Unglückliche Niederlage !

Landesklassen – Saison 2026/27

2. Spieltag, Samstag, der 8.8.2026

SC 04 Sonneberg – Mosbacher SV 1911

4:2 (1:1)

Zuschauer: 130, davon 26 MSV – Fans (!!)

Zweimal geführt, trotzdem verloren – Mosbach unterliegt unglücklich in Sonneberg
 
Wenn man neu in einer Liga ist, liegt es in der Natur der Sache, dass man als Mannschaft und Verein viele Dinge und Orte zum allerersten Mal kennenlernt. Nachdem der Mosbacher SV am Sonntag, den 2. August 2026, mit einem überzeugenden 5:0 gegen den SV Wacker 04 Bad Salzungen bereits ein äußerst erfolgreiches Landesklassendebüt hingelegt hatte, stand nun am Samstag, den 8. August 2026, um 15 Uhr die erste Auswärtsfahrt in dieser Spielklasse auf dem Programm. Anders als in den vergangenen Jahren führte die Reise dabei jedoch nicht in die nähere Umgebung nach Eisenach, Vacha oder Wandersleben, sondern fast zwei Stunden in den Süden Thüringens zum 1. FC Sonneberg 04. Dass es der MSV an diesem Tag mit einem anspruchsvollen Gegner zu tun bekommen würde, stand bereits vor der Anreise fest. Die Sonneberger Mannschaft, die in den vergangenen Jahren immer wieder in der oberen Tabellenhälfte der Landesklasse mitmischen konnte und zwischen 2019 und 2022 sogar in der Thüringenliga an den Start ging, war mit einer deftigen 5:1-Niederlage beim FC Schweina-Gumpelstadt in die neue Saison gestartet. Entsprechend groß war die Motivation der Gastgeber, gegen die Langetal-Elf die ersten Punkte der Saison einzufahren und den missglückten Saisonstart wieder geradezubiegen. Die Mosbacher starteten wie schon in der Vorwoche engagiert in die Partie. Die Sonneberger schienen vom couragierten Auftritt des Aufsteigers zunächst durchaus überrascht, sodass sich von Beginn an ein intensives Landesklassenspiel auf Augenhöhe entwickelte. Auf beiden Seiten ergaben sich erste Möglichkeiten, ehe es schließlich der MSV war, der sich für seinen guten Auftritt belohnte und in Führung ging. Die Gastgeber ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und fanden noch vor dem Halbzeitpfiff die passende Antwort, sodass es mit einem ausgeglichenen Spielstand in die Kabinen ging. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie temporeich und umkämpft. Der MSV ging erneut in Führung und war damit lange Zeit auf einem guten Weg, etwas Zählbares aus Sonneberg mitzunehmen. Doch dann waren es einige unglückliche Momente im eigenen Spiel und ein Stück weit Pech in der einen oder anderen Situation, die das Pendel zugunsten der Gastgeber ausschlagen ließen. Sonneberg drehte die Partie in der Schlussphase noch komplett und besiegelte damit die bittere 4:2-Niederlage des MSV. Trotz einer erneut sehr ordentlichen Leistung musste die Langetal-Elf somit am Ende mit leeren Händen die Heimreise antreten.
 
Nicht nur für die Spieler, sondern auch für die heißblütigen Anhänger des Mosbacher SV sind Auswärtsreisen wie die nach Sonneberg absolutes Neuland. Umso schöner war es, dass sich trotz der doch langen Anreise die 26 MSV-Fans auf den Weg nach Südthüringen machten und ihre Mannschaft auch in der Ferne unterstützten. Auf der beeindruckenden Anlage des Sonneberger Stadions startete der MSV sehr konzentriert, stabil und mutig in die Begegnung. Aufgrund der Urlaubszeit und den dadurch entstandenen Lücken im Kader erklärte sich auch Andy von Roda, der seine aktive Laufbahn in diesem Sommer beendet hatte, bereit, die Mannschaft bei dieser anspruchsvollen Aufgabe noch einmal zu unterstützen. Als Innenverteidiger zeigte er an diesem Tag eine herausragende Leistung und erwies sich als wichtiger Faktor für die starke Vorstellung des MSV. Mosbach machte gleich zu Beginn deutlich, dass man nicht angereist war, um sich der Rolle als Underdog einfach zu fügen. Bereits nach wenigen Minuten rollten die ersten Angriffe auf das Sonneberger Tor zu. Zunächst fehlte es den Mosbachern dabei allerdings noch an der nötigen Präzision, sodass daraus keine wirkliche Gefahr für die Gastgeber entstand. In der 17. Spielminute sorgte dann der 1. FC Sonneberg 04 für die erste Großchance der Partie. Nach einem Freistoß im Mittelfeld und der anschließenden Verlagerung auf die rechte Seite kombinierten sich die Südthüringer mit hohem Tempo nach vorne und brachten den Ball punktgenau in den Mosbacher Strafraum. Der Sonneberger Angreifer kam dabei völlig frei aus kurzer Distanz zum Abschluss, setzte den Ball zur großen Erleichterung der Mosbacher jedoch deutlich über das Tor. In der Folge verstand es der MSV von Minute zu Minute besser, die Angriffsbemühungen der Sonneberger zu unterbinden und gefährliche Situationen weitestgehend vom eigenen Tor fernzuhalten. Gleichzeitig fehlte den Mosbachern im eigenen Offensivspiel noch das nötige Quäntchen Glück. Nach einer unübersichtlichen Szene im Sonneberger Strafraum, in der der Ball beinahe flipperartig zwischen den Spielern beider Mannschaften hin und her sprang, kam Dennis Voigt aus vielversprechender Position zum Abschluss. Sein Schuss konnte von der Sonneberger Defensive jedoch in allerhöchster Not noch zur Ecke geklärt werden. In der 31. Spielminute belohnte sich der MSV schließlich für seinen couragierten Auftritt. Ein Angriff über die rechte Seite wurde von Bastian Stieler initiiert, ehe Jonas Mäurer den Ball übernahm, Fahrt aufnahm und ihn präzise in den Sonneberger Strafraum spielte. Dort fand die Hereingabe Tomislav Renic, der mit seinem Abschluss allerdings einen Moment zu lange wartete, sodass der Sonneberger Torhüter den Ball noch abwehren konnte. Die Situation war damit jedoch noch längst nicht bereinigt. Maximilian Hirschel reagierte gedankenschnell, indem er den Abpraller zur verdienten 0:1-Führung für den MSV ins Tor schob. Nur sieben Minuten später war die Mosbacher Führung allerdings wieder dahin. Sonneberg kam erneut über die rechte Seite, zog nach innen und konnte relativ unbedrängt einen wuchtigen Abschluss aus spitzem Winkel auf das kurze Eck abgeben. Der Schuss schlug zum 1:1 im Mosbacher Tor ein. Kurz vor der Pause bot sich der Langetal-Elf noch einmal die Chance auf die erneute Führung. Nach einer Ecke behauptete sich Dominik Stöber stark im Zweikampf und kam anschließend wuchtig zum Kopfball, setzte diesen jedoch knapp rechts am Sonneberger Tor vorbei. Mit diesem Zwischenstand konnten die Mosbacher durchaus zufrieden die Halbzeitpause antreten. Gleichzeitig wusste der MSV, dass im zweiten Durchgang noch mehr möglich sein würde, wenn es gelänge, die bisher gezeigte Leistung auch nach dem Seitenwechsel auf den Platz zu bringen.
 
Das Spiel brauchte auch im zweiten Durchgang nicht lange, um wieder Fahrt aufzunehmen. Bereits in der 59. Spielminute war es Luca Lippold, der von Jonas Mäurer mustergültig vor dem Sonneberger Tor freigespielt wurde. Unbedrängt behielt er die Nerven und vollendete sicher zur erneuten 1:2-Führung für den MSV. In der 68. Spielminute bildeten sich auf Mosbacher Seite schließlich die ersten Sorgenfalten. Torhüter Constantin Marx wurde bei einer Aktion fernab des Erlaubten von einem Sonneberger Angreifer attackiert und kam dabei unglücklich zu Fall. Dabei zog er sich eine Verletzung im Schulterbereich zu. Trotz der deutlich spürbaren Schmerzen versuchte Consti zunächst weiterzuspielen, während sich Christian Haaß bereits auf seine Einwechslung vorbereitete. Nur zwei Minuten später musste Consti nach einem von der MSV-Defensive unzureichend geklärten Ball erneut in ein Eins-gegen-Eins Duell gehen. Aufgrund der ihm deutlich anzusehenden Schmerzen war er dabei jedoch chancenlos und konnte den Ausgleichstreffer zum 2:2 nicht mehr verhindern. Kurz darauf war für unseren angeschlagenen Schlussmann endgültig Schluss. Unter dem Applaus der mitgereisten Mosbacher Anhänger verließ Constantin Marx das Spielfeld und machte Platz für Christian Haaß. Gute Besserung, Consti! In der 76. Spielminute sorgte dann ein erneut überhartes Einsteigen der Gastgeber für Entsetzen beim Mosbacher SV. Andy von Roda wurde im Mittelkreis rüde von seinem Gegenspieler von den Beinen geholt, der dabei keinerlei Chance auf den Ball hatte. Dass der Schiedsrichter diese Aktion lediglich mit einer Gelben Karte ahndete, sorgte auf Mosbacher Seite für entsprechendes Unverständnis. Erneut hat ein Schiri nicht den Mut, eine solche Aktion mit gatt Rot zu bestrafen. Der Foulspielende und der sich beschwerende MSV Spieler erhalten Gelb. Einfach unverständlich ! Sonneberg, wo einst Olympiasieger Reinhard Häfner das Fußballspielen begann, erlebte in der Schlussphase eine spannende und für den MSV bittere Wendung. In der 83. Spielminute sah sich Mosbach dabei erstmals in seiner noch jungen Landesklassengeschichte mit einem Rückstand konfrontiert. Ein hoher Ball segelte über sämtliche Köpfe hinweg und Hasi konnte das Leder anschließend nicht festhalten und lenkte sich das Leder selbst in die Maschen.Die Sonneberger stellten kurz vor dem Ende der Begegnung auf 3:2. Mosbach gab sich dennoch nicht geschlagen und drängte in der Schlussphase auf den Ausgleich. Die ganz großen Möglichkeiten blieben dabei allerdings aus. In der Nachspielzeit setzte der Gastgeber dann den endgültigen Schlusspunkt, als der Ball ein weiteres Mal im Mosbacher Tor einschlug und Sonneberg damit den 4:2-Endstand herstellte. Ein Ergebnis, das angesichts des Spielverlaufs für die Schwarz-Weißen besonders bitter ausfiel.
 
Trotz eines tollen Auftritts musste der MSV an diesem Samstag mit leeren Händen die Heimreise antreten. Über 90 Minuten agierte die Langetal-Elf mit dem 1. FC Sonneberg 04 auf Augenhöhe und hatte zwischenzeitlich sogar spielerisch die Oberhand. Umso bitterer, dass am Ende dennoch eine 4:2-Niederlage auf der Anzeigetafel stand. Trotz aller Enttäuschung sollte dieser Auftritt der Mannschaft Mut und Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben. Denn eines hat dieser Nachmittag eindrucksvoll gezeigt. Mosbach kann Landesklasse!
 
Ein großer Dank gilt an dieser Stelle auch noch einmal dem Autohaus SCHADE, das dem MSV für die An- und Abreise die nötige Mobilität in Form eines Busses zur Verfügung stellte. Ebenso möchten wir uns bei Ralf Heimbürger bedanken, der über die Adecco Personaldienstleistungen GmbH einen weiteren Bus bereitstellte und gemeinsam mit Mika Schade sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt als Fahrer übernahm.Vielen Dank für eure Unterstützung!
 
Bereits am kommenden Wochenende steht für den Mosbacher SV der nächste Auftritt in der Landesklasse auf dem Programm. Dann geht es vor heimischem Publikum im Langetal gegen unsere Freunde von der Spielvereinigung Siebleben. Anstoß ist am Sonntag, den 16. August, um 15 Uhr. Dabei können sich alle Zuschauer mit großer Sicherheit auf einen stimmungsvollen dritten Spieltag freuen. Wir sehen uns im Langetal!
 
Die Startaufstellung:
Constantin Marx, Lucas Braun, Tomislav Renic, Guido Kehr, Maximilian Hirschel (31‘), Luca Lippold (59‘), Dennis Voigt, Dominik Stöber, Andy von Roda, Bastian Stieler, Jonas Mäurer
Die Ersatzbank:
Mika Schade, Jonas Brandau, Niklas Räsner, Maik Hirschel, Christian Haaß
Die Wechsel:
Christian Haaß für Constantin Marx (71‘),
Niklas Räsner für Maximilian Hirschel (78‘)
Die Tore: 0:1 Maximilian Hirschel (31.), gesamt 2, 1:1/2:2/3:2/4:2 Lance Härtel (38./78./83./90+1), 1:2 Luca Lippold (71.), gesamt 1
Zuschauer: 130
Das Kollektiv: Luke – Bastian Hanekamm, Leon Maximilian Metz, Tyler Sorber.