Niederlage beim Landesliga – Absteiger !

Landesklassen – Saison 2026/27

5. Spieltag, Sonntag, der 30.8.2026

SG Borsch 1915 – Mosbacher SV 1911

4:1 (0:0)

Zuschauer: 189, davon 33 MSV – Fans

Doppelschlag nach der Pause leitet Niederlage ein – Mosbach geht in Geismar leer aus
 
Auswärtsfahrten nach Geismar sind den Spielern und Fans des Mosbacher SV bereits bestens bekannt. In den vergangenen Jahren traf man auf dem ortsansässigen Sportplatz einige Male auf die zweite Mannschaft des SV Borsch 1925. Am Sonntag, dem 30. September 2026, traf der MSV nun erstmals auf die erste Mannschaft des SVB und damit gleichzeitig auch auf einen der großen Favoriten der diesjährigen Landesklassensaison. Entsprechend groß war die Herausforderung für die Langetal-Elf. Von Beginn an zeigte Mosbach jedoch, dass man sich beim klar favorisierten Gastgeber keineswegs verstecken wollte. Die Schwarz-Weißen zeigten eine sehr gute erste Halbzeit und boten Borsch über weite Strecken Paroli. Zwar konnte Borsch die gefährlicheren Torchancen verzeichnen, doch die Mosbacher Defensive und Torhüter Sören Lämmerhirt, der die drei ausfallenden Keeper (Constantin Marx, Christian Haaß und Philipp Jung) ersetzte, hielten dem Druck stand und ließen in den ersten 45 Minuten keinen Treffer zu. Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie dann allerdings eine entscheidende Wendung. Ein schneller Doppelschlag brachte die Hausherren früh im zweiten Durchgang auf die Siegerstraße, ehe Mosbach, wie schon in der Vorwoche, durch einen Platzverweis in Unterzahl geriet. Borsch nutzte diese Konstellation, brachte die Gäste aus dem Langetal mehr und mehr in Bedrängnis und erhöhte im weiteren Spielverlauf auf 4:0. Kurz vor dem Abpfiff gelang dem MSV schließlich noch der keineswegs unverdiente Ehrentreffer zum 4:1-Endstand. Somit verkaufte sich Mosbach einmal mehr über weite Strecken teuer, musste am Ende aber dennoch die vierte Niederlage in Folge hinnehmen. Zu allem Überfluss sah Cheftrainer René Deubner in der Schlussviertelstunde ebenfalls die Gelb-Rote Karte und wird der Mannschaft somit beim Heimspiel gegen Hildburghausen am 13. September an der Seitenlinie fehlen.
 
Bei bestem Fußballwetter ertönte um 14 Uhr der Anpfiff zu einer von Beginn an munteren Partie. Die Hausherren machten schnell deutlich, warum sie als Favorit in diese Partie gingen. Sicher, kontrolliert und unaufgeregt ließ Borsch den Ball durch die eigenen Reihen laufen und kam so auch früh in der Partie zu den ersten Chancen. So rettete in den ersten zehn Minuten gleich zweimal der Pfosten den MSV vor einem frühen Rückstand. Auch Torhüter Sören Lämmerhirt bewahrte seine Mannschaft in den ersten 45 Minuten mit starken Reaktionen und einem aufmerksamen Torwartspiel vor einem Gegentreffer. In der 11. Minute tauchte ein Angreifer der Gastgeber plötzlich frei vor dem Mosbacher Tor auf. Sören reagierte jedoch blitzschnell, kam dem Borscher Offensivspieler entgegen, verkleinerte dadurch den Abschlusswinkel und setzte ihn entscheidend unter Druck. Der Angreifer setzte den Ball schließlich knapp am rechten Torpfosten vorbei. Nach dieser druckvollen Anfangsphase stabilisierte sich der MSV zunehmend und ließ nun kaum noch gefährliche Abschlüsse der Hausherren zu. Gleichzeitig setzte auch Mosbach immer wieder offensive Akzente und sorgte mit einigen sehenswerten Ballstafetten für Aufsehen. Die vielversprechenden Angriffsversuche wurden jedoch von der ebenfalls stark agierenden Borscher Defensive immer wieder unterbunden, sodass sich die Langetal-Elf größtenteils mit Halbchancen begnügen musste. Dennoch sorgten die eigenen Ballbesitzanteile für Entlastung und entwickelten die Partie zu einem Schlagabtausch auf Augenhöhe. Dank einer sehr erwachsenen Defensivleistung konnte der Mosbacher SV ein torloses Remis mit in die Halbzeitpause nehmen. Vor allem in den Zweikämpfen präsentierte sich die Mannschaft von René Deubner und Christian Lemmer aufmerksam und bissig, gewann viele wichtige Duelle auf dem Platz und war auch bei hohen Bällen stets zur Stelle. Allen voran Guido Kehr, der als Rechtsverteidiger agierte, entschied zahlreiche Kopfballduelle und Zweikämpfe für seine Farben. Auch bei den zweiten Bällen war der MSV hellwach und konnte diese immer wieder rechtzeitig entschärfen. So hatte sich das Team um Kapitän Lucas Braun zur Pause das 0:0 gegen den großen Favoriten absolut verdient.
 
Kurz nach Wiederbeginn folgte dann allerdings der große Nackenschlag für die Mosbacher. Borsch spielte sich auf der linken Seite sehenswert durch und legte den Ball anschließend sauber an die Strafraumkante zurück. Der folgende flache Abschluss war gefühlvoll und präzise in die linke Ecke gesetzt und brachte den Gastgebern in der 48. Minute die 1:0-Führung. Nur drei Minuten später wurde ein folgenschwerer Fehlpass im Aufbauspiel der Mosbacher von Borsch eiskalt bestraft, wodurch die Gastgeber sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff mit 2:0 in Führung gingen. Die beiden Treffer zeigten Wirkung. Borsch hatte nun deutlich mehr vom Spiel. Zu allem Überfluss sah Tomislav Renic nach Ansicht des Schiedsrichters zunächst wegen Meckerns die Gelbe Karte. Nur wenige Augenblicke später folgte nach einem Foul die zweite Verwarnung und damit die Gelb-Rote Karte.( Anmerkung: Das rüde Einsteigen an der Mittellinie gegen Fabian Brandau, muss zumindest zu Gelb führen und nicht nur zur Ermahnung, dann kommt es anschließend nicht zur Gelb/ Roten gegenüber Tomislav und später für Rene Deubner).Wie bereits in Lauscha musste Mosbach die Partie mit zehn Mann zu Ende bringen. In der 68. Spielminute stellte der SVB dann auch seine Qualitäten bei Standards unter Beweis. Einen Freistoß aus aussichtsreicher Position nahe der Strafraumgrenze brachte der Schütze traumhaft im Tor unter, sodass auch Sören Lämmerhirt keine Chance hatte, an den Ball zu kommen. Daraufhin berappelte sich Mosbach wieder und fand trotz Unterzahl zunehmend zurück in die Partie. Einen wichtigen Anteil daran hatten Lucas Braun und Fabian Brandau, die das mittlerweile deutlich schnellere und hektischere Spiel an den richtigen Stellen beruhigten und ihre Mitspieler immer wieder sortierten. So bewies Mosbach auch mit einem Mann weniger weiterhin Stabilität und ließ die Partie nicht völlig entgleiten. Trotz dessen gelang Borsch noch ein weiterer Treffer. Die Gastgeber setzten sich auf der rechten Außenbahn durch und brachten den Ball flach in den Strafraum. Dieser wurde tückisch abgefälscht und fiel dadurch vor die Füße eines Borscher Angreifers, der per Direktabnahme zum 4:0 vollendete. In der 75. Minute zückte der Schiedsrichter erneut die Gelb-Rote Karte gegen die Schwarz-Weißen. Diesmal traf es Cheftrainer René Deubner, der sich über die aus Mosbacher Sicht undurchsichtige Spielführung des Schiedsrichters beschwerte. Der Unparteiische ahndete die Äußerungen zunächst mit der Gelben Karte und zeigte Deubi kurz darauf erneut Gelb. Mosbachs Cheftrainer musste somit für die verbleibenden Minuten seine Coachingzone verlassen. Den Schlusspunkt setzte, trotz des nun deutlichen Ergebnisses, an diesem Tag der MSV. Bei einem Freistoß aus dem Mittelkreis erkannte Dennis Voigt, dass der Borscher Schlussmann weit vor seinem Tor stand. Schnell legte sich Dennis den Ball zurecht und versuchte es direkt. Im hohen Bogen segelte der Ball über die noch unsortierte Mannschaft aus Borsch und flog schlussendlich auch über den herausgerückten Torhüter hinweg ins Netz, was zum 4:1-Endstand führte.
 
Zum wiederholten Male kann sich der MSV nicht viel vorwerfen lassen. Gegen einen qualitativ stärkeren Gegner zeigte Mosbach vor allem im ersten Durchgang eine sehr gute Leistung und verlangte dem diesjährigen Absteiger aus der Thüringenliga, der ein Wochenende zuvor im Landespokal noch gegen den FC Rot-Weiß Erfurt gefordert war, über weite Strecken vieles ab. Nun gilt es einmal mehr, das viele Positive aus dieser Partie mitzunehmen und daraus Kraft für die kommenden anspruchsvollen Wochen zu schöpfen. Verlassen kann sich die Mannschaft dabei nach wie vor auf eine beeindruckende Geschlossenheit innerhalb des Teams. Diese zeigte sich auch darin, dass sich Andy von Roda, der im Sommer seine aktive Karriere beendete, an diesem Tag erneut bereit erklärte, die Mannschaft zu unterstützen.
 
Am nächsten Wochenende hat die Langetal-Elf zunächst Zeit zum Durchschnaufen. Durch das Ausscheiden im Thüringenpokal bleibt der MSV spielfrei, ehe es am 13. September wieder um Punkte in der Landesklasse geht. Dann empfängt Mosbach um 15 Uhr Hildburghausen im heimischen Langetal.
 
Die Startelf:
Sören Lämmerhirt, Fabian Brandau, Lucas Braun, Tomislav Renic, Guido Kehr, Dennis Voigt (90‘), Tobias Kiesel, Luca Lippold, Dominik Stöber, Andy von Roda, Jonas Mäurer
Die Ersatzbank:
Jonas Brandau, Niklas Räsner, Marcus von Roda, Mika Schade, Bastian Stieler, Felix Hellmuth
Die Wechsel:
Felix Hellmuth für Guido Kehr (55‘),
Bastian Stieler für Andy von Roda (55‘),
Jonas Brandau für Dominik Stöber (68‘),
Niklas Räsner für Tobias Kiesel (75‘),
Marcus von Roda für Jonas Mäurer (79‘)
Die Tore: 1:0, 2:0 Anton Sadowski (48./51.), 3:0 Fabian Goeb (68.), 4:0 Bedirhan Ince (72.), 4:1 Dennis Voigt (90.), gesamt 1
Zuschauer: 189
Das Kollektiv: Youssef Ghanem, Zachery Muzammil, Danilo Böning.