemeinde bereits zum fünften Mal an diesem Tag. Der Torschütze hieß, bereits zum zweiten Mal in diesem Spiel, Jonas Mäurer. Dieser wurde mit einem sehenswerten Außenristpass in die Spitze von Maximilian Hirschel in Szene gesetzt und vollendete konsequent zum 5:1. In der 60. Minute gab es neben dem offensivfreudigen Spielverlauf auch noch einen weiteren Grund zur Freude aus Mosbacher Sicht. Felix Hellmuth kehrte nach mehrwöchiger Verletzungspause auf den Platz zurück.
Schön dich wieder auf dem Feld zu sehen, Felix! In der 66. Spielminute wurde es dann auch noch spektakulär. Maximilian Hirschel schloss rechts vom Tor aus spitzem Winkel ab und knallte den Ball unter die Latte, von wo aus dieser den Weg ins Netz fand und für erneuten Jubel im Langetal sorgte. Mit diesem Treffer erzielte Max nicht nur seinen dritten an diesem Tag, sondern zugleich das 90. Saisontor des Mosbacher SV in dieser Kreisoberligasaison. Auch nach diesem Treffer dachte der Mosbacher SV nicht daran, einen Gang runterzuschalten. Nach Vorarbeit von Lucas Braun, der den Ball hoch auf den zweiten Pfosten spielte, köpfte Mike Zimmermann zum 7:1 ein. Es war bereits der dritte Kopfballtreffer des MSV an diesem Tag , was keine alltägliche Statistik für die Mannschaft des Trainerduos René Deubner und Christian Lemmer darstellt. Den Schlusspunkt an diesem Tag setzte der eingewechselte Johann Steffan in der 88. Minute mit dem 8:1-Endstand. Nach Vorlage des ebenfalls eingewechselten Maik Hirschel, der wenige Minuten zuvor noch knapp über das Dermbacher Tor abgeschlossen hatte, ließ Johann seine Gegenspieler stehen und schob flach ein.
Einen torreichen Nachmittag konnten die Mosbacher Fans an diesem Sonntag feiern. Mit nun acht Punkten Vorsprung führt der MSV weiterhin die Kreisoberliga als Tabellenführer an und kann motiviert, entschlossen und mit viel Selbstvertrauen in die verbleibenden sieben Saisonspiele gehen.
 
Im Vergleich zur Vorsaison steht der Mosbacher SV nach 23 Spieltagen nicht nur an der Spitze der Liga, sondern präsentiert sich mit einem Torverhältnis von 92:25 deutlich offensivstärker als im Vorjahr (68:25).
Zudem hat Mosbach im Vergleich zur Vorsaison nach 23 Spieltagen acht Punkte mehr gesammelt und unterstreicht damit die vielen positiven Eindrücke dieser Spielzeit.
Neben diesen erfreulichen Nachrichten gibt es jedoch leider auch eine unerfreuliche. Torhüter Philipp Jung, der bereits in der Hinrunde lange verletzungsbedingt ausfiel, hat sich beim Abschlusstraining vor dem witterungsbedingt abgesagten Heimspiel gegen den FC Eisenach erneut schwer verletzt. Es besteht der Verdacht auf einen Innenmeniskusriss, sodass er dem MSV vorerst wieder fehlen wird. Verein, Mannschaft und Fans wünschen ihm alles Gute und eine schnelle Genesung!
 
Das besagte Spiel gegen den FC Eisenach wird bereits am Freitag, den 01.05.2026, um 14 Uhr in Mosbach nachgeholt. Der Mosbacher SV hofft dabei, wieder zahlreiche Zuschauer im Langetal begrüßen zu dürfen.
Das Aufgebot:
Constantin Marx, Fabian Brandau, Jonas Brandau, Mike Zimmermann (68‘), Lucas Braun (39‘), Maximilian Hirschel (27‘/54‘/66‘), Yannik Peterhänsel, Marcus von Roda, Luca Lippold, Andy von Roda, Jonas Mäurer (51‘/56‘), Johann Steffan (88‘), Julian Bindel, Marvin Pfohl, Tim Möbius, Maik Hirschel, Sören Lämmerhirt, Felix Hellmuth
Die Wechsel:
Johann Steffan für Luca Lippold (46‘),
Felix Hellmuth für Jonas Mäurer (60‘),
Julian Bindel für Yannik Peterhänsel (60‘),
Tim Möbius für Fabian Brandau (69‘),
Maik Hirschel für Maximilian Hirschel (74‘)
 
Die Tore: 0:1 Maximilian Schmidt (15.), 1:1/4:1/6:1 Maximilian Hirschel (27./54./66.), gesamt 10, 2:1 Lucas Andreas Braun (39.), gesamt 18, 3:1/5:1 Jonas Mäurer(51./56.), gesamt 17, 7:1 Mike Zimmermann (68.), gesamt 2, 8:1 Johann Steffan (88.), gesamt 6.
Zuschauer: 159, macht bei 11 Heimpartien 2009, im Schnitt 183.
 
Das Kollektiv: Jonas Scheffel, Jeremy Micheels, Maik Dietrich.
 
Johann Steffan auf dem Weg zum Endstand von 8:1