Chancenwucher trotz Unterzahl !

Landesklassen – Saison 2026/27

Vorgezogenes Spiel vom 21.11.2026

SG Lauscha/ Neuhaus – Mosbacher SV 1911

3:1 (1:1)

Zuschauer: 274, davon 26 MSV – Anhang

Platzverweis als Knackpunkt – MSV verliert trotz engagierter Leistung in Lauscha
 
Eigentlich hätte dieser Sonntag, der 23. August 2026, für den Mosbacher SV kaum besser beginnen können. Bereits nach vier Minuten durften die mitgereisten Anhänger des MSV über die frühe Führung ihrer Mannschaft auf dem Tierbergsportplatz in Lauscha jubeln. Doch nur wenige Augenblicke später folgte der große Dämpfer der Partie. Torhüter Philipp Jung sah nach seinem Einsteigen gegen Lauschas Offensivmann die Rote Karte. Ab der siebten musste Mosbach die Partie somit in Unterzahl bestreiten. Trotz des frühen Platzverweises zeigte sich die Elf aus dem Langetal zunächst unbeeindruckt. In der ersten Halbzeit hatte der MSV sogar ein Chancenplus und schaffte es weitgehend, gefährliche Aktionen der SG Lauscha/Neuhaus vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Kurz vor dem Pausenpfiff fiel dann allerdings doch noch der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel machte sich die numerische Überlegenheit der Gastgeber zunehmend bemerkbar. Die SG Lauscha/Neuhaus konnte die Überzahl nun besser nutzen und kam dadurch häufiger zu gefährlichen Abschlüssen. Dennoch blieben auch die Mosbacher immer wieder gefährlich, kämpften leidenschaftlich um jeden Meter auf dem Platz und hatten trotz Unterzahl weiterhin gute Möglichkeiten. Am Ende sollte all das jedoch nicht reichen. Die Gastgeber schlugen noch zweimal zu und besiegelten damit die 3:1-Niederlage des MSV.
 
116 Kilometer mussten vom Mosbacher SV bewältigt werden, ehe am Sonntagnachmittag auf dem Tierbergsportplatz das Duell der beiden Aufsteiger bevorstand. Im sonst vor allem für seine Glasbläserkunst und Christbaumschmuck bekannten Lauscha ging es für die Schwarz-Weißen erstmals gegen die ansässige Spielgemeinschaft Lauscha/Neuhaus. Für einen würdigen Rahmen war dabei gesorgt. 274 Zuschauer wollten sich das Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger nicht entgehen lassen. Auch aus Mosbach hatte sich wieder einmal eine beachtliche Gruppe auf den langen Weg gemacht und sorgte dafür, dass die Mannschaft auch auswärts auf die Unterstützung ihrer Anhänger zählen konnte. Diese wurden für ihre lange Anreise bereits früh belohnt. Nach nur vier Minuten brachte Tomislav Renic eine Ecke von der rechten Seite gefühlvoll in den Strafraum. Dort hatte sich Guido Kehr geschickt von seinem Gegenspieler gelöst, stieg am höchsten und setzte die Kugel mit einem platzierten Kopfball in die Maschen des Lauschaer Tores. Damit brachte Guido seine Mannschaft nicht nur bereits nach vier Minuten in Führung, sondern erzielte zugleich auch sein erstes Pflichtspieltor für den Mosbacher SV 1911. Der Jubel währte allerdings nur kurz. Gerade einmal drei Minuten später spielten sich die Hausherren wenige Meter vor dem Mosbacher Strafraum frei und schickten ihren Angreifer frei in Richtung Tor. Torhüter Philipp Jung, der an diesem Tag die verletzten Constantin Marx und Christian Haaß vertrat, eilte aus seinem Strafraum heraus, kam beim Versuch, den Angreifer vom Ball zu trennen, allerdings deutlich zu spät und traf dabei nur den Gegenspieler. Der Schiedsrichter zögerte nicht und zeigte Philipp die Rote Karte. Dieser Platzverweis sorgt außerdem dafür, dass neben den verletzungsbedingten Ausfällen von Constantin Marx und Christian Haaß nun auch der dritte etatmäßige Keeper innerhalb der letzten drei Wochen beim MSV ausfällt und vorerst fehlen wird. Mosbach musste fortan in Unterzahl weiterspielen. Eine denkbar ungünstige Ausgangslage nach dem eigentlich so vielversprechenden Beginn. Die personelle Situation zwang die Mosbacher gleichzeitig zu einer Umstellung. Maximilian Hirschel musste seinen Platz räumen, damit Mannschaftsbetreuer Sören Lämmerhirt das Spielfeld betreten und fortan das Tor des MSV hüten konnte. Der aus dem mit Rot geahndeten Foul resultierende Freistoß brachte im Anschluss die wohl beste Gelegenheit der SG Lauscha/Neuhaus im ersten Durchgang. Der Ball segelte gefährlich in Richtung Mosbacher Tor, doch letztlich war es der rechte Torpfosten, der den Ausgleich gerade noch verhindern konnte. Wer nun glaubte, dass der MSV in sich zusammenfallen und den Glauben an einen erfolgreichen Nachmittag verlieren würde, sah sich eines Besseren belehrt. In etwa der zehnten Spielminute wurde Jonas Mäurer mit einem langen Ball in Szene gesetzt. „Mäu“ setzte sich im Laufduell durch und kam vor dem herauseilenden Lauschaer Schlussmann an den Ball. Dieser sprang noch einmal auf, ehe Jonas Mäurer ihn über den Torhüter hinweg in Richtung Tor brachte. Doch der Ball verfehlte sein Ziel knapp und trudelte am linken Pfosten vorbei. Etwa zur Mitte der ersten Halbzeit sorgte erneut Jonas Mäurer für eine dicke Möglichkeit der Mosbacher. Wieder war es ein langer Ball, der „Mäu“ hinter die Lauschaer Abwehr schickte und ihn frei vor dem Torhüter auftauchen ließ. Der Schlussmann der Hausherren agierte jedoch clever, verkürzte den Winkel geschickt und machte den Abschluss dadurch äußerst schwierig. Zudem eilte noch ein Verteidiger zurück und setzte den Mosbacher entscheidend unter Druck. Jonas Mäurer kam zwar zum Abschluss, doch der Keeper der Hausherren war zur Stelle und konnte den Versuch parieren. Mosbach kämpfte und war trotz Unterzahl über weite Strecken tonangebend. Dennoch musste der MSV kurz vor dem Pausenpfiff den Ausgleich hinnehmen. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit versäumten es die Schwarz-Weißen, einen Ball konsequent genug aus dem eigenen Sechszehner zu klären. Die Gastgeber kamen dadurch erneut in Ballbesitz und brachten den Ball in Richtung Tor. Der Abschluss rollte langsam, aber unaufhaltsam in die linke Ecke zum 1:1-Ausgleich. Wenige Minuten zuvor musste der MSV bereits einen weiteren Rückschlag verkraften. Maximilian Bruder spürte einen Schmerz im Oberschenkel und konnte die Partie nicht fortsetzen. Gute Besserung, Marder! Für ihn kam in der 40. Spielminute Bastian Stieler in die Partie.
 
Mit Beginn der zweiten Halbzeit konnte die Spielgemeinschaft aus Lauscha und Neuhaus zunehmend mehr Kapital aus der personellen Überzahl schlagen. Die Gastgeber hatten nun deutlich mehr Ballbesitz als noch im ersten Durchgang und kamen auch häufiger zu gefährlichen Torraumszenen. In der 50. Spielminute brachte die Spielgemeinschaft den Ball in Richtung Elfmeterpunkt. Dort ließen die Mosbacher dem Angreifer zu viel Platz und Zeit, sodass dieser unbedrängt zum Abschluss kam und den Ball zur 2:1-Führung im Tor unterbringen konnte. Auch wenn der MSV in der verbleibenden Spielzeit einige Male Glück hatte, da es den Lauschaer Abschlüssen aus vielversprechenden Positionen an der nötigen Präzision und Qualität fehlte, setzte Mosbach weiterhin eigene Nadelstiche. So boten sich Lucas Braun im zweiten Durchgang gleich zwei große Möglichkeiten. Beide Male drang er über die linke Seite in den Strafraum ein und tauchte frei vor dem Lauschaer Tor auf. Seine Abschlüsse waren jedoch beide zu harmlos, sodass sie dem Torwart der SG Lauscha/Neuhaus keine größeren Probleme bereiteten. Zu allem Überfluss mussten René Deubner und Christian Lemmer im weiteren Verlauf auch noch zwei weitere angeschlagene Spieler vom Feld nehmen. Felix Hellmuth verließ in der 65. Minute die Partie, ehe Jonas Mäurer in der 77. Minute ebenfalls nicht weiterspielen konnte. Für die beiden kamen Tobias Kiesel und Marcus von Roda ins Spiel. Bleibt zu hoffen, dass sich die Beschwerden bei beiden als nicht schwerwiegend herausstellen. Gute Besserung an Felix und „Mäu“!. Anschließend jagte Dennis Voigt zwei Freistöße auf das Gehäuse Lauschas. Bei Beiden, einer übers Gebälk, der Andere, am Pfosten vorbei, schaute der Keeper nur zu. (80./ 84.) Erst als der Gast in Unterzahl volles Risiko ging, ergaben sich für die SG die großen Möglichkeiten, die Partie noch deutlicher zu gestalten. In der 88. Spielminute wurden dann auch die letzten Hoffnungen der Mosbacher begraben. Nachdem Sören Lämmerhirt seine Mannschaft mit einigen starken und aufmerksamen Paraden zuvor mehrfach im Spiel gehalten hatte, war auch der Mosbacher Schlussmann nun machtlos. Ein platzierter Abschluss schlug zum 3:1-Endstand im Netz ein und besiegelte damit die Niederlage des MSV.
Trotz eines engagierten Auftritts müssen Mannschaft und Trainerteam letztlich die dritte Niederlage in Folge hinnehmen. Mit Blick auf die kommenden Wochen wird es für die Langetal-Elf keineswegs einfacher. Bereits am nächsten Wochenende wartet mit dem SV Borsch 1925 der diesjährige Absteiger aus der Thüringenliga auf die Schwarz-Weißen.
Anstoß ist am Sonntag, dem 30. August, um 14 Uhr auf dem Sportplatz in Geismar. Auch in diesem Spiel wird die Mannschaft wieder alles daransetzen, sich für das Engagement und die guten Leistungen der vergangenen Wochen endlich wieder zu belohnen. Dass dabei eine sehr schwere Aufgabe wartet, ist dabei allen bewusst.
Die Startaufstellung:
Philipp Jung, Maximilian Bruder, Fabian Brandau, Lucas Braun, Tomislav Renic, Guido Kehr (4‘), Maximilian Hirschel, Dennis Voigt, Dominik Stöber, Jonas Mäurer, Felix Hellmuth
Die Ersatzbank:
Jonas Brandau, Tobias Kiesel, Marcus von Roda, Luca Lippold, Sören Lämmerhirt, Bastian Stieler
Die Wechsel:
Sören Lämmerhirt für Maximilian Hirschel (8‘),
Bastian Stieler für Maximilian Bruder (40‘),
Tobias Kiesel für Felix Hellmuth (65‘),
Luca Lippold für Tomislav Renic (68’),
Marcus von Roda für Jonas Mäurer (77‘)
Die Tore: 0:1 Guido Kehr (4.), gesamt 1, 1:1 Lui Müller – Keupert (45+3), 2:1 Maximilian Töpfer (50.), 3:1 Anthony Trippe (88.).
Zuschauer: 274
Das Kollektiv: Wilhelm Linder
 
 
Der Knackpunkt der Partie: Hier kommt Keeper Philipp Jung einen Tick zu spät und erhält für seine „Notbremse“ die Rote Karte.