MSV streicht im Pokal die Segel !

2 Hauptrunde im Pokal

Sonntag, der 20.9.2020

Mosbacher SV – SG Bischofroda / Creuzburg

7:8 n. E. ( 0:0/ 1:1)

Zuschauer auf dem Gelände der Sportanlage nicht zugelassen !!

War das Pokalspiel in den zweiten 45 Minuten über längere Strecken auf überschaubaren Niveau, so entschädigte die Dramatik in der Verlängerung, sowie im Elfmeterschießen, die Magerkost. Zunächst musste der MSV die Hiobsbotschaft über den Ausfall seines Kapitäns Andy von Roda verkraften, der nach dem Derby noch in der Notaufnahme war. Die Diagnose: Mehrere Rippenprellungen, sowie eine schwere Schulterverletzung. Gute Besserung !. Wie lange das Ganze dauert steht noch nicht fest. Hinzu kommen die vier Wochen Spielsperre für Julian Bindel für seine Schiedsrichterbeleidigung aus dem Punktspiel gegen Bischofroda. Da Fabian Brandau immer noch außer Gefecht ist, tritt genau das ein ein was in der Saisonvorschau prognostiziert wurde – fallen nur 3 Spieler aus hat der MSV auf Grund seines schmalen Kaders sofort ein Problem.

Nach den Mängeln  im Hygeniekonzept im Punktspiel vor einer Woche, wer auch immer den Sachverhalt weitergeleitet hat – ( hoffentlich hat niemand so genau zum Derby hingeschaut ) erhielt der MSV die Auflagen ein spezielles Konzept zu erarbeiten. Kurz und knapp: Dieses wurde vom Landratsamt nicht anerkannt und zum Spiel wurden nur die Betreuer, Trainer, Schiris bzw. Spieler auf das Gelände gelassen. Zuschauer war der Zutritt untersagt. Die Fans ( 121) die trotzdem erschienen, hielten sich auf den Privatgelände neben dem Sportplatz auf und verhielten sich absolut vorbildlich. Der MSV bedank sich ausdrücklich für das gezeigte Verständnis, sowie die Unterstützung von der ehemaligen Schutthalde!!!!!!!. Der Vorstand arbeitet weiter und hofft so zum Spiel gegen Siebleben wieder auf ” normale ” Verhältnisse.

Zum Spiel: 48 Stunden nach dem Punktspiel in Wutha ( Bischofroda hatte spielfrei) merkte man schnell eine gewisse Verunsicherung im Spielaufbau mit Abspielfehlern, die eigentlich zur Vergangenheit angehörten. So kamen die ersten beiden Chancen der Hausherren erst nach 11 bzw. 18 Minuten auf den Merkzettel. Erst verzieht Philipp Urban nach Pass von Lukas Braun, später ist Torhüter Güth bei Max Hirschels Schuss auf dem Posten. Auf der Gegenseite hielt Marcel Schade stark gegen Schmidt (21.). Sein Namensfetter Mika bringt die Flanke auf den Kopf von Max Hirschel, der aus aussichtsreicher Position verzieht (23.). Dann kommt das erste fatale Fehlabspiel im Aufbau, der MSV steht blank – Keeper Schade klärt mit dem Fuß in höchster Not ( 33.). Erst kurz vor der Pause kann der MSV hoffen: Max Hirschel setzt im Strafraum durch und gleich 3 ( !! ) Mosbacher behindern sich 7 Meter vor dem Tor.

Nach der Pause dauerte es bis zur sechzigsten Minute, bis wieder Aufregung im Gästestrafraum war. Die Ecke von Kevin Spittel lang geschlagen findet in David Häuschen den Abnehmer. Der Ball fliegt über die Latte. So langsam wirken die Bewegungen beim MSV nicht mehr so spritzig, wen wunderts. Der eingewechselte Laun setzt den Ball für die Gäste an den Pfosten ( 63.), Lukas Braun gewinnt sein Laufduell, seine Flanke kann erneut Max Hirschel frei im Fünfer nicht unterbringen (66.). David Häuschen findet Kevin Spittel – Güth pariert ( 73. ). Spürbar bekommt der MSV die zweite Luft, die Gäste so wie schon 7 Tage zuvor, bekommen Probleme. Nach Kevin Spittels Solo visiert David Häuschen das lange Eck an – Güth pariert erneut (82.), letzte Minute: Gewühl im Fünfer der Gäste, Max Hirschel setzt den Ball um Zentimeter über die Latte. Verlängerung.

Hier ist es zunächst der abgefälschte Freistoß von Voigt, der Marcel Schade auf die Probe stellt und den Ball per Reflex auf der Linie zu fassen bekommt (95.). Bei Philipp Peterhänsels Hereingabe muss die Führung fallen, weil Max Hirschel sich im richtigen Moment absetzt, aber aus 3 Meter die Kugel per Kopf über das Eck jagt (99.).  Dann “vertänzelt ” Kevin Spittel ( weit von Normalform entfernt ) den Ball an der Mittellinie, bleibt stehen und sieht wie am Ende Andy Schmidt ohne Mühe zum 1:0 der Gäste einnetzt ( 111.). Der MSV bringt Mike Zimmermann, der nochmal Schwung in die Aktionen bringt. Schiri Philipp Giertz hatte die Partie über die gesamte Zeit an der sehr, sehr langen Leine laufen lassen. Es sah so aus als hätte er seine Karten vergessen – für Trikothalten oder klare Foulspiele gab es freundliche Ermahnungen. Als Böhnhardt 4 Minuten später nach Foul an Lukas Braun anschließend  gegen den am Boden liegenden Angreifer nachtrat, musste Giertz glatt Rot ziehen. Die Zeit lief davon. David Häuschens guter Schuss findet in Güth seinen Meister ( 116.), bevor er mit seinem Pass in die Schnittstelle Lukas Braun findet. Lukas den Tick schneller am Ball als Keeper Güth und wird zu Fall gebracht. Elfmeter. Max Hirschel schnappt sich das Leder und erzielt den glücklichen, aber sowas von verdienten Ausgleich ( 118.). Noch nicht Schluss, da fabriziert Mika Schade ohne Not einen Querpass. Benjamin Mayer läuft alleine auf Keeper Schade zu, der mit der Fussspitze an den Ball kommt, der Angreifer wird leicht vom Tor abgedrängt, anstatt sofort zu schießen, will er das Spielgerät unter Kontrolle bekommen. Genau dieser Moment dauert zu lange und mit vereinten Kräften klären gleich mehrere Mosbacher am Pfosten stehend, liegend die Situation. Elfmeterschießen !.

Immer Glücksache. Die jeweils 5  Schützen der Teams verwandeln ihre Elfer sicher. Dann scheitert Kapitän Thomas Brandau an Güth, wenn Christoph Kraemer trifft ist es vorbei – Marcel Schade pariert. Weiter gehts.  Mike Zimmermann als nächster Mosbacher jagt die Kugel über die Latte, Schaare verwandelt und die Gäste feiern ihr Weiterkommen. 

Das Elfmeterschießen: Max Hirschel 2:1, Jonas Schlittig 2:2, Philipp Peterhänsel 3:2, Denis Voigt 3:3, Moritz Wilhelm 4:3, Benjamin Mayer 4:4, David Häuschen 5:4, Moris Hirt 5:5, Lukas Braun 6:5, Andy Schmidt 6:6, Yannik Peterhänsel 7:6, Lucas Laun 7:7, Thomas Brandau – Güth hält, Christoh Kraemer – Schade hält, Mike Zimmermann – verschossen, Andreas Schaare 8:7.

 

MSV mit deutlicher Niederlage in Wutha !

Kreisoberliga – Saison 2020/21

3. Spieltag, Freitag, der 18.9.2020

SG EFC Ruhla / Wutha – Farnroda – Mosbacher SV

5:1 (2:1)

Zuschauer: 320

Spielbericht von Mike Zimmermann

1:5 Niederlage im Ortsderby

Der MSV musste am vergangenen Freitagabend eine herbe und vor allem unnötige 1:5 Niederlage im Ortsderby bei der SG EFC Ruhla I hinnehmen. Knackpunkt des Spiels, da waren sich nahezu alle Beobachter einig, waren die Minuten kurz vor und nach der Halbzeitpause, in der die Gastgeber binnen 10 Minuten mit 3 Toren auf 4:1 davonzogen und der MSV darauf keine Antworten mehr fand.

Zum Spiel:
Bei beiden Teams fehlten einige wichtige Akteure. Ruhla’s Trainer Dirk Kallenbach musste auf Florian Meinhardt, Steve und Nico Fuchs und Tobias Wollenhaupt verzichten. Beim MSV fiel neben Fabian Brandau und dem rotgesperrten Julian Bindel kurzfristig noch Stefan Zimmermann (Grippe) aus und vergrößerte damit die Not im ohnehin schon dünnen Kader.
Trotzdem entwickelte sich vor 200 Zuschauern (gefühlt waren es doppelt so viele) ein intensives und phasenweise gutklassiges Fußballspiel. Die Begegnung nahm auch sofort Fahrt auf. Bereits bei der ersten brenzligen Situation im MSV-Strafraum musste Schiedsrichter Martjuschew auf den Punkt zeigen, nachdem Keeper Christian Haaß Younes El Antaki zu ungestüm anging. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte zum frühen 1:0 (7.). Doch der MSV reagierte sofort und glich postwendend aus. Lucas Braun verschaffte sich aus 16 Metern mit einem Haken Platz und traf mit platzierten Fernschuss zum Ausgleich, läutete damit gleichzeitig die beste Phase seiner Mannschaft ein. Der MSV war nun zusehends am Drücker und erspielte sich einige gute Möglichkeiten. Gleich zweimal klärte EFC Keeper Maik Traberth, der neben den späteren Doppeltorschützen Sebastian Wichate sicherlich zu den Matchwinnern gehörte, aufmerksam gegen den durchgebrochenen Kevin Spittel (13./17.). Max Hirschel’s Abstaubertor fand aufgrund einer angeblichen Abseitsstellung (war von meiner Position nicht zu erkennen) keine Anerkennung, zudem scheiterte Kapitän Andy von Roda mit einem tückischen Freistoß am Torpfosten (28.). In dieser Phase lag die Führung für den gleich MSV mehrfach in der Luft und das Spiel hätte dann sicherlich auch eine Wendung genommen. Aber wie ein großer Star des deutschen Fußballs zu sagen pflegte: „Wäre, wäre – Fahrradkette“.
Die Gastgeber konnten sich gegen Ende der ersten Halbzeit wieder etwas befreien, setzten nun einige Nadelstiche, die im Endeffekt auch zum Erfolg führen sollten. Zwar vergab El Antaki nach 35 Minuten noch aussichtsreich, doch in der nächsten Szene wurde er im Strafraum beim Nachsetzen von Mika Schade mit hohem Bein im Gesicht getroffen. Rico Kirchner ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte den berichtigten Elfmeter zum sicherlich etwas glücklichen 2:1 Pausenstand.
Der Rückstand hatte beim MSV auch nach dem Seitenwechsel noch seine Spuren hinterlassen. Man verschlief die Anfangsphase des zweiten Durchgangs nahezu völlig und ließ sich vom kämpferisch starken Gastgeber regelrecht den Schneid abkaufen. Andreas Amann spielte seine im Strafraum seine Technik aus und bediente Sebastian Wichate, der freistehend am Fünfer zum 3:1 einschob (52.). Und es sollte aus MSV Sicht noch schlimmer kommen: 5 Minuten fälschte Yannik Peterhänsel Christoph Eisenbergs Fernschuss so unglücklich ab, dass dieser genau im Winkel einschlug (4:1/57.). Positiv aber, dass die Mannschaft um Andy von Roda sich nicht aufgab und stets um einen Anschluss bemüht war. Doch auch in dieser Phase war spätestens bei Maik Traberth Endstation, der vor allem bei Max Hirschel Kopfball nahezu überragend reagierte (61.). Die Gastgeber bekamen zudem in der Defensive vermehrt auch ein Bein dazwischen und warteten auf die sich bietenden Räume zum Kontern. Einen davon nutzte Sebastian Wichate nach Ablage von El Antaki zum 5:1 in der 75. Minute. Beim MSV kam im negativen Sinne vieles zusammen, denn in der Schlussphase musste zu allem Überfluss auch noch Andy von Roda mit schwerer Schulterprellung verletzt raus. Der Kapitän wird wohl aller Voraussicht nach, mehrere Wochen, fehlen. Gute Besserung an dieser Stelle. Da bereits 3-mal gewechselt, bestritten die Gäste die Schlussminuten zu zehnt, hatten aber durch den eingewechselten Mike Zimmermann zumindest noch die Chance auf Ergebniskosmetik. Doch auch er fand seinen Meister in EFC Keeper Traberth (87.).

Am Ende ein verdienter Sieg für die kämpferisch starke SG, der sicherlich um 2 Tore zu hoch ausfiel, was aber auf Seiten der Gastgeber keinen interessieren wird. An dieser Stelle trotzdem Glückwunsch nach Ruhla/Wutha.
Für den MSV gilt, dieses Spiel schnellstmöglich abzuhaken und den Blick auf die kommenden schweren Aufgaben richten.

Das Aufgebot: Christian Haaß, Yannik Peterhänsel, Thomas Brandau, Mika Schade, Andy von Roda (C), Max Bruder, Moritz Wilhelm, Philipp Urban, Lukas Braun, Max Hirschel, Kevin Spittel.

Die Wechselbank: Marcel Schade, Mike Zimmermann, David Häuschen, Philipp Peterhänsel, Stefan Zimmermann.

Die Wechsel: David Häuschen für Philipp Urban (60. ), Philipp Peterhänsel für Moritz Wilhelm ( 71.), Mike Zimmermann für Max Hirschel (75.).

Das Tor: 1:1, Lukas – Andreas Braun (8.), gesamt 3.

 

Pokalergebnisse vom Nachwuchs !

2 der 4 gestarteten Mannschaften im Nachwuchs mussten am Wochenende im Pokal die Segel streichen. Die A – Junioren verlieren beim ESV Lok Gotha in der Verlängerung mit 3:5, die C – Junioren unterliegen Eintracht Eisenach mit 0:2,  die D – Junioren siegen in Treffurt mit 8:2 und die E I erreichen durch ein 12:2 über Suhltal die nächste Runde.

Niederlage nach Verlängerung-A-Junioren scheiden in der ersten Pokalrunde aus!
 
Auch in der ersten Runde des Kreispokals hieß der Gegner für unsere Jugendspielgemeinschaft wie bereits am 1.Spieltag, der Kreisoberliga Westthüringen, ESVLok Gotha. Nachdem man das Ligaspiel trotz eines sehr engen Spielverlaufes für sichen tscheiden konnte, wusste man dass es auch beim erneuten Aufeinandertreffen in Gotha ein hartes Stück Arbeit werden würde. Der Start verlief für die SG Ruhla/Mosbach sehr holprig. Anfangs hatte man große Probleme die Angriffe der Gothaer zu verteidigen und so war es auch die logische Folge, dass der pfeilschnelle Stürmer des ESV bereits nach acht Minuten zum 0:1 traf. Danach agierten die Ruhlaer besser und wurden nun auch offensiv brandgefährlich. Mohamad Jalali war es, der in der 19.Spielminute nach einer schönen Einzelaktion den 1:1 Ausgleichstreffer für den EFC erzielte. Unsere Spielgemeinschaft brachte nun viel Ruhe in ihr Spiel, dass führte auch in der33.Minute prompt zum Erfolg. Nachdem Mohamad Jalali im Strafraum gefoult wurde, trat dieser selbst an und machte die 2:1 Pausenführung für die Ruhlaer perfekt. Für den zweiten Durchgang nahmen sich unsere A-Junioren vor, weiterhin mit viel Ruheaufzuspielen, um einen offenen Schlagabtausch wie in der Ligabegegnung zu vermeiden. Dies gelang allerdings nicht wirklich. In der 54.Spielminute nutzte der ESV eine Unaufmerksamkeit in der Ruhlaer Defensive und glich damit zum 2:2 aus. Mit fortschreitender Spielzeit, entwickelte sich mehr und mehr eine ganz und gar ausgeglichene Partie. Auch wenn Ruhla hierbei phasenweise zu ungenau oder zu unkonzentriert agierte. Häufig verdribbelte sich Mohamad Jalali in der Defensivreihe der Gothaer und übersah dadurch oftmals die eigenen Mitspieler. Mit Beginn der Verlängerung zeigte der EFC nochmal eine stark von Kampf und Willen geprägte Leistung. Den 2:3 Gegentreffer in der 97.Minute egalisierte Mohamad Jalali per Freistoß bereits zwei Minuten später. Aber sowohl in der 105., als auch in der 110.Spielminute waren die Ruhlaer machtlos gegen eine unermüdlich ackernde Offensive der Gothaer. Die Treffer zum 3:4 und 3:5, waren die Schlusspunkte in dieser doch sehr spannenden und ausgeglichenen Begegnung. Neben diesem Spiel, verliert unsere Spielgemeinschaft auch ihren Top-Torjäger Mohamad Jalali, der sich bereits gelb verwarnt, zu einem unnötigen Foul in der Verlängerung hinreißen ließ. So müssen unsere Ruhlaer zwar diese bittere Pokalniederlage verkraften, aber schämen braucht man sich für diese Leistung keineswegs. Viel wichtiger ist es, den starken Ligaauftakt auch am nächsten Wochenende auswärts gegen den FC Eisenach fortzusetzten. Auch wenn dieses Vorhaben durch das Fehlen von Mohamad Jalali erschwert wird.
 
 
SG Ruhla/Mosbach: Jannik Moschkau, Jonas Brandau, Hendrik König, Ahmad Zainab, Marvin Bollmann, Ali Hosseini, Marvin Pfohl, Mohamad Jalali (3), Jeremy Luther, Armen Danielyan, Amin Jalali, Janis Schmidt, Maik Hirschel, Bastian Fischer.
 
Jonas Brandau