Nachwuchsmannschaften vor dem Start !

Am Wochenende 22./23.8. startet der Nachwuchs in der Spielgemeinschaft in ihre Saison. Für das kommende Spieljahr haben 7 Teams gemeldet. Hier die einzelnen Mannschaften. Die A – Junioren laufen unter der SG EFC Ruhla in der KOL. Die B – Junioren unter SG Mosbacher SV 1911, ebenfalls in der KOL. Die C – Junioren in der KOL unter SG FSV Wutha – Farnroda. Die D I (Staffel 4) und D II (Staffel 3) in der Kreisliga unter SG Mosbacher SV 1911. Die EI (Staffel 6) und die E II (Staffel 4) ebenfalls in der Kreisliga unter SG FSV Wutha – Fanroda. Allen Mannschaften, ihren Trainern und Eltern wünscht der MSV den maximalen Erfolg, faire Spiele und viel Spaß !!

Unglückliche Niederlage !

Landesklassen – Saison 2026/27

2. Spieltag, Samstag, der 8.8.2026

SC 04 Sonneberg – Mosbacher SV 1911

4:2 (1:1)

Zuschauer: 130, davon 26 MSV – Fans (!!)

Zweimal geführt, trotzdem verloren – Mosbach unterliegt unglücklich in Sonneberg
 
Wenn man neu in einer Liga ist, liegt es in der Natur der Sache, dass man als Mannschaft und Verein viele Dinge und Orte zum allerersten Mal kennenlernt. Nachdem der Mosbacher SV am Sonntag, den 2. August 2026, mit einem überzeugenden 5:0 gegen den SV Wacker 04 Bad Salzungen bereits ein äußerst erfolgreiches Landesklassendebüt hingelegt hatte, stand nun am Samstag, den 8. August 2026, um 15 Uhr die erste Auswärtsfahrt in dieser Spielklasse auf dem Programm. Anders als in den vergangenen Jahren führte die Reise dabei jedoch nicht in die nähere Umgebung nach Eisenach, Vacha oder Wandersleben, sondern fast zwei Stunden in den Süden Thüringens zum 1. FC Sonneberg 04. Dass es der MSV an diesem Tag mit einem anspruchsvollen Gegner zu tun bekommen würde, stand bereits vor der Anreise fest. Die Sonneberger Mannschaft, die in den vergangenen Jahren immer wieder in der oberen Tabellenhälfte der Landesklasse mitmischen konnte und zwischen 2019 und 2022 sogar in der Thüringenliga an den Start ging, war mit einer deftigen 5:1-Niederlage beim FC Schweina-Gumpelstadt in die neue Saison gestartet. Entsprechend groß war die Motivation der Gastgeber, gegen die Langetal-Elf die ersten Punkte der Saison einzufahren und den missglückten Saisonstart wieder geradezubiegen. Die Mosbacher starteten wie schon in der Vorwoche engagiert in die Partie. Die Sonneberger schienen vom couragierten Auftritt des Aufsteigers zunächst durchaus überrascht, sodass sich von Beginn an ein intensives Landesklassenspiel auf Augenhöhe entwickelte. Auf beiden Seiten ergaben sich erste Möglichkeiten, ehe es schließlich der MSV war, der sich für seinen guten Auftritt belohnte und in Führung ging. Die Gastgeber ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und fanden noch vor dem Halbzeitpfiff die passende Antwort, sodass es mit einem ausgeglichenen Spielstand in die Kabinen ging. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie temporeich und umkämpft. Der MSV ging erneut in Führung und war damit lange Zeit auf einem guten Weg, etwas Zählbares aus Sonneberg mitzunehmen. Doch dann waren es einige unglückliche Momente im eigenen Spiel und ein Stück weit Pech in der einen oder anderen Situation, die das Pendel zugunsten der Gastgeber ausschlagen ließen. Sonneberg drehte die Partie in der Schlussphase noch komplett und besiegelte damit die bittere 4:2-Niederlage des MSV. Trotz einer erneut sehr ordentlichen Leistung musste die Langetal-Elf somit am Ende mit leeren Händen die Heimreise antreten.
 
Nicht nur für die Spieler, sondern auch für die heißblütigen Anhänger des Mosbacher SV sind Auswärtsreisen wie die nach Sonneberg absolutes Neuland. Umso schöner war es, dass sich trotz der doch langen Anreise die 26 MSV-Fans auf den Weg nach Südthüringen machten und ihre Mannschaft auch in der Ferne unterstützten. Auf der beeindruckenden Anlage des Sonneberger Stadions startete der MSV sehr konzentriert, stabil und mutig in die Begegnung. Aufgrund der Urlaubszeit und den dadurch entstandenen Lücken im Kader erklärte sich auch Andy von Roda, der seine aktive Laufbahn in diesem Sommer beendet hatte, bereit, die Mannschaft bei dieser anspruchsvollen Aufgabe noch einmal zu unterstützen. Als Innenverteidiger zeigte er an diesem Tag eine herausragende Leistung und erwies sich als wichtiger Faktor für die starke Vorstellung des MSV. Mosbach machte gleich zu Beginn deutlich, dass man nicht angereist war, um sich der Rolle als Underdog einfach zu fügen. Bereits nach wenigen Minuten rollten die ersten Angriffe auf das Sonneberger Tor zu. Zunächst fehlte es den Mosbachern dabei allerdings noch an der nötigen Präzision, sodass daraus keine wirkliche Gefahr für die Gastgeber entstand. In der 17. Spielminute sorgte dann der 1. FC Sonneberg 04 für die erste Großchance der Partie. Nach einem Freistoß im Mittelfeld und der anschließenden Verlagerung auf die rechte Seite kombinierten sich die Südthüringer mit hohem Tempo nach vorne und brachten den Ball punktgenau in den Mosbacher Strafraum. Der Sonneberger Angreifer kam dabei völlig frei aus kurzer Distanz zum Abschluss, setzte den Ball zur großen Erleichterung der Mosbacher jedoch deutlich über das Tor. In der Folge verstand es der MSV von Minute zu Minute besser, die Angriffsbemühungen der Sonneberger zu unterbinden und gefährliche Situationen weitestgehend vom eigenen Tor fernzuhalten. Gleichzeitig fehlte den Mosbachern im eigenen Offensivspiel noch das nötige Quäntchen Glück. Nach einer unübersichtlichen Szene im Sonneberger Strafraum, in der der Ball beinahe flipperartig zwischen den Spielern beider Mannschaften hin und her sprang, kam Dennis Voigt aus vielversprechender Position zum Abschluss. Sein Schuss konnte von der Sonneberger Defensive jedoch in allerhöchster Not noch zur Ecke geklärt werden. In der 31. Spielminute belohnte sich der MSV schließlich für seinen couragierten Auftritt. Ein Angriff über die rechte Seite wurde von Bastian Stieler initiiert, ehe Jonas Mäurer den Ball übernahm, Fahrt aufnahm und ihn präzise in den Sonneberger Strafraum spielte. Dort fand die Hereingabe Tomislav Renic, der mit seinem Abschluss allerdings einen Moment zu lange wartete, sodass der Sonneberger Torhüter den Ball noch abwehren konnte. Die Situation war damit jedoch noch längst nicht bereinigt. Maximilian Hirschel reagierte gedankenschnell, indem er den Abpraller zur verdienten 0:1-Führung für den MSV ins Tor schob. Nur sieben Minuten später war die Mosbacher Führung allerdings wieder dahin. Sonneberg kam erneut über die rechte Seite, zog nach innen und konnte relativ unbedrängt einen wuchtigen Abschluss aus spitzem Winkel auf das kurze Eck abgeben. Der Schuss schlug zum 1:1 im Mosbacher Tor ein. Kurz vor der Pause bot sich der Langetal-Elf noch einmal die Chance auf die erneute Führung. Nach einer Ecke behauptete sich Dominik Stöber stark im Zweikampf und kam anschließend wuchtig zum Kopfball, setzte diesen jedoch knapp rechts am Sonneberger Tor vorbei. Mit diesem Zwischenstand konnten die Mosbacher durchaus zufrieden die Halbzeitpause antreten. Gleichzeitig wusste der MSV, dass im zweiten Durchgang noch mehr möglich sein würde, wenn es gelänge, die bisher gezeigte Leistung auch nach dem Seitenwechsel auf den Platz zu bringen.
 
Das Spiel brauchte auch im zweiten Durchgang nicht lange, um wieder Fahrt aufzunehmen. Bereits in der 59. Spielminute war es Luca Lippold, der von Jonas Mäurer mustergültig vor dem Sonneberger Tor freigespielt wurde. Unbedrängt behielt er die Nerven und vollendete sicher zur erneuten 1:2-Führung für den MSV. In der 68. Spielminute bildeten sich auf Mosbacher Seite schließlich die ersten Sorgenfalten. Torhüter Constantin Marx wurde bei einer Aktion fernab des Erlaubten von einem Sonneberger Angreifer attackiert und kam dabei unglücklich zu Fall. Dabei zog er sich eine Verletzung im Schulterbereich zu. Trotz der deutlich spürbaren Schmerzen versuchte Consti zunächst weiterzuspielen, während sich Christian Haaß bereits auf seine Einwechslung vorbereitete. Nur zwei Minuten später musste Consti nach einem von der MSV-Defensive unzureichend geklärten Ball erneut in ein Eins-gegen-Eins Duell gehen. Aufgrund der ihm deutlich anzusehenden Schmerzen war er dabei jedoch chancenlos und konnte den Ausgleichstreffer zum 2:2 nicht mehr verhindern. Kurz darauf war für unseren angeschlagenen Schlussmann endgültig Schluss. Unter dem Applaus der mitgereisten Mosbacher Anhänger verließ Constantin Marx das Spielfeld und machte Platz für Christian Haaß. Gute Besserung, Consti! In der 76. Spielminute sorgte dann ein erneut überhartes Einsteigen der Gastgeber für Entsetzen beim Mosbacher SV. Andy von Roda wurde im Mittelkreis rüde von seinem Gegenspieler von den Beinen geholt, der dabei keinerlei Chance auf den Ball hatte. Dass der Schiedsrichter diese Aktion lediglich mit einer Gelben Karte ahndete, sorgte auf Mosbacher Seite für entsprechendes Unverständnis. Erneut hat ein Schiri nicht den Mut, eine solche Aktion mit gatt Rot zu bestrafen. Der Foulspielende und der sich beschwerende MSV Spieler erhalten Gelb. Einfach unverständlich ! Sonneberg, wo einst Olympiasieger Reinhard Häfner das Fußballspielen begann, erlebte in der Schlussphase eine spannende und für den MSV bittere Wendung. In der 83. Spielminute sah sich Mosbach dabei erstmals in seiner noch jungen Landesklassengeschichte mit einem Rückstand konfrontiert. Ein hoher Ball segelte über sämtliche Köpfe hinweg und Hasi konnte das Leder anschließend nicht festhalten und lenkte sich das Leder selbst in die Maschen.Die Sonneberger stellten kurz vor dem Ende der Begegnung auf 3:2. Mosbach gab sich dennoch nicht geschlagen und drängte in der Schlussphase auf den Ausgleich. Die ganz großen Möglichkeiten blieben dabei allerdings aus. In der Nachspielzeit setzte der Gastgeber dann den endgültigen Schlusspunkt, als der Ball ein weiteres Mal im Mosbacher Tor einschlug und Sonneberg damit den 4:2-Endstand herstellte. Ein Ergebnis, das angesichts des Spielverlaufs für die Schwarz-Weißen besonders bitter ausfiel.
 
Trotz eines tollen Auftritts musste der MSV an diesem Samstag mit leeren Händen die Heimreise antreten. Über 90 Minuten agierte die Langetal-Elf mit dem 1. FC Sonneberg 04 auf Augenhöhe und hatte zwischenzeitlich sogar spielerisch die Oberhand. Umso bitterer, dass am Ende dennoch eine 4:2-Niederlage auf der Anzeigetafel stand. Trotz aller Enttäuschung sollte dieser Auftritt der Mannschaft Mut und Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben. Denn eines hat dieser Nachmittag eindrucksvoll gezeigt. Mosbach kann Landesklasse!
 
Ein großer Dank gilt an dieser Stelle auch noch einmal dem Autohaus SCHADE, das dem MSV für die An- und Abreise die nötige Mobilität in Form eines Busses zur Verfügung stellte. Ebenso möchten wir uns bei Ralf Heimbürger bedanken, der über die Adecco Personaldienstleistungen GmbH einen weiteren Bus bereitstellte und gemeinsam mit Mika Schade sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt als Fahrer übernahm.Vielen Dank für eure Unterstützung!
 
Bereits am kommenden Wochenende steht für den Mosbacher SV der nächste Auftritt in der Landesklasse auf dem Programm. Dann geht es vor heimischem Publikum im Langetal gegen unsere Freunde von der Spielvereinigung Siebleben. Anstoß ist am Sonntag, den 16. August, um 15 Uhr. Dabei können sich alle Zuschauer mit großer Sicherheit auf einen stimmungsvollen dritten Spieltag freuen. Wir sehen uns im Langetal!
 
Die Startaufstellung:
Constantin Marx, Lucas Braun, Tomislav Renic, Guido Kehr, Maximilian Hirschel (31‘), Luca Lippold (59‘), Dennis Voigt, Dominik Stöber, Andy von Roda, Bastian Stieler, Jonas Mäurer
Die Ersatzbank:
Mika Schade, Jonas Brandau, Niklas Räsner, Maik Hirschel, Christian Haaß
Die Wechsel:
Christian Haaß für Constantin Marx (71‘),
Niklas Räsner für Maximilian Hirschel (78‘)
Die Tore: 0:1 Maximilian Hirschel (31.), gesamt 2, 1:1/2:2/3:2/4:2 Lance Härtel (38./78./83./90+1), 1:2 Luca Lippold (71.), gesamt 1
Zuschauer: 130
Das Kollektiv: Luke – Bastian Hanekamm, Leon Maximilian Metz, Tyler Sorber.
 

Gedanken eines MSV-Spielers !

Auf nach Sonneberg – denk ich mir. 135 Km – 100 Minuten Fahrzeit. Mal sehen, was mich erwartet. Ankunft. Jede Menge Parkplätze. 

Weiter, zum Eingang. Der Blick geht nach rechts – top Kunstrasenplatz.

Weiter zum Sozialgebäude. Wo gehts rein ? Ach hier. Riesige Kabinen. Kein muffiger Geruch, kein Schimmel. Alles Großzügig.

Eine Kletterwand, innen und aussen, dahinter Tennisplätze, Spielplatz, Skater bzw. BMX-Park. Nach dem Umziehen, auf dem Weg zum Spielfeld. Da lese ich: nach Beendigung des Spieles sind sämtliche Gegenstände vom Platz zu räumen. Die Mähroboter sind anschließend im Einsatz. Gehe die Treppen zum Rasen, da kann der im Langetal absolut mithalten, weil dichter. Tribünen hier, auf der gegenüberligenden Seite mit Überdachung.

Gut, im Langetal auf Grund des fehlenden Platzes ist nicht alles umsetzbar, aber die Kabinen, das Gebäude. Eine reine Zumutung für alle Beteiligten.

Nach dem Spiel (dazu Infos auf Facebook u. später hier) zu den Fans: wie war die Bratwurst ? Du, die schneiden die Brötchen von oben ein. Deswegen schmecken sie – na ja – aber auch nicht besser ! (lache). So mache ich mich zurück in die Heimat und denke ans Gebäude im Langetal.

Im Auto lasse ich die Gedanken schweifen und nehme die Tribüne mit ins Langetal. Und so sah mein Bild im Kopf dann aus !

Perfekter Einstand ins Neuland !

Landesklassen – Saison 2026/27

1. Spieltag, Sonntag, der 2.8.2026

Mosbacher SV 1911 – SV Wacker 04 Bad Salzungen

5:0 (3:0)

Zuschauer: 245 zahlende

Ein Auftakt wie aus dem Bilderbuch – Fünf Tore und Platz eins für den MSV
 
Dass dieser Sonntag, der 2. August 2026, ein geschichtsträchtiger Tag für den Mosbacher Sportverein werden sollte, stand bereits vor dem Anpfiff außer Frage. Nachdem unzählige Generationen von Fußballern den Verein über Jahrzehnte hinweg ausschließlich auf Kreisebene vertreten hatten, stand nun das erste Landesklassenspiel in der Geschichte des Mosbacher SV bevor. 245 zahlende Zuschauer im Langetal wurden Zeugen eines furiosen Auftritts des MSV, der die Gäste aus Bad Salzungen von Beginn an überhaupt nicht zur Entfaltung kommen ließ. Bereits zur Halbzeit führten die Mosbacher verdient mit 3:0 und knüpften auch nach dem Seitenwechsel nahtlos an ihre starke Leistung an. So stand am Ende ein ungefährdeter und auch in dieser Höhe verdienter 5:0-Heimsieg, der einen perfekten Auftakt in ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte markierte.
 
Als der Anpfiff um 15 Uhr ertönte, lag nun also zum allerersten Mal Landesklassenluft über dem Langetal. Anders als noch in der Vorwoche in Großengottern benötigte der MSV diesmal keinerlei Anlaufzeit. Von der ersten Minute an riss man die Partie an sich, setzte Wacker 04 Bad Salzungen dauerhaft unter Druck und ließ Ball und Gegner mit höchstem Tempo laufen. Auch die ersten gefährlichen Möglichkeiten auf Mosbacher Seite ließen nicht lange auf sich warten. In der 11. Minute war es dann schließlich Felix Hellmuth, der sich in die Geschichtsbücher des Vereins eintrug. Nachdem der erste Abschluss der Mosbacher vom Salzunger Torhüter nicht sicher festgehalten werden konnte und seitlich im Fünfmeterraum abgewehrt wurde, blieb Jonas Mäurer gedankenschnell in der Situation, eroberte den zweiten Ball und brachte diesen anschließend an den zweiten Pfosten. Dort stand Felix Hellmuth wenige Meter vor der Torlinie bereit und vollendete zur 1:0-Führung. Damit erzielte er den allerersten Landesklassentreffer in der Geschichte des Mosbacher SV. Auch nach dem Führungstreffer drückte der MSV weiter aufs Gaspedal. Man ließ den Gästen aus Bad Salzungen zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit, Ruhe in ihr Spiel zu bringen oder einen geordneten Spielaufbau zu entwickeln. Mit hohem Tempo, intensiver Zweikampfführung und konsequentem Pressing bestimmte Mosbach weiterhin das Geschehen auf dem Platz. Schon in den ersten 20 Minuten hätte die Langetal-Elf die Führung weiter ausbauen können und gut und gerne mit zwei oder sogar drei Toren vorne liegen können. So rauschte beispielsweise ein Abschluss von Luca Lippold aus halblinker Position im Strafraum nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Auch Jonas Mäurer sorgte gemeinsam mit Maximilian Hirschel immer wieder für Gefahr. Max zeigte an diesem Tag eine herausragende Leistung, beschäftigte die Abwehrreihe der Gäste dauerhaft und war maßgeblich daran beteiligt, dass der MSV nicht nur viele hohe Ballgewinne verzeichnen konnte, sondern sich auch immer wieder aussichtsreiche Torchancen erspielte. Der SV Wacker 04 Bad Salzungen konnte im ersten Durchgang zwar kaum gefährliche Akzente setzen, doch wenn die Gäste einmal durchbrachen, war Torhüter Constantin Marx zur Stelle. Consti musste beispielsweise bei einem tückischen Distanzschuss sein ganzes Können zeigen und lenkte den Ball mit einer Hand noch über den Querbalken. In etwa der 25. Minute fehlte den Salzungern hingegen die nötige Konsequenz im Abschluss. Der rechts im Strafraum völlig freistehende Angreifer befand sich eigentlich in aussichtsreicher Position, setzte seinen Versuch jedoch deutlich neben das Tor, sodass der Ball letztlich nur im Fangnetz landete. In der 35. Spielminute führte dann eine starke Einzelaktion von Bastian Stieler zu einer weiteren gefährlichen Offensivaktion. Von der rechten Seite kommend zog er mit Tempo nach innen und spielte anschließend einen genialen Pass in den Rücken der Abwehr in den Strafraum. Maximilian Hirschel startete in die entstandene Lücke, sicherte sich den Ball und setzte zum Dribbling gegen den herauseilenden Torhüter an. Dieser wusste sich schließlich nur noch mit einem Foul zu helfen, sodass die Unparteiische Lara Sophie Abeßer, die bei ihrem ersten Einsatz in der Landesklasse eine tolle Leistung zeigte, folgerichtig auf Strafstoß entschied. Den fälligen Elfmeter übernahm Neuzugang Tomislav Renic, der den Ball beim Abschluss jedoch nicht optimal traf, sodass sein Versuch letztlich links am Tor vorbeitrudelte. Davon ließen sich die Schwarz-Weißen jedoch nicht beirren, bauten Tomislav Renic schnell wieder auf und schalteten sofort zurück in den Angriffsmodus. In der ersten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit brachte Tomislav eine seiner an diesem Tag zahlreichen gefährlichen Ecken in den Sechzehner, wo Maximilian Hirschel von seinem Gegenspieler aus den Augen verloren wurde und völlig frei zum 2:0 einköpfte. Damit war aber noch lange nicht Schluss. In der dritten Minute der Nachspielzeit krönte Felix Hellmuth seinen ohnehin schon starken Auftritt mit seinem zweiten Treffer des Tages. Er setzte sich mustergültig gegen mehrere Gegenspieler durch und schloss anschließend von der Strafraumkante kraftvoll und präzise ins rechte untere Eck ab. Wenige Augenblicke später konnten Mannschaft und Fans somit einen hochverdienten 3:0-Halbzeitstand bejubeln. Für den zweiten Durchgang war jedoch sofort klar, dass man keinesfalls nachlassen durfte. Bad Salzungen, das seit der Saison 2013/14 ununterbrochen in der Landesklasse zuhause ist, verfügt über viel Erfahrung auf dieser Ebene und darf keinesfalls unterschätzt werden.
Trotz des deutlichen Spielverlaufs war es daher wichtig, weiterhin konzentriert zu bleiben und die Intensität der ersten 45 Minuten beizubehalten.
 
Mosbach setzte diesen Grundsatz hervorragend um. Mit viel Ruhe und großem Selbstvertrauen, welches man sich durch die starke erste Halbzeit erarbeitet hatte, hielt der MSV das eigene Spielniveau auch nach dem Seitenwechsel weiter hoch. Wenn doch einmal Gefahr drohte, wie rund zehn Minuten nach Wiederanpfiff, als ein Ball in die Tiefe einen Salzunger Angreifer plötzlich frei auf das Mosbacher Tor zulaufen ließ, konnte sich Mosbach auf seinen herausragend agierenden Constantin Marx verlassen. Der MSV-Schlussmann blieb lange stehen, verkürzte geschickt den Winkel und nahm dem Angreifer im entscheidenden Moment den Ball vom Fuß. In der 64. Spielminute konnte sich dann auch Tomislav Renic in die Torschützenliste eintragen. Nachdem der Neuzugang im ersten Durchgang noch vom Elfmeterpunkt gescheitert war, zeigte er nun seine ganze Klasse. Mit einer starken Bewegung zog Renic von der linken Seite ins Zentrum, verschaffte sich den nötigen Raum und vollendete anschließend mit einem präzisen Abschluss in den rechten Winkel zum 4:0 und erzielte damit gleichzeitig seinen ersten Pflichtspieltreffer für den MSV. Der Sportverein aus Bad Salzungen hatte sich nun endgültig aufgegeben. Im Langetal herrschte dagegen ausgelassene Stimmung, was angesichts des Auftritts der Mosbacher auch nur allzu verständlich war. Eine Mannschaft, die bei ihrem Debüt in einer völlig neuen Liga derart dominant auftritt, sorgte bei den zahlreich erschienenen MSV-Fans für Begeisterung. Einen großen Höhepunkt hatte die Partie trotzdem noch zu bieten. In der dritten Minute der Nachspielzeit nahm der zur Halbzeit eingewechselte Lucas Braun auf der rechten Seite Fahrt auf und legte im entscheidenden Moment mustergültig in die Mitte auf Tobias Kiesel. Dieser ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und hämmerte den Ball mit voller Wucht zum 5:0-Endstand in die Maschen. Für Tobias, der im Januar 2026 zum MSV gestoßen war, war es zugleich der erste Pflichtspieltreffer im Trikot des Mosbacher SV.
Nach dem Schlusspfiff waren sich alle einig. Besser hätte der Start in die neue Saison nicht verlaufen können. Ein Blick auf die Tabelle bestätigt diesen Eindruck und dürfte allen Mosbachern eine besondere Woche bescheren. Nach dem ersten Spieltag grüßen die Schwarz-Weißen tatsächlich von der Tabellenspitze. Trotz aller Freude ist dem Verein, der Mannschaft und den Fans jedoch bewusst, dass auch dieser großartige, vollkommen verdiente und überzeugende Sieg nur eine Momentaufnahme in einer noch langen und herausfordernden Saison darstellt. Entscheidend wird vor allem sein, wie gefestigt der MSV auch in schwierigeren Phasen bleibt und wie man als Verein mit Rückschlägen umgehen wird. Zunächst darf dieser besondere Moment aber in vollen Zügen genossen werden, bevor am kommenden Samstag, dem 08.08.2026, das erste Auswärtsspiel in der Landesklasse auf die Mosbacher wartet. Auswärts beim 1. FC Sonneberg 04 steht dem MSV dabei eine schwierige Aufgabe bevor.
 
Die Startaufstellung:
Constantin Marx, Fabian Brandau, Tomislav Renic (64‘), Guido Kehr, Maximilian Hirschel (45+1‘), Yannik Peterhänsel, Luca Lippold, Dominik Stöber, Bastian Stieler, Jonas Mäurer, Felix Hellmuth (11’/45+3′)
Die Ersatzbank:
Mika Schade, Jonas Brandau, Lucas Braun, Niklas Räsner, Tobias Kiesel (90+3‘), Maik Hirschel, Christian Haaß
Die Wechsel:
Lucas Braun für Jonas Mäurer (59‘),
Tobias Kiesel für Tomislav Renic (69‘),
Niklas Räsner für Yannik Peterhänsel (75‘),
Mika Schade für Bastian Stieler (83‘),
Jonas Brandau für Luca Lippold (83‘)
 
Die Tore: 1:0/3:0 Felix Hellmuth (11./45+3), gesamt 2, 2:0 Maximilian Hirschel (45+1), gesamt 1, 4:0 Tomislav Renic (64.), gesamt 1, 5:0 Tabias Kiesel (90+3), gesamt 1
 
Zuschauer: 245
 
Das Kollektiv: Lara Sophie Abeßer, Felix Köhler, Ronny Otto.
 
Im Bild darunter feiern Guido Kehr, Maximilian Hirschel, Tomislav Renic, Lucas Lippold den Torschützen Felix Hellmuth (v.L.). Dieser hat gerade auf 3:0 gestellt !