Pokalaus in der Qualirunde !

Drittes Duell, gleiches Ende – Großengottern beendet erneut Mosbachs Landespokalreise
 
Es gibt Dinge im Fußball, die sind einfach Gesetz. Der Ball ist rund, ein Spiel dauert 90 Minuten und der Mosbacher SV muss in der Qualifikationsrunde des Thüringenpokals immer gegen den SC 1918 Großengottern antreten. Nachdem Mosbach nun schon zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte an der Qualifikationsrunde des Landespokals teilnehmen durfte, konnten Verein und Fans fast schon erahnen, welcher Gegner wohl auf die Mannschaft warten würde. Die große Überraschung blieb erneut aus. Auch die diesjährige Auslosung bescherte der Langetal-Elf Großengottern als Gegner. Während die beiden bisherigen Pokalduelle in den Jahren 2022 und 2023 noch im Langetal ausgetragen wurden und dabei zunächst eine knappe 2:3-Niederlage sowie anschließend eine deutliche 0:9-Pleite zu Buche standen, wartete beim dritten Aufeinandertreffen eine Premiere. Erstmals in der Vereinsgeschichte musste der MSV auswärts in Großengottern antreten. Am Sonntag, den 26. Juli 2026, um 15:00 Uhr sollte dort also der nächste Versuch gestartet werden, den „Pokalfluch“ gegen die Mannschaft aus dem Unstrut-Hainich-Kreis zu brechen.
 
Die Partie begann aus Mosbacher Sicht verhalten. In den Anfangsminuten fehlte dem MSV noch der richtige Zugriff auf das Spiel. In den Zweikämpfen kam man häufig einen Schritt zu spät, die Abstände zwischen den einzelnen Ketten passten noch nicht und insgesamt wirkte der Auftritt noch etwas unsicher. Nachdem es dem MSV gelungen war, diese erste Phase zu überstehen, präsentierte man sich defensiv deutlich gefestigter und stabiler. Die Mannschaft hatte nun mehr Zugriff auf die Partie und zeigte, dass sie bereit war, den Kampf anzunehmen. Große Probleme bereiteten jedoch weiterhin die langen Bälle aus der Spielfeldmitte auf die linke Außenbahn der Gastgeber. Bereits mehrfach zuvor hatte Mosbach Glück, dass daraus keine gefährlichen Situationen entstanden. In der 17. Spielminute war es dann jedoch soweit. Nach einem hervorragend getretenen Ball auf die Außenbahn und einer perfekten Annahme sowie Mitnahme setzte sich Großengotterns linker Flügelspieler mit hohem Tempo Richtung Grundlinie durch. Der MSV konnte diesem Lauf nichts mehr entgegensetzen, sodass der Angreifer anschließend nahezu unbedrängt in den Strafraum zurücklegen konnte. Dort musste sein Stürmerkollege die Vorarbeit nur noch verwerten und schob zur 1:0-Führung für die Gastgeber ein. Der MSV zeigte daraufhin eine gute Reaktion. Man verfiel nicht in Hektik, ließ sich durch den Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und versuchte weiterhin, den eigenen Matchplan umzusetzen. Offensiv war zwar noch etwas Sand im Getriebe, dennoch erspielte sich Mosbach erste gute Ansätze und kam zu den ersten Halbchancen. Um die 30. Spielminute herum bot sich dann die erste große Mosbacher-Gelegenheit auf einen Treffer. Nach einem Freistoß konnte ein Verteidiger der Gastgeber den Ball zunächst per Kopf klären. Dominik Stöber setzte jedoch nach und brachte den Ball von der Strafraumkante ebenfalls per Kopf gefährlich zurück in den Sechzehner. Tobias Kiesel erkannte die Situation schnell, zog aus der Drehung ab und setzte seinen Abschluss nur hauchdünn am rechten Pfosten vorbei. In den ersten 45 Minuten entwickelte sich eine eher ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften offensiv nur selten zwingend wurden. Großengottern hatte dabei zwar vereinzelt leichte Vorteile und kam dem zweiten Treffer in 1-2 Szenen näher, doch insgesamt begegneten sich beide Teams im ersten Durchgang auf Augenhöhe.
 
Mit Beginn des zweiten Durchgangs veränderte sich die Spieldynamik. Das Momentum lag nun zunehmend auf Seiten des MSV und die 123 Zuschauer sahen einen deutlich forscher auftretenden Gast, der nach Wiederanpfiff sofort besser in die Partie fand. Großengottern, die in der Landesklasse Staffel 2 beheimatet sind und die vergangene Spielzeit auf dem zehnten Tabellenplatz beendeten, wurde in dieser Phase wenn überhaupt hauptsächlich durch Standardsituationen gefährlich. Einige Freistöße senkten sich dabei tückisch in Richtung des zweiten Pfostens, konnten von den Gastgebern dort jedoch nicht entscheidend verarbeitet oder verwertet werden, sodass für das Mosbacher Tor keine größere Gefahr entstand. In der 53. Spielminute bot sich dann die größte Gelegenheit für den MSV in diesem Spiel. Nach einer Flanke in den Strafraum an den zweiten Pfosten konnte sich Jonas Mäurer clever von seinem Gegenspieler lösen und kam aus kurzer Distanz zum Kopfball. Diesen setzte er eigentlich perfekt in Richtung der kurzen Ecke, doch Großengotterns Schlussmann reagierte stark und verhinderte mit einer erstklassigen Parade den Ausgleich. Mosbach warf in der Schlussphase noch einmal alles hinein und zeigte in jedem Zweikampf die nötige Leidenschaft. Auch wenn man einige Male gefährliche Ballgewinne in aussichtsreichen Positionen verzeichnen konnte, blieb die ganz große Ausgleichschance jedoch aus. In der 86. Spielminute brandete dann kurzzeitig Jubel auf Seiten der Gastgeber auf. Nach einem Standard konnte Constantin Marx den ersten Abschluss zunächst parieren, doch der zweite Ball landete vor den Füßen eines Großengotterner Spielers. Der Sportclub ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und schob zum vermeintlichen 2:0 ein. Die endgültige Entscheidung blieb jedoch aus, denn der Unparteiische erkannte die Situation korrekt und entschied, wenn auch hauchdünn, auf Abseits. In der Folge passierte nicht mehr viel und so musste sich der Mosbacher SV zum dritten Mal in der Qualifikationsrunde des Thüringenpokals dem SC 1918 Großengottern geschlagen geben.
 
Trotz der Niederlage und der damit verpassten Qualifikation für die 1. Hauptrunde des Thüringenpokals kann der MSV auf einen insgesamt sehr ordentlichen Pflichtspielauftakt zurückblicken. Gegen eine auf diesem Niveau gefestigte Mannschaft, die seit der Saison 2018/19 ununterbrochen in der Landesklasse Staffel 2 spielt, konnte man über die gesamten 90 Minuten mithalten. Bei einer besseren Chancenverwertung wäre an diesem Nachmittag sicherlich auch mehr möglich gewesen. Genau diese Erfahrungen sind es jedoch, die den Mosbacher SV auf dem eingeschlagenen Weg weiterbringen werden. Trotz des Ausscheidens kann das Team gemeinsam mit seinen Fans auf eine mutmachende Leistung zurückblicken und mit viel Zuversicht auf das bevorstehende Landesklassendebüt schauen. Dieses findet am Sonntag, den 2. August 2026, um 15:00 Uhr im Langetal gegen den SV Wacker 04 Bad Salzungen statt.
 
Die Startaufstellung:
Constantin Marx, Maximilian Bruder, Fabian Brandau, Guido Kehr, Tobias Kiesel, Yannik Peterhänsel, Luca Lippold, Dominik Stöber, Bastian Stieler, Jonas Mäurer, Felix Hellmuth
Die Reservebank:
Jonas Brandau, Maximilian Hirschel, Niklas Räsner, Maik Hirschel, Christian Haaß
Die Wechsel:
Maximilian Hirschel für Yannik Peterhänsel (84‘),
Niklas Räsner für Tobias Kiesel (89‘)
Zuschauer: 123
 
 

Sieg im letzten Test !

Generalprobe geglückt – Mosbach gewinnt letzten Test vor dem Pflichtspielstart
 
Vier Niederlagen in Folge musste der Mosbacher SV in den vergangenen Wochen in den Vorbereitungsspielen hinnehmen, ehe am Sonntag, dem 19. Juli 2026, endlich der erste Erfolg gelang. Gegen den diesjährigen Absteiger aus der Landesklasse Staffel 2, den SV 1916 Großrudestedt, präsentierte sich der MSV über die gesamten 90 Minuten als die bessere Mannschaft. Vor allem aufgrund einer starken ersten Halbzeit feierten die Mosbacher einen hochverdienten und zu keiner Zeit gefährdeten 3:1-Erfolg.
 
Von Beginn an zeichnete sich klar ab, dass der MSV an diesem Tag die spielstärkere Mannschaft war. Mosbach ließ den Ball sicher und konzentriert durch die eigenen Reihen laufen, kontrollierte das Spielgeschehen und kam dadurch bereits früh zu den ersten gefährlichen Torchancen. Gerade einmal acht Minuten mussten die 130 Zuschauer im Langetal auf den ersten Treffer der Mosbacher warten. Guido Kehr setzte sich mit einer technisch starken Aktion links im Strafraum gegen gleich mehrere Gegenspieler durch und brachte den Ball anschließend Richtung Tor. Dieser wurde noch entscheidend von einem Verteidiger abgefälscht, sodass der herauseilende Torhüter überrascht wurde. Der Ball trudelte am Keeper vorbei und rollte in Richtung des leeren Tores, wo Fabian Brandau die Situation schnell erkannte, die Gelegenheit dankbar annahm und zur frühen 1:0-Führung für den MSV einschob. Die Langetal-Elf blieb auch nach dem Führungstreffer die spielbestimmende Mannschaft und stellte die Defensive der Gäste immer wieder vor Probleme. Nur drei Minuten später sollte der MSV erneut jubeln dürfen. Ein Fehlpass des gegnerischen Torhüters in die Mitte des Spielfelds landete direkt vor den Füßen von Kapitän Lucas Braun. Der Torschützenkönig der Kreisoberligasaison 2025/26 fackelte nicht lange, nahm das Geschenk dankend an und schloss aus rund 20 Metern ab. Mit viel Gefühl hob er den Ball über den aus dem Tor geeilten, aber noch zentral im Strafraum stehenden Schlussmann hinweg und sorgte damit für die 2:0-Führung der Mosbacher. In der 17. Minute kamen dann auch die Gäste aus Großrudestedt erstmals gefährlich in Richtung des Mosbacher Tores. Nachdem sich die Gäste vor dem Sechzehner durchkombinieren konnten, fasste sich ein Großrudestedter ein Herz und zog aus der Distanz ab. Sein wuchtiger Abschluss kurz vor der Strafraumkante flog gefährlich auf das Tor zu, doch Torhüter Constantin Marx war hellwach. Mit einer starken Parade tauchte er in sein linkes Toreck ab, fischte den halbhohen, aber dennoch gut platzierten Ball aus der Gefahrenzone und lenkte ihn zur Ecke. Nur eine Minute später durften die Mosbacher erneut jubeln. Dennis Voigt spielte aus der eigenen Hälfte einen perfekt getimten langen Ball in den Lauf von Tobias Kiesel. Dieser nahm das Zuspiel punktgenau an, verarbeitete den Ball überragend und setzte anschließend direkt aus der Luft zum Abschluss an. Der Ball schlug unhaltbar neben dem linken Innenpfosten zum 3:0 für den MSV ein. In der 25. Minute war Constantin Marx erneut gefordert. Über die linke Seite kombinierten sich die Gäste bis in den Mosbacher Strafraum und kamen aus kurzer Distanz zum Abschluss. Doch auch diesmal war auf den MSV-Keeper Verlass. Consti blieb lange stehen, machte die kurze Ecke zu und verhinderte mit einer starken Reaktion den möglichen Gegentreffer. Auch wenn Großrudestedt nun zu der einen oder anderen Gelegenheit kam, hatte man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass der Spielverlauf noch kippen könnte. Der MSV agierte weiterhin sehr ruhig, konzentriert und abgeklärt und ließ sich auch von den Offensivbemühungen der Gäste nicht aus der Ruhe bringen. Besonders erfreulich war zudem das Debüt von Neuzugang Bastian Stieler. Der junge Spieler feierte nicht nur seinen ersten Auftritt im Trikot des Mosbacher SV, sondern absolvierte zugleich sein erstes Spiel im Männerbereich. Das Trainerteam schenkte ihm dabei direkt das Vertrauen und ließ ihn auf der Position des Rechtsverteidigers starten. Diese Chance nutzte Basti eindrucksvoll und zeigte bei seinem Debüt eine sehr starke Leistung. Dabei war ihm über die gesamte Spielzeit hinweg kaum anzumerken, dass es sich um sein erstes Spiel im Männerbereich handelte. Mit viel Tempo, kompromissloser Zweikampfstärke, beeindruckender Abgeklärtheit und einer starken Übersicht überzeugte Basti auf ganzer Linie und fügte sich nahtlos in die Mannschaft ein. In der 34. Minute setzte sich Lucas Braun im Strafraum der Gäste stark durch. Obwohl ihm ein Verteidiger dicht auf den Fersen war und den Abschluss entscheidend erschweren wollte, behauptete sich der Kapitän und brachte den Ball noch gefährlich auf das Tor. Letztlich fehlte seinem Abschluss jedoch etwas die Präzision, sodass der Torhüter den Ball souverän abwehren konnte. Fast im Gegenzug sorgte ein langer Ball auf die linke Seite der Großrudestedter für Gefahr. Die Mosbacher bekamen den hohen Ball nicht entscheidend verteidigt und konnten auch den anschließenden Pass in die Mitte nicht verhindern. Dort nahm der gegnerische Angreifer den Ball jedoch gar nicht erst an, sondern schloss im Fallen direkt ab. Sein sehenswerter Abschluss schlug unhaltbar im rechten Winkel ein und bedeutete den 3:1-Anschlusstreffer. Kurz vor dem Pausenpfiff ließ der MSV nochmal aufhorchen. Nach einem Freistoß in Richtung des Großrudestedter Tores konnte der Gästetorhüter den Ball nur unzureichend nach vorne abwehren. Tomislav Renic reagierte am schnellsten, setzte nach und kam aus kürzester Distanz zum Abschluss. Doch der Schlussmann des SV 1916 Großrudestedt machte sich groß und verhinderte mit einer starken Reaktion den vierten Treffer der Mosbacher.
 
In der Halbzeitpause nahm das Trainerteam um René Deubner und Christian Lemmer gleich sechs Wechsel vor und sorgte damit für entsprechende Rotation im zweiten Durchgang. Kurz nach Wiederbeginn tauchten die Gäste plötzlich frei auf der rechten Seite des Mosbacher Strafraums auf. Der anschließende Abschluss stellte jedoch keine größere Gefahr dar und rauschte deutlich am linken Pfosten des Mosbacher Tores vorbei. Die Partie flachte im zweiten Durchgang etwas ab. Zwar erspielte sich der MSV nun weniger klare Möglichkeiten, hatte das Geschehen aber weiterhin voll im Griff und verwaltete die 3:1-Führung sehr souverän. Auch Großrudestedt kam kaum noch gefährlich vor das Mosbacher Tor und wurde vor allem dann gefährlich, wenn der MSV selbst Fehler machte. So sorgte Mitte der zweiten Halbzeit ein Missverständnis zwischen Bastian Stieler und Constantin Marx kurzzeitig für Unruhe, doch auch diese Situation bereinigte der Mosbacher Schlussmann im letzten Moment und verhinderte Schlimmeres. Darüber hinaus blieben nennenswerte Chancen auf beiden Seiten zunächst aus. Die beste Gelegenheit im zweiten Durchgang bot sich dann in der 75. Minute. Der eingewechselte Tim Möbius setzte mit einem starken, spielöffnenden Pass Lucas Braun in Szene. Der Kapitän nahm Tempo auf, zog Richtung Strafraum und suchte kurz vor dem Sechszehner den Abschluss. Sein Versuch verfehlte das Tor jedoch knapp, womit es letztendlich beim 3:1-Heimsieg für den Mosbacher SV blieb.
Mit diesem Ergebnis gegen Großrudestedt konnte der MSV nochmal ein wichtiges Erfolgserlebnis vor dem bevorstehenden Pflichtspielstart sammeln. Nach den vergangenen Wochen mit zahlreichen intensiven Testspielen gegen teilweise höherklassige Gegner zeigte die Mannschaft eine konzentrierte und engagierte Leistung und belohnte sich mit einem verdienten Sieg. Vielleicht spielte dabei auch die Rückkehr ins heimische Langetal eine kleine Rolle. Nachdem man aufgrund der Platzarbeiten in den vergangenen Wochen notgedrungen auf den Sportplatz in Wutha-Farnroda ausweichen musste, konnte sich die Mannschaft erstmals wieder im „eigenen Wohnzimmer“ präsentieren und dabei direkt überzeugen. So oder so hinterließ der MSV einen positiven Eindruck und gab den Zuschauern ein gutes Gefühl für die kommenden Aufgaben.
 
Nun gilt es, diesen Schwung mitzunehmen und die gezeigte Leistung auch in den Pflichtspielen auf den Platz zu bringen. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am kommenden Sonntag, dem 26. Juli, um 15 Uhr. Dann wartet in der Qualifikationsrunde des Thüringenpokals beim SC 1918 Großengottern die erste Pflichtspielaufgabe der neuen Saison.
Die Startaufstellung:
Constantin Marx, Maximilian Bruder, Fabian Brandau (8‘), Lucas Braun (11‘), Tomislav Renic, Guido Kehr, Tobias Kiesel (18‘), Yannik Peterhänsel, Dennis Voigt, Dominik Stöber, Bastian Stieler
Die Ersatzbank:
Maximilian Hirschel, Niklas Räsner, Philipp Peterhänsel, Tim Möbius, Luca Lippold, Maik Hirschel, Felix Hellmuth
Die Wechsel: *Die Wechsel werden erst mit Beginn der Pflichtspiele hier aufgeführt, da in Testspielen die Möglichkeit besteht, dass Spieler mehrfach ein- und ausgewechselt werden können.
Zuschauer: 130

Niederlage trotz deutlicher Steigerung !

Mutmachende Vorstellung trotz Niederlage – Mosbach setzt gegen Erfurt Nord positive Akzente
 
Nach der deutlichen 1:8-Niederlage gegen den ESV Hönebach am vergangenen Wochenende, bei der insbesondere die zweite Halbzeit enttäuschend verlief, hatten die Mosbacher am Mittwoch, dem 15. Juli 2026, auf dem Sportplatz in Wutha-Farnroda die Chance, eine Reaktion zu zeigen. Im mittlerweile vierten Testspiel der Sommervorbereitung bekam es der MSV mit dem FC Erfurt Nord zu tun. Der Verein aus der thüringischen Landeshauptstadt beendete die vergangene Spielzeit in der Landesklasse Staffel 2 auf dem vierten Tabellenplatz und stellte damit erneut einen anspruchsvollen Gegner für die Mosbacher dar. Die Langetal-Elf zeigte von Beginn an ein deutlich anderes Gesicht als noch im vergangenen Testspiel. Die Mannschaft wirkte stabiler, trat deutlich gefestigter auf und überzeugte neben einer engagierten Defensivarbeit auch immer wieder mit gefährlichen Offensivaktionen. Auch wenn man sich aufgrund einiger vermeidbarer Fehler am Ende mit 1:3 geschlagen geben musste, überwogen die positiven Erkenntnisse aus der Partie. Die Mosbacher können aus diesem Auftritt viel Selbstvertrauen mitnehmen und gestärkt in die kommenden Wochen der Vorbereitung gehen.
 
Anders als in den bisherigen Testspielen lag der Fokus der Mosbacher zunächst deutlich stärker auf einer stabilen Defensive. Nach neun Minuten führte jedoch ein Fehler im eigenen Aufbauspiel zum ersten Gegentreffer. Nach einem Abstoß konnten die pressenden Erfurter Unstimmigkeiten im Spielaufbau von Mosbach ausnutzen, den Ballverlust nahe der Torlinie erzwingen und die Situation letztlich zur Führung verwerten. Der MSV ließ sich von diesem frühen Rückstand jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Einen großen Anteil daran hatten auch Thomas Brandau und Sören Lämmerhirt, die den arbeitsbedingt fehlenden René Deubner sowie den im Urlaub befindlichen Christian Lemmer an der Seitenlinie vertraten. Mit ihrer ruhigen und besonnenen Art gaben sie der Mannschaft Sicherheit, unterstützten die Spieler bei gelungenen Aktionen und trugen so dazu bei, dass die Mosbacher weiter konzentriert und mutig auftraten. Trotz der defensiven Grundordnung gelang es den Mosbachern immer wieder, gefährliche Vorstöße in Richtung Erfurter Tor zu starten. Zunächst blieben diese jedoch noch ohne den gewünschten Erfolg. Gleichzeitig ließ der MSV in der Defensive nur wenig zu, verteidigte konzentriert und konnte sich in den entscheidenden Momenten auf Torhüter Constantin Marx verlassen, der zur Stelle war, wenn es doch einmal brenzlig wurde. Nach etwa 20 Minuten bot sich dann auch dem MSV die erste gefährliche Gelegenheit. Luca Lippold setzte sich auf dem linken Flügel durch und brachte den Ball flach und scharf in Richtung kurzen Pfosten. Zwar geriet die Hereingabe etwas zu kurz und landete zunächst bei einem Erfurter Verteidiger, doch Maximilian Hirschel setzte energisch nach, gewann den Zweikampf und machte die Situation noch einmal gefährlich. Der anschließende Abschluss reichte jedoch nicht aus, um den Erfurter Schlussmann zu überwinden. Viele der Mosbacher Offensivaktionen wurden im letzten Moment von der Erfurter Defensive geklärt, nicht konsequent genug ausgespielt oder brachten letztlich keine echte Gefahr für das Tor der Gastgeber. Rund fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff setzte Tomislav Renic dann jedoch ein Ausrufezeichen. Von der linken Seite nach innen ziehend, nahm er sich ein Herz und schloss gefühlvoll wie wuchtig auf das lange Eck ab. Erfurts Schlussmann musste sich mächtig strecken und verhinderte mit einer starken Parade den möglichen Ausgleich.
Doch praktisch mit dem Halbzeitpfiff sollte der MSV dann doch belohnt werden. Nach einer Ecke von Dennis Voigt, die scharf auf den kurzen Pfosten geschlagen wurde, lauerte erneut Maximilian Hirschel. Mit einer cleveren Kopfballverlängerung beförderte er den Ball ins Erfurter Tor und sorgte damit für den verdienten Ausgleich. Neben den positiven Eindrücken aus dem ersten Durchgang musste der MSV allerdings auch einen Rückschlag hinnehmen. Philipp Urban verletzte sich bereits nach wenigen Minuten am Oberschenkel und musste die Partie frühzeitig beenden. Gute Besserung, PU!
 
Nach dem Seitenwechsel wollte der MSV das gewonnene Selbstvertrauen aus dem ersten Durchgang nutzen und rückte die eigene Grundordnung einige Meter nach vorne. Rund um die 63. Minute spielte sich die Langetal-Elf dann sehenswert in Richtung Erfurter Strafraum. Das Mittelfeld wurde schnell überbrückt und der Ball auf die linke Außenbahn verlagert. Von dort ging es zügig weiter in Richtung Sechzehner, wo Niklas Räsner den Ball mit einer feinen Hackenablage auf den heraneilenden Dennis Voigt weiterleitete. Dessen anschließender Abschluss stellte den Erfurter Torhüter jedoch nicht vor größere Probleme und ging links am Tor vorbei. Nur wenige Minuten später, in der 66. Spielminute, sorgte dann eine Standardsituation für einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit beim MSV. Diesen nutzte der FC Erfurt Nord eiskalt aus und erzielte die 1:2-Führung. Die Mosbacher ließen sich davon jedoch nicht entmutigen und drängten darauf, den erneuten Ausgleich herzustellen. Die Langetal-Elf investierte viel, stemmte sich gegen die drohende Niederlage und erspielte sich weiterhin Möglichkeiten. Rund zehn Minuten vor dem Ende sorgte dann der eingewechselte Maik Hirschel für eine weitere gefährliche Szene. Mit einem präzisen Ball in die Spitze setzte er Tomislav Renic in Szene, dessen Abschluss jedoch von Erfurt Nord verhindert werden konnte. Fünf Minuten vor dem Ende der Partie konnte Erfurt Nord einen Ballgewinn im Mittelfeld verzeichnen. Den daraus entstehenden Konter über die linke Seite schlossen die Gastgeber mit einer Flanke in den Strafraum ab. Der Klärungsversuch von Jonas Brandau geriet dabei zu kurz, sodass Erfurt Nord erneut in Ballbesitz kam und die Situation im Strafraum letztlich zum 1:3-Endstand verwerten konnte.
Mit einem deutlich verbesserten Auftritt im Vergleich zum vergangenen Wochenende verabschiedete sich der MSV am Mittwochabend von seinen Fans. Auch wenn nach nunmehr vier Testspielen weiterhin vier Niederlagen zu Buche stehen, spiegelt das Ergebnis nicht vollständig den Verlauf der Partie wider. Über die gesamten 90 Minuten präsentierten sich die Mosbacher engagiert, fokussiert und geschlossen und hätten sich aufgrund der gezeigten Leistung sicherlich auch ein Unentschieden verdient.
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Thomas Brandau und Sören Lämmerhirt, die sich an diesem Tag voll in den Dienst des MSV stellten. Nicht nur an der Seitenlinie, sondern auch vor dem Spiel, in der Halbzeitpause und nach der Partie fanden sie die richtigen Worte, um die Mannschaft nach dem enttäuschenden Auftritt am vergangenen Wochenende wieder aufzurichten.
Am kommenden Sonntag, den 19. Juli 2026, bietet sich um 15 Uhr die nächste Gelegenheit, an diese Leistung anzuknüpfen. Der MSV kehrt dabei endlich zurück ins heimische Langetal und empfängt den SV 1916 Großrudestedt. Die Gäste spielten in der vergangenen Saison noch in der Landesklasse Staffel 2, mussten nach der abgelaufenen Spielzeit jedoch den Gang in die Kreisoberliga antreten. Es ist zugleich der letzte Test vor dem ersten Pflichtspiel der Saison 2026/27. Eine Woche später wartet nämlich die Qualifikationsrunde des Thüringenpokals auf die Mosbacher.
Die Startaufstellung:
Constantin Marx, Mika Schade, Tomislav Renic, Guido Kehr, Maximilian Hirschel (45′), Niklas Räsner, Philipp Urban, Tobias Kiesel, Luca Lippold, Dennis Voigt, Dominik Stöber
Die Ersatzbank:
Jonas Brandau, Philipp Peterhänsel, Maik Hirschel
Die Wechsel: *Die Wechsel werden erst mit Beginn der Pflichtspiele hier aufgeführt, da in Testspielen die Möglichkeit besteht, dass Spieler mehrfach ein- und ausgewechselt werden können.
Zuschauer: 120
 
 
 
 

Dritter Test – dritte Niederlage !

Nach vielversprechendem Auftakt folgt die kalte Dusche – Mosbach verliert gegen Hönebach deutlich
 
So richtig erklären konnte sich am Sonntag, dem 12. Juli 2026, wohl niemand, wie der Mosbacher SV nach einem vielversprechenden Start und einer verdienten Führung am Ende so deutlich mit 1:8 gegen den ESV Hönebach, der in der neuen Saison in der Kreisoberliga Nord in Hessen antreten wird, unter die Räder geraten konnte. Während die Langetal-Elf in der Anfangsphase noch überzeugte und die Partie offen gestaltete, verlor sie nach dem eigenen Führungstreffer zunehmend den Zugriff auf das Spiel. Spätestens in der zweiten Halbzeit übernahm Hönebach endgültig das Kommando und nutzte die lange Mosbacher Schwächephase konsequent aus, sodass am Ende eine deutliche Niederlage zu Buche stand.
Nachdem man unter der Woche bereits beim SV 09 Arnstadt in Ichtershausen einen anspruchsvollen Test absolviert hatte, wartete mit dem ESV Hönebach im dritten Vorbereitungsspiel ein weiterer ambitionierter Gegner auf den Mosbacher SV. Die Partie fand aufgrund der Platzarbeiten im Langetal erneut auf dem Sportplatz in Wutha-Farnroda statt, wo 134 Zuschauer im Vergleich zu den vergangenen Testspielen einen deutlich besseren Beginn der MSV-Elf sahen. Mosbach begann mutig, baute das Spiel ruhig aus der Defensive auf und konnte immer wieder durch frühe Ballgewinne in aussichtsreiche Situationen kommen. Mit zunehmender Spieldauer erspielte sich die Langetal-Elf immer bessere Möglichkeiten und setzte die Gäste zunehmend unter Druck. Nach rund 25 Minuten bot sich dann die große Chance zur Führung. Tobias Kiesel setzte sich im Laufduell gegen seinen Gegenspieler durch und lief alleine auf das Hönebacher Tor zu. Der herauseilende Schlussmann konnte zwar nicht mehr eingreifen, doch Tobias‘ flacher Abschluss strich knapp am rechten Pfosten vorbei. Auch in der Folge blieb Mosbach die aktivere Mannschaft und verstand es immer wieder, die Gäste mit gefährlichen Angriffen vor Probleme zu stellen. Besonders Guido Kehr, der an diesem Tag als Zehner auflief, sorgte mit seiner Präsenz im Zentrum regelmäßig für Gefahr. Immer wieder konnte er Bälle vor dem Strafraum festmachen, weiterleiten oder geschickt verlängern und damit Angriffe einleiten, die die Langetal-Elf gefährlich nah an das gegnerische Tor brachten. In der 35. Spielminute belohnte Luca Lippold die starke Anfangsphase der Mosbacher mit der Führung. Zuvor hatte Tobias Kiesel einen Ball aus der Luft direkt genommen und wuchtig auf das Hönebacher Tor abgeschlossen. Sein Schuss traf jedoch den im Strafraum stehenden Luca Lippold, von dessen Bein der Ball eine entscheidende Richtungsänderung erhielt und anschließend unhaltbar in das Tor der Gäste trudelte. Obwohl Mosbach mit dem Führungstreffer im Rücken eigentlich hätte befreiter aufspielen können, trat ab diesem Moment genau das Gegenteil ein. Die Langetal-Elf verlor zunehmend den Faden, fand kaum noch Zugriff auf die Partie und ließ die zuvor gezeigte Sicherheit vermissen. Nur vier Minuten nach dem Führungstreffer reichte den Gästen ein Pass in die Spitze, um die Mosbacher Defensive auszuhebeln. Der Hönebacher Angreifer blieb frei vor dem Tor eiskalt und ließ sich die Möglichkeit zum 1:1 Ausgleich nicht nehmen. In der 41. Spielminute kippte die Partie dann vollständig. Nahe der eigenen Eckfahne gelang es dem MSV nicht, den Ball konsequent zu klären, sodass sich der Gegenspieler aufdrehen und von der linken Seite in Richtung Strafraum ziehen konnte. Der anschließende Abschluss war für den ESV nur noch Formsache, wodurch die Gäste innerhalb weniger Minuten aus einem Rückstand eine Führung machten. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Hönebach sogar noch auf 1:3. Erneut verteidigte Mosbach vor dem eigenen Strafraum zu luftig und gewährte den Gästen zu viel Raum. Der Angreifer nutzte dies aus und konnte von der Strafraumkante nahezu unbedrängt abschließen, sodass der ESV mit einer Zwei-Tore-Führung in die Halbzeitpause ging.
 
Die Zielsetzung für den zweiten Durchgang war klar definiert. Der MSV wollte irgendwie wieder einen Fuß in diese Partie bekommen und zurück ins Spiel finden. Dieses Vorhaben erhielt jedoch bereits kurz nach dem Wiederanpfiff einen herben Dämpfer. Nur zwei Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit musste Mosbach den nächsten Gegentreffer hinnehmen und sah sich fortan mit einem deutlichen 1:4-Rückstand konfrontiert. Von diesem Zeitpunkt an spielte nahezu ausschließlich der ESV Hönebach. Während die Gäste immer wieder gefährlich vor das Tor kamen und die Partie zunehmend bestimmten, fand der MSV kaum noch Entlastung. Dabei hatte Mosbach die Gäste bis zur 35. Spielminute noch weitestgehend vom eigenen Tor fernhalten können. In der 68. Spielminute, als Mosbach mittlerweile dauerhaft unter Druck stand, bekam Jonas Brandau den Ball im eigenen Strafraum an die Hand, sodass der Schiedsrichter folgerichtig auf Strafstoß entschied. Sören Lämmerhirt, der an diesem Tag aufgrund des urlaubsbedingten Fehlens von Constantin Marx sowie der verletzungsbedingten Ausfälle von Christian Haaß und Philipp Jung zwischen den Pfosten stand, parierte den fälligen Elfmeter zunächst stark. Der Abpraller landete jedoch vor den Füßen eines Hönebacher Spielers, der im Nachsetzen den Ball doch noch über die Linie brachte und damit auf 1:5 erhöhte. Mosbach bemühte sich anschließend darum, wieder mehr Ruhe in die Partie zu bekommen, doch ein wirklicher Spielfluss wollte nicht mehr entstehen. Zu viele frühe Ballverluste verhinderten eine Entlastung, während Hönebach weiterhin konzentriert und konsequent agierte. Die Gäste nutzten die sich bietenden Räume souverän aus und belohnten sich in der Schlussphase noch mehrfach. In der 79., 86. und 87. Spielminute erzielte der ESV innerhalb von nur acht Minuten drei weitere Treffer und schraubte das Ergebnis letztlich auf 1:8 in die Höhe. Wenige Augenblicke danach ertönte der erlösende Abpfiff auf dem Sportplatz in Wutha-Farnroda.Vor allem im zweiten Durchgang gelang es der Langetal-Elf kaum noch, aktiv am Spielgeschehen teilzunehmen, sodass man den Gästen über weite Strecken nur noch hinterherlief.
Mit der dritten Niederlage im dritten Testspiel dieser Vorbereitung wurde dem MSV erneut aufgezeigt, an welchen Stellschrauben in den kommenden Wochen noch intensiv gearbeitet werden muss, bevor am 2. August mit dem Heimspiel gegen den SV Bad Salzungen im Langetal der Start in die Landesklasse bevorsteht. Trotz der deutlichen Niederlage gilt es nun, die Köpfe nicht hängen zu lassen, den Blick nach vorne zu richten und mit der nötigen Ruhe, aber auch der erforderlichen Entschlossenheit weiter auf die neue Herausforderung hinzuarbeiten.
Dass dem Mosbacher SV eine anspruchsvolle sowie schwierige Saison in der Landesklasse bevorstehen wird, war allen Beteiligten von Beginn an bewusst. Umso wichtiger wird es sein, noch enger zusammenzurücken. Als Verein, als Mannschaft und gemeinsam mit der treuen Fangemeinde des MSV. Bereits am kommenden Mittwoch bietet sich die nächste Gelegenheit, ein anderes Gesicht zu zeigen. Gegen den FC Erfurt Nord, der in der Landesklasse Staffel 2 beheimatet ist, möchte die Langetal-Elf wieder positive Ansätze zeigen. Anstoß auf dem Sportplatz in Wutha-Farnroda ist um 19 Uhr.
Die Startaufstellung:
Sören Lämmerhirt, Maximilian Bruder, Mika Schade, Fabian Brandau, Tomislav Renic, Guido Kehr, Tobias Kiesel, Luca Lippold (35‘), Dennis Voigt, Dominik Stöber, Jonas Mäurer
Die Ersatzbank:
Jonas Brandau, Niklas Räsner, Philipp Urban, Philipp Peterhänsel, Marcus von Roda, Tim Möbius, Maik Hirschel
Die Wechsel: *Die Wechsel werden erst mit Beginn der Pflichtspiele hier aufgeführt, da in Testspielen die Möglichkeit besteht, dass Spieler mehrfach ein- und ausgewechselt werden können.
Zuschauer: 134